Im SRG-Wahlbarometer kippt die FDP auf die Verliererseite - Blick

Letztes SRG-Wahlbarometer: Die FDP kippt auf die Verliererseite

09.10.2019 18:02:00

Letztes SRG-Wahlbarometer: Die FDP kippt auf die Verliererseite

Noch im Frühling 2019 waren FDP und SP gleichauf im SRG-Wahlbarometer. Doch der Wind hat gedreht im Klimawahljahr 2019. Plötzlich gesellen sich die Freisinnigen zur SVP.

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keystone3/9... GLP, Jürg Grossen, im SRG-Wahlbarometer kurz vor dem Wahltermin vom 20. Oktober zu den grossen Gewinnern.KeystoneFür den früheren FDP-Chef Philipp Müller hat Petra Gössi alles richtig gemacht.keystone9/9Der Partei von Martin Landolt droht der Verlust der Fraktionsstärke. Bei wem sucht die BDP vielleicht bald Unterschlupf?

Die FDP rutscht ins Verliererlager. Das zeigt das neuste Wahlbarometer, das die Forschungsstelle Sotomo im Auftrag der SRG erhoben hat. Im September-Barometer zählten die Freisinnigen mit +0,3 Prozentpunkten noch zu den Gewinnern. Aktuell weist das Barometer für die FDP aber einen Wähleranteil von 15,2 Prozent aus. Damit würde Petra Gössis (43) Partei im Vergleich zu den Wahlen im Oktober 2015 beachtliche 1,2 Prozentpunkte verlieren. Damit liegt sie aber noch immer im Bereich der Fehlertoleranz von +/–1,4 Prozentpunkten.

Gewinner sind die Ökoparteien. Mit einem Wähleranteil von 10,7 Prozent und einem Plus von 3,6 Prozentpunkten etablieren sich die Grünen auf dem Niveau der CVP (zum Abschneiden der anderen Parteien siehe Box). Die GLP kommt im neusten Wahlbarometer auf einen Anteil von 7,3 Prozent (+2,7 Punkte).

Was hat die FDP falsch gemacht?Unweigerlich kommt jetzt die Diskussion auf, ob der von Gössi angestossene Kurswechsel hin zu einer grüneren FDP falsch war. Hier liefert das Wahlbarometer keine eindeutige Antwort. Denn eine relative Mehrheit von 37 Prozent der FDP-Wähler steht hinter dem Öko-Kurs. Und 35 Prozent finden gar, die Freisinnigen müssten noch mehr tun für die Umwelt.

Auch der frühere Parteichef Philipp Müller (67) bezeichnete den Ökokurs im BLICK-Interview jüngst als «goldrichtig».Als Volkspartei müsse die FDP wichtige Anliegen der Bevölkerung aufnehmen.Jedoch stellen sich 28 Prozent der FDP-Wählerschaft im Wahlbarometer gegen kostspielige Klimamassnahmen. Und natürlich waren die finanziellen Folgen des CO2-Gesetzes gerade in der Diskussion, als Sotomo die Umfrage durchführte.

keystone-sda.chFür und wider den KlimakursDass die FDP zwischen den Fronten zerrieben wird, zeigt denn auch das Wahlbarometer: 69 Prozent der möglichen FDP-Wähler, die sich nun der SVP zuwenden, tun dies wegen des freisinnigen Klimakurses. Gleichzeitig sollen sich aber auch 81 Prozent der FDP-Anhänger, die sich letztlich für die GLP entscheiden, das tun, weil ihnen die Klimamassnahmen der FDP zu wenig weit gehen.

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Die Vermutung liegt nahe, dass sich noch mehr FDP-Sympathisanten von den Freisinnigen abgewendet hätten, hätte die Gössi-Partei nicht eine Öko-Kurskorrektur vorgenommen. Das «FDP – Fuck de Planet»-Image hing nach der völligen Verwässerung des CO2-Gesetzes Ende 2018 bleischwer an der Partei. Und die Notwendigkeit, gegen die Klimaerwärmung vorzugehen, ist in breiten Teilen der Bevölkerung Konsens. Dem kann sich die FDP nicht entziehen.

Rösti und Levrat können zufrieden seinFür die anderen grossen Parteien bringt das Wahlbarometer keine schlechten Neuigkeiten. Mit einem Verlust von einem Prozentpunkt und einem Wähleranteil von 10,6 Prozent rangieren die Christdemokraten einen Wimpernschlag hinter den Grünen. Wäre dies das tatsächliche Endergebnis vom Wahlsonntag, käme unweigerlich die Diskussion um einen Sitz der Grünen im Bundesrat auf.

Sorgen um ihren Bundesrat machen müsste sich aber nicht die CVP. Es wäre die FDP, die mit zwei Bundesratssitzen als übervertreten kritisiert werden dürfte. Hier wackelte der Sitz von Ignazio Cassis (58), da Karin Keller-Sutter (55) erst gerade in die Landesregierung gewählt wurde und die Zufriedenheit mit ihrer Arbeit gross ist. CVP-Chef Gerhard Pfister (57) könnte sich bei diesem Ergebnis somit zurücklehnen.

SP-Boss Christian Levrat (49) könnte mit 18,2 Prozent Wähleranteil (–0,6 Punkte) kommenden Frühling entspannt als Parteichef zurücktreten. Er hätte sein Hauptziel erreicht, die bürgerliche Mehrheit im Nationalrat zu brechen. Das rot-grüne Lager kommt im letzten Wahlbarometer vor dem Wahltermin auf fast 29 Prozent Wähleranteil. Der Mitteblock auf 22,5 Prozent. FDP und SVP zusammen auf 42,5 Prozent.

Keine gute Ausgangslage für spätere WahlenAuch Albert Rösti (52) dürfte bei einem solchen Abschneiden zufrieden sein. Denn die SVP bleibt mit 27,3 Prozent Wähleranteil (–2,1 Punkte) nicht nur klar die stärkste Partei der Schweiz. Angesichts früherer Umfragen mit gegen drei Prozentpunkten Wählerverlust ist er im Klimawahljahr mit einem blauen Auge davongekommen. Mit diesem relativen Erfolg im Rücken könnte auch er mit dem Gedanken spielen, den Posten des Parteipräsidenten für jemand anderen frei zu machen. Dies zumal das Wahlbarometer bei der SVP das Problem sieht, dass die Partei kaum mehr Junge für sich gewinnen könne, während die älteren Wähler wegsterben. Keine gute Ausgangslage für spätere Wahlen.

Ernüchternd dürften die Umfrageergebnisse für die BDP sein. Sie verliert 1,3 Punkte und kommt noch auf einen Anteil von 2,8 Prozent. Bei der BDP stellt sich die Frage, ob sie die Fraktionsstärke halten kann oder ob sie sich einer anderen Fraktion anschliessen muss.

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Wem schliesst sich die BDP an?Da die Mitte-Allianz mit der CVP vor Jahren scheiterte und sich das Verhältnis zu den Christdemokraten abgekühlt hat, dürfte man gespannt sein, ob sie bei der GLP-Fraktion oder bei den Freisinnigen anklopft. Erstere könnte für die bodenständige BDP bei vielen Themen zu progressiv sein.

Die FDP-Fraktion könnte ihr Unterschlupf gewähren. Denn die freisinnige Fraktion dürfte dankbar sein für die Stärkung durch die BDPler in der Diskussion um ihren zweiten Bundesratssitz.Umfrage ist nur ein Fingerzeig für die Wahl

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Frau Goessi schwadroniert hin und her. Die FDP_Liberalen hat mit der co2steuer ganz genau linke Politik gemacht zulasten der Arbeiter und der Wirtschaft. Es gibt keinen Unterschied mehr zur Politik à la Gössi und der GLP. wahlench19 wahlch19 Die FPD hat diese Rolle schon seit Jahren zu Recht. Ich habe die Nase vom Slalomkurs von Gössi gestrichen voll, übernehme Verantwortung und wähle SVPch svpzh

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