Ex-Kadermann über Banker-Kultur – «Milieubesuche sind absolut tabu»

Der Fall Vincenz rückt die Welt der Topmanager ins Rampenlicht – das sagt ein Ex-Kadermann über die Banker-Kultur. (Abo)

24.01.2022 22:00:00

Der Fall Vincenz rückt die Welt der Topmanager ins Rampenlicht – das sagt ein Ex-Kadermann über die Banker-Kultur. (Abo)

Der Fall Pierin Vincenz wirft ein Licht auf das Selbstverständnis von Topmanagern. Doch entspricht das öffentliche Bild des überheblichen, masslosen Bankers der Wahrheit? Ein früherer Kadermann ordnet ein.

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Publiziert heute um 18:09 Uhr 11 Kommentare 11 «Ich muss leider viele Klischees zerstören»: Andreas Russenberger auf dem Zürcher Paradeplatz, dem Symbol für den Schweizer Finanzplatz. Foto: Urs Jaudas Andreas Russenberger, Sie waren während mehreren Jahren Spitzenbanker bei der Credit Suisse, hatten zuletzt rund 300 Mitarbeitende unter sich. Wie sah Ihr Alltag aus? Meetings, Meetings, Meetings. Die Agenda ist auf Monate hin ausgebucht. Wann du morgens mit der Arbeit beginnst und wann du aufhörst, kannst du nicht mehr genau sagen. Alles fliesst ineinander. Früher Banker, heute Krimiautor Infos einblenden Andreas Russenberger (Jahrgang 1968) war rund 20 Jahre lang bei der Credit Suisse tätig, zuletzt leitete er bis 2015 die globale Vermögensverwaltung der Grossbank. Ausserdem war er Verwaltungsrat der Credit Suisse London. Heute ist der studierte Historiker und Politologe Schriftsteller. 2020 erschien im Gmeiner-Verlag sein Krimi-Bestseller «Paradeplatz», ein Jahr später folgte der Nachfolgeroman «Bahnhofstrasse». Im Sommer wird der dritte Band («Langstrasse») erscheinen. Russenberger lebt mit seiner Familie in Erlenbach ZH. (thu)