Was İch Wirklich Denke, Sbb, Öv

Was İch Wirklich Denke, Sbb

Ein junger SBB-Kondukteur erzählt, welche Reisenden wirklich die schlimmsten Kunden sind

Ein SBB-Kondukteur erzählt, warum die Schweizer zu dumm für Sparbillette sind.

24.1.2020

Ein SBB -Kondukteur erzählt, warum die Schweizer zu dumm für Sparbillette sind.

Meine Name ist Dominik. Ich bin Kondukteur bei den SBB . Ja, ich sage immer noch Kondukteur, auch wenn das die SBB nicht gerne hören. Einmal war unsere …

Diese 29 Karten findest du nur lustig, wenn du auf Flachwitze stehst Was ist «Was ich wirklich denke»? Wir gestehen: Bei der Idee für «Was ich wirklich denke» haben wir uns schamlos beim «Guardian»-Blog «What I'm really thinking» bedient. Wir mussten fast, denn die Idee dahinter passt wie die Faust aufs Auge auf unseren alten Claim «news unfucked». Es geht darum, Menschen, Experten, Betroffene anonym zu einem Thema zu Wort kommen zu lassen, ohne dass diese dabei Repressalien befürchten müssen. Roh und ungefiltert. Und wenn du dich selber als Betroffener zu einem bestimmten Thema äussern willst, dann melde dich bitte unter wasichdenke@watson.ch. Die Namen unserer Gesprächspartner sind frei erfunden. Dominik fährt seit acht Jahren als SBB-Kondukteur kreuz und quer durch die Schweiz, ausser ins Tessin. Dominik bezeichnet Passagiere schon mal als «Idiot». Meistens Dominik nennt den Bombardier-Pannenzug «Bombe», den ICE «Weisswurst». Meine Name ist Dominik. Ich bin Kondukteur bei den SBB . Ja, ich sage immer noch Kondukteur, auch wenn das die SBB nicht gerne hören. Einmal war unsere Bezeichnung Reisezugbegleiter, aktuell lautet sie Kundenbegleiter. Diese Begriffe versteht jedoch kein Mensch. Was mich momentan wirklich nervt, sind nicht die Verspätungen und Zugsausfälle (2019 war wirklich ein katastrophales Jahr). Nicht die immer mehr Reisenden, die per Facetime-Video telefonieren. Direkt im Abteil. Mit Lautsprecher! Nicht die Besoffenen, die frühmorgens halbtot auf dem Perron liegen. Nein, es sind die Sparbillette. «Böse gesagt – die Schweizer sind schlicht zu dumm für Sparbillette.» Die Sparbillette entwickeln sich für uns Kondukteure zunehmend zu einer Plage, die sich wegen der vielen Werbung extrem schnell ausbreitet. Für uns sind sie Hölle statt Segen. Denn ich habe das Gefühl – etwas böse gesagt – die Schweizer sind schlicht zu dumm für Sparbillette. Warum? Jeder sollte inzwischen wissen, dass Sparbillette nur für einen bestimmten Zug gültig sind. Aber fast jedes Mal, wenn ich vor einem Zug stehe, kommt ein Typ mit dem Sparbillett und fragt, ob er nun trotzdem einen früheren Zug nehmen könne. Da denke ich: Sorry, ‹selber schuld›. Bei den Sparbilletten muss man sehr streng sein, sonst ufert es aus. Ein Beispiel: Kürzlich zeigte mir ein Mann am Nachmittag im Intercity nach Brig sein Sparbillett für einen Zug um 23 Uhr! Logischerweise ist dann das Ticket supergünstig. Ich sagte ihm, dass er auf dem falschen Zug sei und sich ein richtiges Ticket kaufen müsse. Dann antwortete der Mann, er habe gehört, dass am Sonntag die Zugsbindung für Sparbillette nicht gelte. So ein Quatsch. Und dann kommt immer die Forderung nach Kulanz. HALLO? Ich sage, ob ich kulant bin, nicht der Kunde. Kulanz heisst nicht, dass alle fahren können, wie und wo sie wollen. «Kulanz heisst nicht, dass alle fahren können, wie und wo sie wollen.» Noch ein Exempel gefällig? In übervollen Pendlerzügen glauben Reisende, sie können jetzt Selbstjustiz betreiben und ihre eigenen Regeln aufstellen. Sitzen mit einem 2.-Klasse-Ticket in die 1. Klasse. Sicher nicht! Das gibt dann richtig unschöne Diskussionen. Meistens klagen die Sünder dann noch, dass ich sie vor den anderen Passagieren blossstelle. Die ewigen Platzdiskussionen sind für das Zugpersonal mühsam. Pro Tag gibt es nur ganz wenige Züge, wo man wirklich keinen Sitzplatz findet. Aber viele Reisende haben das Gefühl, ein Viererabteil sei bereits mit zwei Leuten besetzt. Wenn zwei Plätze frei sind, ist es aber in Gottes Namen nicht voll. Dann müssen halt die Taschen von den Sitzen runter. Aber, liebe User, denkt jetzt nicht, dass ich mich gerne im Zug als Chef aufspiele. Vielmehr versuche ich ein möglichst guter Gastgeber zu sein. Bei Pöbel-Passagieren hört aber der Spass auf. Kürzlich rastete ein Typ total aus. Dies nur weil ich ihn gebeten hatte, den Swisspass richtig aus seinem Portemonnaie hervorzuholen. Er sagte mir, ich sei ein Arsch**** und schikaniere die Leute. Seine Frau versuchte ihn zu besänftigen und entschuldigte sich für sein Verhalten. Aber seien wir ehrlich: Es vergeht keine Woche, wo du nicht als Idiot oder Arschloch bezeichnet wirst. Ich habe das Gefühl, wir Kondukteure werden zunehmend zum Blitzableiter für die wahren Probleme der Menschen. «Ältere Kunden suchen oft krampfhaft das Negative.» Dazu kommt die Wohlstandsverwahrlosung. Leider gibt es viele, oft ältere Kunden, die krampfhaft etwas Negatives suchen. Ein Beispiel aus der 1. Klasse auf dem Weg von Weiterlesen: watson News

Als SBB Lokführer kann ich ihm nachempfinden! Danke für die Offenheit. Und ja wir Lokführer reden sehr gerne in der Pause...wenn wir einmal einen Gesprächspartner finden. 😂 Als Vielreisender muss ich sagen: Ich verstehe ihn gut!

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