Der Unwiderstehliche Charme Des Hohen Amtes, Kolumne, Kolumnen, Nachrichten

Der Unwiderstehliche Charme Des Hohen Amtes, Kolumne

Frauenanteil im Bundesrat und Nationalrat hoch - sonst dürftig

Je elitärer das Amt, desto höher der Frauenanteil. Im Bundesrat sitzen 43% Frauen, im Nationalrat 42%. Hingegen haben nur 16% der Gemeinden eine Präsidentin. Offenbar überlässt man die Basisarbeit gerne den Männern. Die Kolumne von @claudiawirz.

25.1.2020

Je elitärer das Amt, desto höher der Frauenanteil. Im Bundesrat sitzen 43% Frauen, im Nationalrat 42%. Hingegen haben nur 16% der Gemeinden eine Präsidentin. Offenbar überlässt man die Basisarbeit gerne den Männern. Die Kolumne von claudiawirz.

Je elitärer das Amt, desto höher der Frauenanteil. Im Bundesrat sitzen 43 Prozent Frauen, im Nationalrat 42 Prozent. Hingegen haben nur 16 Prozent der Schweizer Gemeinden eine Präsidentin. Offenbar überlässt man die politische Basisarbeit gerne den Männern.

Teilen Claudia Wirz ist freie Journalistin und Autorin. Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga hat ein Herz für die Frauen. Immer wieder setzt sie sich kraft ihres Amtes für die angeblich benachteiligte Bevölkerungshälfte ein. Dieses Engagement könnte man als Frau indes auch übelnehmen. Sind es nicht gerade solche paternalistischen Anschubhilfen, die dem Topos vom «schwachen Geschlecht» erst konkrete Kontur geben? Unvergessen ist der Zukunftstag vom November 2018. Der ehemalige Tochtertag, der dem Nachwuchs Einblicke in die Berufswelt ermöglichen soll, wurde zwar schon vor zehn Jahren politisch korrekt in Zukunftstag umbenannt. Diskriminierung gehört sich nicht, und deshalb dürfen seither auch Buben an der Aktion teilnehmen. Gleichwohl blieben den Buben am Zukunftstag 2018 die Türen der Wirkungsstätte von Bundesrätin Sommaruga verschlossen. Vielmehr organisierte die Magistratin eine Art «Tag der Chefin» für eine kleine, handverlesene Frauenrunde. Praktische Gleichstellung sähe anders aus. Ein Jahr später, im November letzten Jahres, lud die Zürcher Stadtpräsidentin zum Chefinnentag. Die Glücklichen hiessen Muriel, Dialia, Lea, Céline und Malina, und die Runde präsentierte sich stolz im Lokalfernsehen. Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga und US-Präsident Donald Trump in Davos. Denis Balibouse / Reuters Bei solchen Frauenkränzchen geht es immer um das Gleiche: Die Frauen sollen politische Führungsämter übernehmen, möglichst im Bundesrat oder im National- und Ständerat. Ausserdem sollen sie die Spitzen der Unternehmen erobern. Wenn es knorzt, helfen Soft-Quoten oder Aktionen wie «Helvetia ruft» den Frauen auf die Sprünge. Das ist alles nur auf den ersten Blick schön und gut. Denn die Welt besteht nicht nur aus Bundesrätinnen, und die Wirtschaft braucht nicht nur Personal für die Teppichetagen. Für das Gedeihen der Gesellschaft braucht es vor allem Leute, die jenseits von telegenen Prestigeämtern und lukrativen Spitzenposten bereit sind, Basisarbeit zu leisten. Es sind Leute, die Unternehmen gründen oder sich in den Gemeinden für das Gemeinwohl engagieren. Doch die Frauen halten sich in beiden Bereichen vornehm zurück. In Bezug auf die Politik könnte man es etwas salopp so sagen: Je elitärer das Amt, desto höher der Frauenanteil. Im Bundesrat sitzen 43 Prozent Frauen, im Nationalrat 42 Prozent und im Ständerat immerhin 26 Prozent. Hingegen haben nur 16 Prozent aller Gemeinden in der Schweiz eine Präsidentin. Auf einen Aufschrei des feministischen Establishments wartet man vergebens. Die politische Knochenarbeit überlässt man offenbar gerne den Männern. Der Befund zeigt: Es gibt in der Schweiz keinen objektiven Grund, die Frauen politisch besonders zu fördern, schon gar nicht mit Quoten und Ähnlichem für die höchsten Ämter. Die Frauen haben die gleichen politischen Rechte wie die Männer. Von mangelnden Möglichkeiten zur Teilhabe kann keine Rede sein. Und auch an der Bildung liegt es nicht. Längst absolvieren mehr junge Frauen als Männer die gymnasiale Matura. Wenn Bundespräsidentin Sommaruga nun am Internationalen Tag der Frau alle 352 Gemeindepräsidentinnen der Schweiz zu sich nach Bern einladen will, wie sie angekündigt hat, kann man das durchaus positiv werten. Im Idealfall nutzt sie die Gelegenheit, der weiblichen Hälfte der Bevölkerung klarzumachen, dass politische Rechte mit Pflichten verbunden sind und dass die sprichwörtliche politische Ochsentour im Milizsystem der Schweiz dazugehört, wenn man auf ein höheres Amt aspiriert. Im schlechteren Fall bleibt es beim exklusiven Frauenkränzchen, von dem der Grossteil der Gemeinden ausgeschlossen bleibt, nur weil ein Mann ihr Präsidium übernommen hat. Mehr zum Thema Nur wenige Männer arbeiten im Gesundheitswesen. Noch niedriger ist der Anteil der Frauen in technischen Berufen. Sind hierfür vielschichtige Vorurteile ausschlaggebend, oder prägen vielmehr die unterschiedlichen Stärken und Schwächen den Werdegang der Jugendlichen? Nicole Rütti Weiterlesen: Neue Zürcher Zeitung

claudiawirz Ist jetzt biz billig, kurz nachdem dem Frauenanteil im Nationalrat künstlich nachgeholfen wurde? und ich mich frage, warum die swiss elitär zu grunde gegangen ist, die überzeugten hinterfotzig an allem arbeiten konnten, ausser an der wahrheit, claudiawirz Danke für diese Wahrheitsstiftung. Die Beobachtung stimmt nicht nur für die Politik. Wie hoch ist der Frauenanteil bei den Bauarbeitern, bei der Strassenreinigung, bei den Ingenieuren?

claudiawirz Frauen wollen nur Macht und die positiven Seiten der Gleichberechtigung. Habe noch nie Quotenforderungen für gefährliche Berufe gesehen - über 95% aller tödlichen Arbeitsunfälle treffen Männer. Aber Handlungsbedarf besteht da aus feministischer Sicht natürlich nicht... claudiawirz Klar, die Kerle machen die Drecksarbeit 😇

claudiawirz Und bei der Müllabfuhr wahrscheinlich 0% weiber.... claudiawirz So einfach kann man Dinge verdrehen. Nicht NZZ würdig. Es kann viele Gründe dafür haben, dass diese die Basisarbeit machen. Je höher das Amt desto mehr wird hingeschaut/rechtfertigungsdruck, ob es ausgeglichen ist! (Wär eine validere Interpretation).

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