Sommaruga: «Der Markt alleine wird es nicht richten» | zentralplus

13.01.2022 09:17:00

Am 13. Februar stimmt die Schweiz über die Medienförderung ab. Wie Medienministerin Simonetta Sommaruga (SP) im zentralplus-Interview sagt, sollen

Medienförderung, Sommaruga

Am 13. Februar stimmt die Schweiz über die Medienförderung ab. Wie Medienministerin Simonetta Sommaruga (SP) im Interview sagt, sollen Online-Angebote zukünftig die Regionen abdecken. Der Markt alleine könne dies aber nicht finanzieren. sp_luzern

Am 13. Februar stimmt die Schweiz über die Medienförderung ab. Wie Medienministerin Simonetta Sommaruga (SP) im zentralplus-Interview sagt, sollen

zentralplus:: Über das Geschehen in den Regionen berichten vor allem kleine und mittlere Zeitungen und Online-Portale. Darum wird die Zustellung von kleineren Zeitungen besonders stark vergünstigt, und kleinere Online-Angebote werden stärker unterstützt als die grossen. Zudem erhalten Lokalradios und das Regionalfernsehen zusätzliche Mittel. Damit stärkt die Vorlage die Berichterstattung in den Regionen.

Sommarugazentralplus:: Wir haben die verschwundenen Zeitungstitel im Internet publiziert, das ist ganz einfach nachprüfbar. In meiner Familie wurde früher noch «Vaterland» gelesen, das ist verschwunden. Auch die Luzerner Neuesten Nachrichten LNN gibt es nicht mehr. Mit jedem dieser verschwundenen Titel geht etwas Wertvolles aus der Region verloren.

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wahlforschung0 sp_luzern Die Förderung von Online-Medien macht Sinn, aber die angedachte finanzielle Förderungshöhe ist im Vergleich zu der der Zustellung und Frühzustellung viel zu tief. Die Fördermittel für Zustellungen sind meines Erachtens nicht notwendig. sp_luzern 😧😧

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» und werfen Ihnen vor, dass Kleinverlage kaum von der Förderung profitieren würden.2G hält Gäste von Bars fern Ein ähnliches Bild zeichnet sich im «Juanito’s – Bodega und Bar» in der Zuger Vorstadt ab.Ob in Basel Anfang März eine Fasnacht stattfindet, ist noch immer ungewiss.nicht mehr zur Wahl an.

Was sagen Sie dazu? Sommaruga : Der Vorwurf ist falsch. Erstens geht es um jährlich 151 Millionen, nicht um Milliarden. Geschäftsführer Gerd Seeburger findet klare Worte: «2G hat uns einige Gäste gekostet, der Umsatz ist massiv eingebrochen und der Barbetrieb findet kaum mehr statt. Zweitens werden mit dem Medienpaket insbesondere die kleinen und mittleren Zeitungen und Online-Angebote in den Regionen sowie die Lokalradios unterstützt. Weiter nach der Werbung Doch damit wird es nichts. zentralplus: Wo profitieren regionale Medien denn im Besonderen? Sommaruga : Über das Geschehen in den Regionen berichten vor allem kleine und mittlere Zeitungen und Online-Portale. Die Einbussen konnte das Team zwar mit dem Restaurant und zusätzlichen Take-away-Angeboten etwas abfedern. Darum wird die Zustellung von kleineren Zeitungen besonders stark vergünstigt, und kleinere Online-Angebote werden stärker unterstützt als die grossen. Das gibt die Partei in einer Mitteilung bekannt.

Zudem erhalten Lokalradios und das Regionalfernsehen zusätzliche Mittel. Vor allem nicht nach dem vergangenen Jahresende. März beginnen. Damit stärkt die Vorlage die Berichterstattung in den Regionen. zentralplus: Womit konkret kann denn ein Medium wie zentralplus rechnen, wenn es Aboeinnahmen und Spenden von 200’000 oder 300’000 Franken hat? Sommaruga : Online-Angebote mit eher tiefen Aboeinnahmen erhalten deutlich mehr Unterstützung als die Grossen.» Mit einem Blick auf die steigenden Fallzahlen ist das Licht am Ende des Tunnels gefühlt in unerreichbare Ferne gerückt. Das steht so im Gesetz. +++ +++ «Los Emol» – der Podcast der Basler Zeitung «Los emol» beleuchtet Themen, die Basel bewegen. Wie viel es genau sein wird, klärt der Bundesrat dann in der Verordnung. Weder für die Gäste noch für die Barszene. Das Ziel ist klar: Die drei Sitze im Gemeinderat sollen verteidigt werden.

Roland Fischer: «Die Luzerner Medienvielfalt ist zu klein» zentralplus: Sie werden von den Gegnern der Lüge bezichtigt, nachdem Sie gesagt haben, dass in den letzten Jahren 70 Zeitungen verschwunden seien. Was sagen Sie dazu? Sommaruga : Wir haben die verschwundenen Zeitungstitel im Internet publiziert, das ist ganz einfach nachprüfbar.» Darauf stossen wir an. In meiner Familie wurde früher noch «Vaterland» gelesen, das ist verschwunden. Auch die Luzerner Neuesten Nachrichten LNN gibt es nicht mehr. Mit jedem dieser verschwundenen Titel geht etwas Wertvolles aus der Region verloren.» Die Partei habe jedoch bereits eine geeignete Kandidatin gefunden, welche sie der Parteibasis im März zur Nomination vorschlagen wird.

«Dass die Medien kritisch und unabhängig vorgehen, erlebt jede Politikerin in der Schweiz.» zentralplus: Man spricht von Verbrüderung von Staat und Medien und «Gift für die Demokratie». Sehen Sie das auch so? Sommaruga : Nein. Der Staat fördert Zeitungen seit 1849! Das Geld geht nicht an eine Redaktion oder eine Verlegerfamilie, sondern an die Post und andere Zusteller. Sie liefern die Zeitungen dafür vergünstigt in die Briefkästen..

Das war schon bei Ihren Ur-Ur-Grosseltern so. Und Medien sind stets unabhängig geblieben – das ist auch per Verfassung garantiert. zentralplus: Kritiker fühlen sich durch die kürzlich publik gewordenen Aussagen von Marc Walder bestätigt. Der Ringier-Chef hat gemäss einem Video vom Februar 2021 gesagt, man wolle in der Corona-Pandemie die Regierung durch die mediale Berichterstattung unterstützen. Was sagt dies – und die Reaktionen darauf – über die Medien in der Schweiz aus? Sommaruga : Bei Corona ist es gleich wie bei anderen Themen: Die Meinungen gehen auseinander – auch auf den Zeitungsredaktionen.

Mit der Medienvorlage hat das aber nichts zu tun. Diese sorgt dafür, dass die Zeitungen, Online-Medien und Lokalradios ihren Job auch in Zukunft machen können. Dass die Medien dabei kritisch und unabhängig vorgehen, erlebt jede Politikerin in der Schweiz. Aber auch jeder Vereinspräsident, wenn es im Fussballverein oder dem Gewerbeverband nicht so gut läuft. Dann kommen rasch kritischen Fragen und Analysen.

«Die Herausforderung ist, dass Online-Angebote in Zukunft die verschiedenen Regionen abdecken. Der Markt allein wird das nicht richten.» zentralplus: Lokalradio und -TV bekommen Geld aus den Konzessionsabgaben, Zeitungen und Magazine Posttaxenverbilligungen. Alle drei Mediengattungen erhielten auch Corona-Notmassnahmen, nur reine Online-Medien gehen bisher gänzlich leer aus. Denken Sie, dass Online als eigenständiges Medium noch nicht im Bewusstsein der Leute angekommen ist? Sommaruga : Immer mehr Leute informieren sich Online oder lesen ihre Zeitung auf dem Tablet und dem Mobiltelefon.

Darum ist für mich klar: Online-Medien sind längst bei der Bevölkerung angekommen, nicht nur bei den Jungen. Die Herausforderung ist, dass Online-Angebote in Zukunft die verschiedenen Regionen abdecken. Der Markt allein wird das nicht richten. Gerade in ländlichen Gebieten brauchen die Online-Medien Unterstützung. zentralplus: Von der Onlineförderung profitieren nur Medien, die via Abos oder Spenden Geld von den Lesern generieren.

Andere Online-Medien sollen leer ausgehen. Gab es kein besseres Modell? Sommaruga : Das Modell ist gut. Unterstützung erhalten jene Online-Angebote, die dem Publikum etwas wert sind. Bei den Zeitungen machen wir dies schon lange so: Vergünstigt werden nur Zeitungen, für welche die Leserschaft bezahlt, nicht aber die Gratiszeitungen. zentralplus: Denken Sie, dass die grossen Medienhäuser mehr in den Journalismus investieren werden, sollten diese Geld aus der Förderung erhalten? Sommaruga : Das ist keine Frage von gross oder klein.

Jede Zeitung spart Geld, wenn sie die Kosten der Zustellung nicht voll selber tragen muss. Dieses Geld kann sie in den Journalismus investieren. «Ich finde es richtig, dass die Medienförderung hauptsächlich beim Bund ist. So kann niemand ernsthaft behaupten, mit der Medienförderung werde die Berichterstattung in den Regionen beeinflusst.» zentralplus: Die Medienvielfalt ist besonders in den Regionen gefährdet.

Müssten die Kantone oder die Gemeinden bei der Medienförderung aktiver werden? Sommaruga : Das fordern jetzt einzelne Gegner der Medienvorlage. Gleichzeitig kritisieren sie, die Medien würden zunehmend vom Staat abhängig. Das ist doch widersprüchlich. Ich finde es richtig, dass die Medienförderung hauptsächlich beim Bund ist. So kann niemand ernsthaft behaupten, mit der Medienförderung werde die Berichterstattung in den Regionen beeinflusst.

  zentralplus: Junge in der Schweiz informieren sich heute vorwiegend gratis online, gar rund die Hälfte gelten als sogenannte «News-Deprivierte», werden also mit Informationen kaum mehr erreicht. Kann die vorgeschlagene Medienförderung daran überhaupt etwas ändern und wie beurteilen Sie diese Entwicklung aus demokratiepolitischer Sicht? Sommaruga : Es ist richtig, junge Menschen informieren sich hauptsächlich im Netz. Darum wollen wir 30 Millionen Franken für die Entwicklung von Medien im Internet bereitstellen. Ich habe den Eindruck, das Interesse an fundierter Berichterstattung ist während der Pandemie wieder gestiegen – in Print und Online. Die Leute wollen wissen, was läuft.

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