Meiringen, Wiesel, Die Schweizer Luftwaffe Setzt Auf Wiesel – Für Mehr Sicherheit

Meiringen, Wiesel

Die Schweizer Luftwaffe setzt auf Wiesel – für mehr Sicherheit | NZZ

Auf dem Militärflugplatz Meiringen werden im Herbst Wiesel angesiedelt. Sie sollen die Wühlmäuse fressen, welche immer mehr Greifvögel anlocken. Denn diese sind eine grosse Gefahr für die Jets.

18.08.2019 09:00:00

Auf dem Militärflugplatz Meiringen werden im Herbst Wiesel angesiedelt. Sie sollen die Wühlmäuse fressen, welche immer mehr Greifvögel anlocken. Diese sind eine grosse Gefahr für die Jets. Ein Beitrag von f_vog.

Auf dem Militärflugplatz Meiringen werden im Herbst Wiesel angesiedelt. Sie sollen die Wühlmäuse fressen, welche immer mehr Greifvögel anlocken. Denn diese sind eine grosse Gefahr für die Jets.

Solche Zwischenfälle mit Vögeln können auch auf dem Militärflugplatz Meiringen im Berner Oberland passieren. Rund zwanzig Greifvögel – vor allem Rotmilane und Habichte – sowie einige Graureiher und Raben ziehen über dem Gebiet des Flugplatzes ihre Bahnen. Kommen sie einem Jet zu nahe, können sie ins Triebwerk gesaugt und zerfetzt werden. Im schlimmsten Fall fällt das Triebwerk aus. Der Pilot muss notlanden, oder der Jet stürzt sogar ab.

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In der 78-jährigen Geschichte des Flugplatzes Meiringen stürzte glücklicherweise noch nie ein Jet wegen Vogelschlags ab. Allerdings verursachen Vögel im Schnitt ein Mal pro Jahr Sachschäden wie abgerissene Antennen oder Lichter. «Und die Gefahr für Unfälle steigt», sagt Hanspeter Wyss, der beim Flugplatzkommando Meiringen für Umweltfragen zuständig ist. Dies, weil immer mehr Rotmilane rund um den Flugplatz unterwegs seien.

Der Biologe Livio Rey von der Schweizerischen Vogelwarte Sempach bestätigt die Beobachtung von Wyss: «Der Rotmilan breitet sich aus in der Schweiz.» Bis vor wenigen Jahren zogen die Rotmilane im Herbst nach Spanien und Südfrankreich und kehrten im Frühling zum Brüten zurück in die Schweiz. Weil die Winter durch den Klimawandel hier aber milder werden, bleiben nun vor allem die älteren Tiere in der Schweiz. Damit sind sie auch nicht den oft tödlichen Gefahren einer Reise in den Süden ausgesetzt. Die Folge: Der Bestand wird nicht dezimiert, sondern wächst.

Die Gefahr von Vogelschlag lässt sich mindern, indem man die Greifvögel vergrämt. In Meiringen ist das seit Jahrzehnten die Aufgabe des Pistenwartes. Auf einem Fahrzeug mit einer Kanzel, ähnlich dem Papamobil des Papstes, patrouilliert er über den Flugplatz. Entdeckt er Vögel, verscheucht er sie mit pyrotechnischen Knallpatronen, oder er lässt aus einem Lautsprecher die Stimmen ihrer Feinde erklingen. Im Falle des Rotmilans sind das die Rufe des Uhus oder des Habichts. Laut Wyss reicht diese Massnahme allein aber nicht aus.

Darum engagierte die Luftwaffe vor fünf Jahren für den Flugplatz Meiringen eine Mauserin. Denn die Gefahr von Vogelschlag wird auch kleiner, wenn man den Greifvögeln die Nahrung entzieht. In Meiringen sind das die Wühlmäuse, die sich durch die Wiesen des Flugplatzes graben. 3000 Mäuse fing die Mauserin innert zwei Wochen. «Ihre Aktion nützte aber nur kurzfristig», sagt Wyss. «Die Mäuse vermehrten sich schnell wieder.»

Dauerhaften Erfolg verspricht sich Wyss von einem anderen Helferlein: dem Wiesel. Das schlanke, tag- und nachtaktive Tier soll den Greifvögeln die Mäuse wegfressen.Cristina Boschi, Wildtierbiologin und Geschäftsführerin der Stiftung WIN Wieselnetz, prüfte vor drei Jahren, ob das Gelände des Flugplatzes überhaupt als Lebensraum für Wiesel taugt. Ihr Fazit: Jagdgebiete sind vorhanden, aber Unterschlüpfe fehlen. Diese sind nötig, damit die Tiere ihre Jungen aufziehen und sich geschützt vor Füchsen, Graureihern und Greifvögeln ausruhen können.

Solche Unterschlüpfe werden nun im November gebaut: Die Flugplatzmitarbeiter und Pächter errichten rund fünfzig Steinhaufen, die jeweils einen Meter hoch sind und einen Durchmesser von drei Metern aufweisen. Gegner hat diese Massnahme keine. Die Pächter sind zufrieden, wenn weniger Mäuse unterwegs sind. Und die Wiesel beschädigen die Infrastruktur von Menschen nicht: «Manche Leute verwechseln Wiesel mit Steinmardern. Aber nur Letztere knabbern zum Beispiel Leitungsteile von Autos an», sagt Boschi.

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In den vergangenen Jahren wurden immer wieder einzelne Hermeline, eine Art von Wiesel, auf dem Gelände des Flugplatzes beobachtet. Boschi erwartet, dass, sobald die Steinhaufen angelegt sind, Hermeline aus der Umgebung zuwandern, bleiben – und sich fortpflanzen. Neue Wiesel werden keine ausgesetzt. Denn die Tiere verlassen laut Boschi den Aussetzungsort, wie Untersuchungen bei anderen Wildtieren gezeigt haben.

Das Problem mit Vogelschlag besteht bei jedem Flugplatz, auf der ganzen Welt. Von 2008 bis 2015 registrierte die Internationale Zivilluftfahrt-Organisation 97751 Meldungen von Vogelschlag in 91 Staaten, darunter auch die Schweiz. 90 Prozent aller Vorfälle passierten während der Start-, Anflug- und Landephasen – also im Bereich der Flugplätze.

Auf die Wiesel-Lösung setzt seit Juni 2018 auch der Militärflugplatz Emmen bei Luzern. Die Verantwortlichen kontrollierten erst vor wenigen Wochen, wo, wie und wann die Wiesel die Steinhaufen bewohnen. Die Auswertung der Daten steht noch aus.

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f_vog Bis die Wiesel zum Problem werden. Was kommt dann? Füchse? f_vog Alle Wiesel sehen aus als hiessen Sie Horst. f_vog Besser Kampfflugzeuge am Boden lassen und gleichzeitig ein paar Millionen Liter Kerosin sparen (und ein paar Milliarden Franken) f_vog Schaut man sich das Wappen von Meiringen an, scheint der Hasliadler hier heimisch zu sein.

f_vog Da „Greta“ jetzt das grosse Idol vieler Mitmenschen geworden ist, teile ich Ihre Bedenken, sehe jedoch eher „die Gefahr“ darin, dass nur noch wenige Jugendliche und deren Eltern per Flugzeug ✈️ verreisen werden. Vielleicht sind meine Vermutungen auch „falsch“ 😉 f_vog ? f_vog Ein Wiesel sass auf einem Kiesel inmitten Bachgeriesel. Wisst ihr weshalb? Die verriet es mir auf Twitter. Das raffinierte Tier tat es um der Schweizer Luftwaffe Willen. (Nach Morgenstern)

f_vog Echt jetzt? Greifvögel fressen doch auch Wiesel … 🤔 f_vog Ja wir ersetzen eine Plage mit einer anderen 🤔😂😎 sehr intelligent 🤓. Oder wann hat es einmal etwas gutes gebracht wenn der Mensch in die Natur eingegriffen hat 🤔🤔🤔

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