Israel: Es drohen Kampftage bis zum Wochenende

Experten rechnen nach der Eskalation zwischen radikalen Palästinensern und Israel mit anhaltender Gewalt – an einer großen Konfrontation habe niemand Interesse

11.05.2021 19:31:00

Experten rechnen nach der Eskalation zwischen radikalen Palästinensern und Israel mit anhaltender Gewalt – an einer großen Konfrontation habe niemand Interesse.

Experten rechnen nach der Eskalation zwischen radikalen Palästinensern und Israel mit anhaltender Gewalt – an einer großen Konfrontation habe niemand Interesse

pocket„Plötzlich loderten Autoreifen auf dem Asphalt. Dutzende Vermummte warfen Steine auf unser Auto. Ein schwerer Felsbrocken zertrümmerte die Frontscheibe. Er fiel zwischen mir und meinen Sohn auf den Beifahrersitz. Nur wenige Zentimeter und Knochen hätten brechen können.“

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Aufgebrachte JugendlicheDer Journalist Eres Cohen kehrte in der Nacht zum Dienstag spät von Dreharbeiten am Gazastreifen zurück. Und stand plötzlich vor einem Mob aufgebrachter Jugendlicher. Nicht irgendwo in den besetzten Gebieten. Die Angreifer kamen aus dem arabischen Nachbardorf. Fast auf Sichtweite zum eigenen Haus in Beer Schewa im Süden Israels. Als jemand seine Reifen mit einem Messer durchlöchern wollte, startete er durch und konnte flüchten.

Kabinett im BunkerIn dieser Nacht weiteten sich die „lokalen Unruhen“ der letzten Wochen in Ost-Jerusalem zu Feindseligkeiten aus, die ganz Israel überzogen. Mit Steinen, Brandsätzen, Schockgranaten, Tränengas und schweren Raketen. Vor allem aber Frust und auch Hass. Im Süden wie im Norden. Die Raketen der militanten Terrorgruppen Hamas und des Dschihad aus Gaza flogen diesmal weiter als sonst. Auch in Richtung Jerusalem. Die Nachtsitzung des israelischen Kabinetts wurde in den Bunker verlegt. headtopics.com

250 RaketenIn den Morgenstunden danach wurden erneut 300 Raketen auf Israels Süden abgefeuert. In Aschkelon wurde eine 80-Jährige getötet, ihr Mann schwer verletzt. Während des Tages schlugen bis zum Nachmittag weitere 250 Raketen im Süden ein. Zwei Frauen wurden getötet.

Panik in einer israelischen Siedlung © Bild: APA/AFP/MAHMUD HAMSUmgekehrt meldete die Hamas 26 Tote nach israelischen Gegenschlägen im Gazastreifen. Darunter neun Kinder, aber auch Samech Abd el-Mamluk, der Kommandeur der Raketenwerfer-Einheit der militanten „Dschihad“-Islamisten und weitere Anführer.

Israels Gegenschläge zielten in der Nacht noch auf die üblichen „Einrichtungen“ der Hamas ab. Meist gleich hinter dem Sperrzaun. Als dann Raketen auch am Tage abgefeuert wurden, nahm die israelische Armee Verstecke von Kommandeuren ins Visier. Sie liegen oft in zivilen Wohngegenden. Seit 2019 hat es solche „gezielten Tötungen“ nicht mehr gegeben.

„Wir befinden uns im Krieg“, heißt es aus der Dschihad-Bewegung. Kurz danach kam eine weitere Stellungnahme: „Wir rechnen schon in den nächsten Tagen mit dem Beginn von Vermittlungen.“ Soll heißen, man rechnet – so wie Israel – mit wenigen Kampftagen. headtopics.com

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Gerüchte um HamasAuch die Hamas versucht Kampfgeist zu signalisieren. Hinter den Kulissen aber gibt es Gerüchte: Der militärische Flügel habe beim Befehl zum Raketenhagel auf Israel die politische Führung übergangen. Denn auch die Militanten in der Hamas hätten Interesse, die Lage angespannt zu halten. Das Kalkül: Militärische Kämpfe könnten die internationale Isolation der Organisation vielleicht etwas lockern. Und sie auch politisch aufwerten. Doch ein Einmarsch Israels in den Gazastreifen würde ihrer militärischen wie auch politischen Handlungsfähigkeit nur schaden. Sie darf den Bogen also auch nicht überspannen.

Erdogan verspricht UnterstützungAus der arabischen Welt kommen jedenfalls Solidaritätsaufrufe. Auch aus Staaten, die ihre diplomatischen Beziehungen mit Israel normalisiert haben. Aus der Türkei verspricht Präsident Recep Erdoğan seine Unterstützung. Doch gilt die Solidarität „den Palästinensern“. Nicht „der Hamas“.

Aus den USA kommt Kritik an der israelischen Politik in Ost-Jerusalem. Doch wird Israels Recht auf Selbstverteidigung mit keinem Wort angezweifelt. Israels Staatspräsident Reuven Rivlin lud alle EU-Botschafter in seine Residenz und bekräftigte: „Kein Staat der Welt würde solche Angriffe gegen seine Souveränität einfach hinnehmen.“

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