Wladimir Putins perfideste Waffe: Brot

10.05.2022 14:46:00

Wladimir Putins perfideste Waffe: Brot.

Analyse, Ukraine

Wladimir Putin s perfideste Waffe: Brot.

Der russische Präsident droht mit Hunger – und hat damit bei Klimaleugnern und der industriellen Landwirtschaft Erfolg.

Erik Fyrwald, CEO von Syngenta.Bild: EPA/KEYSTONEWie weit sind diese Kassandra-Rufe berechtigt? Nur teilweise. In der «Washington Post» stellt die auf Nahrungsmittel spezialisierte Publizistin Annie Ciezadlo klar: «Es gibt eine Tendenz zu glauben, Leute würden verhungern, weil es zu wenig Nahrung gibt. In den letzten 60 Jahren ist dies jedoch niemals der Fall gewesen.»

Auch den durch Putins Krieg verursachten Mangel gilt es zu relativieren. Russland und die Ukraine mögen zwar Getreide-Exportweltmeister sein. «Zusammen machen sie jedoch nur 13 Prozent der gesamten Getreide-Produktion aus», so Ciezadlo. «Beim Weizen beträgt der Anteil der Ukraine bloss 3,7 Prozent. Dabei sind die weltweiten Reserven noch nicht berücksichtigt.»

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Militärparade in in Moskau – Dieser Tag des Sieges bleibt hinter Putins ErwartungenDie Welt rätselte, was Wladimir Putin an diesem 9. Mai verkünden würde. Dann war doch alles eher so wie immer: Soldaten, Panzer, Veteranen. Nur die ausländischen Gäste fehlten. (Abo) Die medien rätselten am meisten mit den experten die falsch lagen. Aber immer noch experten sein dürfen. Ukraine: Ein Gespräch setzt voraus, dass der andere recht haben könnte...

Putins kriegerische Siegesrede – «Sie planten eine Invasion in unser historisches Land»In Putins Rede beschuldigte er den Westen, Russland an zwei Fronten vernichten zu wollen, und verteidigt den Krieg in der Ukraine, der sich offenbar ganz auf die Ostukraine konzentrieren soll. (Abo)

Putins kriegerische Siegesrede – «Sie planten eine Invasion in unser historisches Land»In Putins Rede beschuldigte er den Westen, Russland an zwei Fronten vernichten zu wollen, und verteidigt den Krieg in der Ukraine, der sich offenbar ganz auf die Ostukraine konzentrieren soll. (Abo) 2018 zielten deutsche Truppen ja schon auf Russland. Aber auch die Schweizer Lügenpresse hat das verheimlicht. Ironie off Putin sagt seit vielen Jahren dasselbe, Darum wäre der Krieg vermeidbar gewesen. Aber USA lehnten es ab zu reden, das Problem friedlich zu lösen. In diesem Stellvertreterkrieg kann der Westen nun die Ukraine benutzen und Russland bekåmpfen, wie es die Herrn in Washington wollen.

Putins perverse Parade: Weitere Ukraine-Lügen in MoskauVon einer Generalmobilisierung oder gar einer konkreten Nuklear-Drohung fürchtete sich die Welt vor Putins Auftritt in Moskau am Montagmorgen. Doch dann trat der Kreml-Herrscher ans Mikrofon –und es kam alles anders. Die Welt muss aufhören ihn als ein Symbol der Angst und Gefahr zu sehen, er ist ein ganz 'normaler' Mensch mit vielen Charakterschwächen und sehr vielen Fehlern die ihn dort hingebracht haben wo er heute ist. Dass sein Erfolg Grenzen hat erfährt er gerade jetzt.

Putins Rede : «Ein dritter Weltkrieg ist für Russland nicht machbar»Das waren die Botschaften des russischen Präsidenten Wladimir Putin am «Tag des Sieges». Russland -Experte Alexander Dubowy ordnet ein. 🤣🤣🤣🤣🤣🤏 und seine scheisse ist immer noch heller wie sein hirn

Warum man mit einem Vergewaltiger keine Kompromisse abschliessen kannDie Rede von Wladimir Putin zeigt einmal mehr: Es gibt keine «diplomatische Lösung» in diesem Krieg.

hungern, weil wir mehr Bio kaufen.Silke Bigalke aus Moskau Frank Nienhuysen Publiziert heute um 20:17 Uhr Anstatt «1941–1945» wie üblich stehen an der diesjährigen Siegesfeier die Jahreszahlen «1945–2022» auf der grossen Leinwand: Ein T-34-Panzer aus der Sowjetzeit rollt über den Roten Platz.Publiziert heute um 12:28 Uhr 112 112 Sieht sein Land damals wie heute bedroht: Der russische Präsident Wladimir Putin, umringt von Veteranen des Zweiten Weltkriegs.Publiziert heute um 12:28 Uhr 56 56 Sieht sein Land damals wie heute bedroht: Der russische Präsident Wladimir Putin, umringt von Veteranen des Zweiten Weltkriegs.

» Aber nicht nur der Schwarze Kontinent ist bedroht. «Die Gefahr ist gross, dass wir in eine weltweite Ernährungskrise geraten», so Fyrwald weiter. Zu diesem Zeitpunkt hat Wladimir Putin seine Rede bereits gehalten, sind 11’000 Soldaten auf dem Roten Platz auf- und wieder abmarschiert, haben die geladenen Gäste das Spektakel ruhig und wegen des kalten Windes leicht fröstelnd verfolgt. Erik Fyrwald, CEO von Syngenta. Was die Militärtechnik betrifft, war der Aufmarsch sogar eher bescheiden: Wegen schlechten Wetters wurde auf die Vorführung der Luftwaffe verzichtet, welche die russische Trikolore und das berüchtigte an den Himmel malen sollte. Bild: EPA/KEYSTONE Wie weit sind diese Kassandra-Rufe berechtigt? Nur teilweise.. In der «Washington Post» stellt die auf Nahrungsmittel spezialisierte Publizistin Annie Ciezadlo klar: «Es gibt eine Tendenz zu glauben, Leute würden verhungern, weil es zu wenig Nahrung gibt. Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.

In den letzten 60 Jahren ist dies jedoch niemals der Fall gewesen..» Auch den durch Putins Krieg verursachten Mangel gilt es zu relativieren. Russland und die Ukraine mögen zwar Getreide-Exportweltmeister sein. «Zusammen machen sie jedoch nur 13 Prozent der gesamten Getreide-Produktion aus», so Ciezadlo. «Beim Weizen beträgt der Anteil der Ukraine bloss 3,7 Prozent.

Dabei sind die weltweiten Reserven noch nicht berücksichtigt.» Zuerst die Pandemie und nun Putins Krieg haben zudem die Getreidepreise explodieren lassen. Das schmerzt die Konsumenten, für die Bauern hingegen ist dies ein Anreiz, ihre Produktion zu erhöhen. Von Iowa bis Indien haben sie angepflanzt als gäbe es kein Morgen. Die Reis-Produktion befindet sich auf einem Allzeit-Hoch.

Auch der Weizen-Anbau hat massiv zugelegt. Angie Setzer von der Landwirtschafts-Beratungsfirma Consus erklärt daher: «Wenn alle die Nerven behalten, sollte genug für alle vorhanden sein.» Einmal mehr zeigt sich, dass Hunger primär ein Verteil-Problem ist. «Die wirkliche Gefahr ist kein globaler Getreidemangel» so Ciezadlo. «Es ist vielmehr eine von Furcht getriebene Panik, welche die Preise in die Höhe treibt und die wirklich Hungrigen von der Nahrung abschneidet.

» Es gibt somit tatsächlich Länder, in denen wegen Putins Krieg eine Hungerkatastrophe droht. Der Sudan beispielsweise importiert rund 80 Prozent seines Getreides aus Russland und der Ukraine. Gleichzeitig gibt es eine Hyperinflation, die dazu führt, dass sich die Menschen kein Brot mehr leisten können, selbst wenn das Getreide vorhanden ist. Proteste im Sudan. .