Corona-Krise: Erster Swiss-Flug von Zürich nach Berlin - Blick

Mein erster Flug nach Corona: Von der Leere ins Kabinengedränge

04.06.2020 01:28:00

Mein erster Flug nach Corona: Von der Leere ins Kabinengedränge

Vieles ist anders und aufwendiger als vor Corona, wie BLICK-Redaktorin Franziska Scheven (35) feststellen musste, als sie nach dem Corona-Lockdown erstmals wieder mit der Swiss abhob. Ihre Eindrücke zum Flug von Zürich nach Berlin.

Franziska Scheven2/28Beim Aussteigen stehen die Passagiere dicht an dicht. Alle wollen das Flugzeug wie immer schnell verlassen.Franziska SchevenIm 10er-Tram zum Flughafen waren für einen Freitagnachmittag kaum Menschen an Bord.Franziska SchevenJeder Passagier muss vor der Landung diese Aussteigekarte ausfüllen.

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Franziska Scheven28/28Ankunft in Berlin. Auch hier sind kaum Menschen zu sehen.Endlich setzt sich die vollbesetzte Maschine LX970 in Bewegung. Eng sitze ich mit den anderen Passagieren beieinander, die es wie mich von Zürich nach Berlin zieht. Endlich wieder mal raus. Verreisen.

Es ist ein komisches Gefühl, im vollen Flieger zu sitzen. Viele ziehen sich den Mundschutz gleich wieder ab, den sie beim Einsteigen noch getragen haben. Das beunruhigt einige Passagiere.Hinter mir höre ich eine Person den Nachbarn bitten: «Würde es Ihnen etwas ausmachen, Ihre Maske für die Dauer des Fluges wieder aufzusetzen?» Kurze Stille. «Natürlich», kommt die Antwort dann höflich zurück. Auch mein Sitznachbar rutscht unruhig hin und her. Wohlsein sieht anders aus.

Ein Privileg zu fliegen«Es ist ein Privileg, gesund zu sein und heute fliegen zu dürfen», sagt ein etwa 60-jähriger Fluggast, der seine Maske ebenfalls abgenommen hat.Doch die alte Selbstverständlichkeit des Fliegens ist dahin. Vom Gefühl der grenzenlosen Freiheit über den Wolken spüre ich vor Anspannung nichts. Dafür fühle ich mich am Flughafen weniger gestresst.

Gespenstische LeereDer Flughafen ist fast menschenleer. Mit meiner Dackelhündin Lexi (8 Monate) laufe ich an leeren Schaltern vorbei bis zum Swiss-Check-in. Nur fünf Passagiere stehen an. Es ist ruhig. Von der Hektik, die hier üblicherweise herrscht, keine Spur. Die Swiss-Mitarbeiter erledigen das Check-in hinter Plexiglasscheiben. Handgepäck und Hund dürfen wie gewohnt mit an Bord.

Kaum SicherheitsabstandBei der Sicherheitskontrolle erinnern rote Kleber am Boden an den Zwei-Meter-Abstand. Desinfektionsspender stehen bereit. Die Beamten tragen Masken. Trotzdem: Die Passagiere scheinen die Abstandsregeln nicht zu kümmern. Sie stehen nah hintereinander an.

Wären mehr Passagiere unterwegs, bereitete mir die Nähe Bauchschmerzen. Aber nicht heute in diesen fast schon gespenstisch leeren Hallen.Körperkontakt in der KabineIch erreiche Gate A71. Zum ersten Mal seit Beginn meiner Reise finde ich nun deutlich mehr Menschen auf einmal vor. Sogar der Kinderspielplatz wird rege besucht.

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Beim Einsteigen werden wir aufgefordert, den Sicherheitsabstand zur anderen Person einzuhalten. Die meisten Passagiere tragen einen Mund-Nase-Schutz. Im Flugzeug dann der Stau: Alle stehen dicht gedrängt im Gang und versorgen ihr Handgepäck. Kein Sitzplatz bleibt frei.

Die Sicherheitseinweisung an Bord kommt neu mit Corona-Anpassung: «Im Notfall ziehen Sie die gelbe Sauerstoffmaske an Ihr Gesicht. Bevor Sie sie auf Mund und Nase drücken, vergessen Sie nicht, Ihre Schutzmaske auszuziehen!» Macht Sinn. In anderen Airlines wie der

ist das Maskentragen an Bord auch für Passagiere Pflicht.Bordservice mit MaskeBald nach dem Start verteilen die Flight Attendants mit Mundschutz Getränke. Auch eine Schoggi gibt es. Zum Konsumieren müssen selbst die letzten Passagiere die Maske abnehmen – wenigstens kurz.

An meinem Sitzplatz fällt mir auf: Es gibt keine Inflight-Magazine mehr. Nur die Karten mit den Sicherheitshinweisen liegen noch aus.Wahrscheinlich hat sich die Swiss gedacht: Wenn die Passagiere eh schon so nah zusammensitzen, dann braucht es auch vor dem WC keinen Abstand. Ich stehe Schlange im Gang, nirgends Abstandsmarkierungen. Der Getränkeservice muss auch noch durch. Ein Gedränge – die Einhaltung des Sicherheitsabstandes von zwei Metern ist unmöglich.

Papierkram auf 7000 Meter HöheAuf halber Flugstrecke nach dem Getränkeservice verteilt ein Flugbegleiter die neuen Corona-Aussteigekarten. Heimatort, vorübergehende Anschrift und Notfallkontakt müssen hier «zum Schutz der Gesundheit» unter anderem angegeben werden.

Kurz vor der Landung noch der Hinweis: In Deutschland besteht Maskenpflicht. Das Freiheitsgefühl über den Wolken war vor Corona deutlich grösser.Swiss büsst wegen Corona einDie Corona-Krise hat im ersten Quartal 2020 Bremsspuren im Ergebnis der Swiss hinterlassen. Der Umsatz brach gegenüber dem Vorjahresquartal um 20 Prozent auf 923 Millionen Franken ein, wie die Swiss mitteilte. Die Airline erleidet einen operativen Verlust von 84,1 Millionen Franken, nach einem Gewinn von 48,3 Millionen Franken im Vorjahresquartal. Immerhin: Für die Juni-Flüge herrsche rege Nachfrage.

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Franziska Scheven zeigt wie man es nicht machen soll. Eine Maske nutzt genau nichts, wenn sie an einem Ohr herunterhängt und nicht korrekt angezogen ist. An solch abschreckenden Beispielen sollte man sich nicht orientieren.

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