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Nabu, Kreuzfahrtranking

Ranking des Nabu: Kreuzfahrt kassiert heftige Schelte

Der #NABU hat 89 Kreuzfahrtschiffe bewertet – alle werden mit fossilen Kraftstoffen betrieben, die enorme Treibhausgasemissionen verursachen: #Kreuzfahrtranking

21.8.2019

Der NABU hat 89 Kreuzfahrtschiffe bewertet – alle werden mit fossilen Kraftstoffen betrieben, die enorme Treibhausgasemissionen verursachen: Kreuzfahrtranking

Der Naturschutzbund wirft der Branche in seinem jährlichen Kreuzfahrtranking vor, sich dem Klimaschutz zu verweigern. Deutsche Reedereien schneiden jedoch gar nicht so schlecht ab.

F.A.Z. Teilen muss sich das Schiff den ersten Platz in diesem Jahr mit der Costa Smeralda der italienischen Aida-Schwesterreederei Costa Crociere, die ebenfalls mit LNG betrieben werden soll, ihre Jungfernfahrt allerdings noch vor sich hat. Doch die Lorbeeren kommen mit einer Einschränkung: Erstmals hat der Nabu zusätzlich zur Luftschadstoffminderung auch die Klimabilanz der 89 in europäischen Gewässern eingesetzten Schiffe bewertet. Weil LNG das hoch-potente Klimagas Methan verursache, biete der Gasbetrieb mit Blick auf die Klimabilanz keine Vorteile, bemängelt der Nabu und verweist außerdem auf die erheblichen Eingriffe in die Umwelt, die zur Gewinnung des Gases notwendig seien. In der neuen Kategorie der Klimabilanz stechen nur zwei Urlaubsschiffe positiv heraus – beides sind Segelschiffe. Wie schon im Vorjahr fällt auf: Unter den ersten 20 Plätzen der Gesamtwertung finden sich besonders viele Schiffe deutscher Reedereien: 13 von ihnen gehören den hiesigen Anbietern Aida und TUI mit den Marken Hapag Lloyd und TUI Cruises. Sie konnten zum Beispiel damit punkten, kein Schweröl in der Arktis zu verwenden oder in den Häfen schon jetzt oder künftig auf Landstrom zurückzugreifen. Die Unternehmen erfreuen sich trotz der hitzigen Klimadebatte in der Republik eines ungebrochenen Zustroms an Gästen: Mehr als 2,2 Millionen Deutsche gingen im vergangen Jahr mit dem Schiff auf Reisen. Und 2019 dürfte das bislang wachstumsstärkste Jahr der Branche in Deutschland werden. Nur kleine Fortschritte Insgesamt stellt der Nabu der Branche ein schlechtes Zeugnis aus: Sämtliche der 89 bewerteten Schiffe würden mit fossilen Kraftstoffen betrieben, die enorme Treibhausgasemissionen verursachten. „Es ist ein Schlag ins Gesicht der Jugend, dass sich die Kreuzfahrtbranche im Grunde geschlossen dem Klimaschutz verweigert“, lautet das scharfe Urteil von Nabu-Geschäftsführer Leif Miller. Trotz einzelner Verbesserungen belaste der boomende Kreuzfahrtmarkt zunehmend das Klima. Zwar werde ein kleiner Teil der Flotte zunehmend sauberer. Der Großteil der Branche aber setzte weiterhin auf Schweröl und verzichte auf den Einsatz von Abgastechnik. Ab dem Jahr 2020 sind Reedereien international und nicht nur in Teilgebieten wie Nordsee und Ostsee verpflichtet, vom herkömmlichen Schweröl auf nahezu schwefelfreie Kraftstoffe umzusteigen, sofern sie ohne Abgasreinigungsanlagen zu See fahren. Diese Einschränkung verleite allerdings lediglich dazu, Reinigungsanlagen und weiterhin Schweröl zu nutzen statt teurere alternative Treibstoffe einzukaufen, kritisiert der Nabu weiter. Zu wenig Landstromanlagen Doch die Branche verspricht Besserung: Die Mitgliedsreedereien des Kreuzfahrt-Branchenverbands Clia haben sich freiwillig dazu verpflichtet, die CO2-Emissionen in der Flotte bis 2030 um 40 Prozent verglichen mit 2008 zu senken, unter anderem durch den vermehrten Einsatz von LNG. Auch alternative Antriebe werden erprobt: So stellt etwa die norwegische Reederei Hurtigruten demnächst ihr erstes Hybridschiff für Expeditionskreuzfahrten in Dienst, das in Fjorden und in der Arktis abschnittsweise elektrisch fährt. Aida wiederum will im Jahr 2020 erstmals Batterietechnik einsetzen . Die Selbstverpflichtung der Branche sollte nach Wunsch des Nabu von gesetzlichen Maßnahmen begleitet werden: „Die Steuerbefreiung für marine Kraftstoffe muss weg“, fordert der Nabu-Leiter für Verkehrspolitik Daniel Rieger im Gespräch mit der F.A.Z. Zwar lobt er die Innovationsbereitschaft in der Branche, die sie der Containerschifffahrt voraus habe. Die Reedereien müssten aber vor allem ihre alten Bestandsflotten nachrüsten. Zudem zeigte sich Rieger kritisch, ob angesichts des international wachsenden Marktes und der Aussicht auf rund 100 neue Kreuzer bis zum Jahr 2025 die absoluten CO2-Emissionen wirklich reduziert werden können. Für Rieger kommt insbesondere den Hafenstädten eine besondere Rolle zu. Hier plädiert er für ein Einfahrverbot für besonders „dreckige“ Schiffe sowie einen Ausbau der Infrastruktur für Landstrom. In Europa gibt es mit Hamburg und Kristiansand (Norwegen) nur zwei Häfen mit Landstromanlagen. Verband und Unternehmen üben Kritik Der deutsche Anbieter TUI Cruises, der mit seinen Schiffen Mein Schiff 1 bis 6 auf Platz 13 des Rankings landete, kritisierte in einer Stellungnahme gegenüber der F.A.Z. die Bewertungsmethoden des Nabu: „Das Nabu-Ranking stellt für uns keine faire Betrachtung des Umwelt-Engagements von TUI Cruises dar“, heißt es darin. So finde etwa die Planung des Unternehmens für die Nutzung von Landstrom keine Berücksichtigung. Auch die Clia wies die Vorwürfe des Nabu zurück: „Die Unterstellung, die Kreuzfahrtbranche verweigere sich im Grunde geschlossen dem Klimaschutz, ist ungerechtfertigt mit Blick auf die Vorreiterrolle, die die Kreuzfahrtbranche im maritimen Umweltschutz einnimmt“, heißt es in einer Stellungnahme. Das Bundesumweltministerium begrüßte gegenüber der F.A.Z., dass der Nabu dieses Jahr erstmalig Antriebe und Energieversorgung der Kreuzfahrtschiffe als Klimaschutz-Technologien erfasse und in einer gesonderten Kategorie ausweise. Ein Ministeriumssprecher merkte jedoch an, „dass die Reiseform Kreuzfahrt grundsätzlich mit einem hohen Energieverbrauch und umweltschädlichen Emissionen einhergeht. Dabei ist selbst bei weitgehender Reduzierung der stofflichen Belastungen eine Störung der Meeresumwelt durch physische Störung und Schalleinträge nicht vermeidbar und bei steigendem Aufkommen von erhöhter Bedeutung.“ false Weiterlesen: FAZ.NET

Alles stinkende Kreuzfahrtschiffe? Was ist eigentlich das Durchschnittsalter der Kreuzfahrtreisenden? Keine Panik! CO2 hat keinen Einfluss auf das Klima! Alles Schwachsinn! Lasst euch nicht manipulieren und steuern! Und jetzt die globalen Handelswege und deren Bedienung durch Frachtschiffe beleuchten.. Ach hab vergessen, dass Globalisierung gut ist und nicht kritisiert werden darf.

Vielleicht begutachtet die Lobbyorganisation des NABUs bald Medienunternehmen und deren Emissionen bei Unfähigkeit solche Berichte anständig einzuordnen. Jetzt machen Sie mir nicht noch Kreuzfahrten schmackhaft... Hatte mich bisher nicht dafür interessiert, aber wenn ich einen angenehmen Urlaub damit verbinden kann Linke zu ärgern, na, dann ist das ganz klar eine win-win Situation.

Geld ist halt immer noch wichtiger als das Klima. Mit Geld kann man sich ja später Klimaanlagen und Sauerstoffflaschen kaufen oder ich bin da eh schon tot. Ist das Problem meiner Kinder!¡!🙃🙃🙃🙃 Bingo!

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