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Schweizer Sieger des MTB-Rennens durch die Wüste: «So ein Abenteuer erlebte ich noch nie»

Schweizer Sieger des Mountainbike-Rennens durch die Wüste: «So ein Abenteuer erlebte ich noch nie.»

18.10.2021 15:42:00

Schweizer Sieger des Mountainbike-Rennens durch die Wüste: «So ein Abenteuer erlebte ich noch nie.»

Der Mountainbikeprofi Konny Looser siegte als erster Schweizer beim Titan Desert am Rand der Sahara in Marokko.

stehen.Das Rennen über rund 600 Kilometer findet im Süden Marokkos am Rande der Wüste während sechs Tagen statt. Übernachtet wird in Berberzelten irgendwo im Nirgendwo. Neben viel Sand und Staub muss man eine Nacht «draussen» verbringen und in einer Etappe gilt es, den besten Weg durch die Wüste selbst zu finden.

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Seit 2006 wird das Rennen zwischen dem Atlasgebirge und der Sahara ausgetragen. In diesem Jahr siegte mit Konny Looser erstmals ein Schweizer. Wir haben ihn kurz nach dem am Freitag errungenen Erfolg erreicht.Konny Looser, du hast vor wenigen Stunden das Titan Desert gewonnen, Gratulation. Wo erreichen wir dich gerade?

Konny Looser:Ich bin im Hotel in der Nähe des Ziels. Morgen geht es leider schon wieder zurück nach Hause. Aber jetzt gibt es erst mal eine richtige Dusche.Das Siegerduo: Konny Looser (Männer) und Ariadna Rodenas (Frauen).Bild: Titan Desert headtopics.com

Ist es das, worauf du dich nach sechs Tagen in der Wüste am meisten freust?Ja. Und es ist einfach so schön, mal keinen Sand an den Füssen zu haben.Ich muss gestehen, ich kannte das Titan Desert vor deiner Teilnahme nicht. Erklär es uns kurz.

Das Rennen findet während sechs Tagen am Rande der Saharawüste statt. Immer drei Teilnehmer schlafen zusammen in Haimas (Berberzelten). Der meiste Teil der Strecke führt über Stein und Geröll, es ist einfach immer staubig. Teilweise geht es dann auch durch Sand in der Wüste.

Das ist das Titan Desert:Promovideo der Veranstalter über das Rennen.Video:YouTube/BTT LoboWas hast du für einen Eindruck vom Rennen?Es ist unbeschreiblich und nicht vergleichbar mit dem, was ich bisher erlebte. Das ganze Gefühl in dieser Landschaft und der Gedanke daran, wo du gerade

Mountainbikefährst. Die ganzen Umstände machen das Rennen mystisch.​Du bist sechsfacher Sieger des Desert Dash in Namibia, wo man eine Strecke von 369 Kilometern in einem Stück von Windhoek nach Swakopmund zurücklegt. Du kennst also die Verhältnisse in der Wüste, nicht? headtopics.com

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Gewisse Abschnitte sind ähnlich, zum Beispiel diese «Wellblechabschnitte», die der Sand auf Strassen bildet. Aber sonst nicht. Es hat hier oft keinen Weg, einfach nichts. Teilweise dachte ich: Wenn ich jetzt einen Platten habe, dann dauert es ewig, bis jemand bei mir ist.

Konny Looser mit seinem Siegerbike.Bild: Konny LooserAber die Routen sind ja gekennzeichnet.Nicht immer. Man erhält immer am Nachmittag die Strecke des nächsten Tages. Da ist ein «schnellster Weg» zwischen den Check- und Waterpoints eingetragen. Aber du kannst dann selbst den besten Weg rausfinden. Die guten Teams hier haben dann meist einen Helfer, der mit

Earth nach dem schnellsten Weg sucht. Plötzlich bogen sie deshalb jeweils von der Originalstrecke ab.Hast du die Route jeweils auch studiert?Soweit es ging, ja. Aber ich hatte keinen Laptop mit oder so. Eigentlich fuhr ich einfach die direkteste Linie, die da eingezeichnet war. Aber manchmal erwischst du dann eine Sanddüne oder es ist sonst schlechtes Terrain. Ich war ein Einzelfahrer, der sich gegen die gesamte «spanische Armada» durchsetzen musste.

Und jetzt, wo geht es weiter?Bild: Titan Desert/PabloBoschgDann gab es noch die eine Strecke, bei der man eigentlich alles selbst navigieren musste.Genau. Da waren nur die ersten 15 Kilometer vorgegeben, danach kannte man nur die Checkpoints. Ich fuhr einfach so direkt wie möglich.​ headtopics.com

Die Strecke ist aber fahrbar mit einem Mountainbike oder warst du mit einem Fatbike unterwegs?Ja, meistens ist die Strecke fahrbar. Ich war mit normalen Rädern unterwegs, fuhr allerdings mit tiefem Luftdruck. Das hilft in sandigen Passagen. Aber du musst aufpassen: Ist der Luftdruck zu tief, kassierst du auf felsigen Unterlagen schnell Durchschläge.

Eindrücke vom FahrerlagerEin Beitrag geteilt von Titan Desert (@titandesertmtb)Hast du Pannen erlitten?Nein, zum Glück nicht. Aber was ich sagen kann: Die Kette nehme ich sicher nicht mehr mit, die ist nach dieser Woche total durch.​Ich nehme an, die Bike-Pflege ist an jedem Tag sehr wichtig.

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Ja, klar. Ich hatte da auch Glück. Ich reiste alleine an, ohne Team oder Mechaniker. Wenn ich gewusst hätte, was es alles braucht bei diesem Rennen, hätte ich vielleicht gar nicht mitgemacht. Dann gewann ich die erste Etappe und ein Mechanikerteam des Rennens fragte, ob sie ab jetzt mein Bike jeweils pflegen sollen. Das half natürlich sehr.

Was gab es sonst noch Spezielles? Weiterlesen: watson News »

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