Zertifikatspflicht in Restaurants – Viel Lärm um nichts?

Verstösse, Bussen, Schutzkonzepte: Das zeigen die ersten Daten der kantonalen Kontrollen bei Wirten und Wirtinnen.

22.10.2021 18:30:00

Nur vereinzelt mussten Bussen verteilt werden und die meisten Gastrobetriebe zeigten sich erfreut über die Kontrollen.

Verstösse, Bussen, Schutzkonzepte: Das zeigen die ersten Daten der kantonalen Kontrollen bei Wirten und Wirtinnen.

Tagen im September erfasst.Wer die Kontrollen machen muss, bestimmen die Kantone. Diese haben auch Spielraum in der Art, wie und wie streng sie kontrollieren. Entsprechend lassen sich die Werte aus den einzelnen Kantonen nicht direkt vergleichen. Den Datenlücken nach zu schliessen, geht in einigen Kantonen die Meldung oder beim BAG das Nachtragen der Daten von Zeit zu Zeit vergessen.

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(mbb)Die Kantone haben dem BAG für die Kalenderwochen 39 und 40 – die Zeit zwischen dem 27. September und dem 10. Oktober – insgesamt 2501 Kontrollen in Restaurationsbetrieben gemeldet. Bloss in 41 Fällen wurde die neue Regel missachtet. 98 von 100 Wirtinnen und Wirte haben also alles richtig gemacht – oder zumindest nichts so falsch, dass die Kontrolleur

innen und KontrolleureSanktionen ergriffen hätten. Weitaus öfter als das Prozedere mit dem Zertifikat wurden fehlende oder nicht genügende Schutzkonzepte beanstandet.Konsequent umgesetzt wird die Zertifikatspflicht gemäss den Daten auch in Nachtlokalen und Hotels. In diesen zwei Wirtschaftsbereichen haben die kantonalen Kontrolleure gar keine Anbieter gefunden, die sich um die Regel foutierten. headtopics.com

InIndoor-Freizeitbetrieben – den Kinos und Fitnessstudios –wurdeein Mangel bei der Zertifikatskontrolle beanstandet, und eine von166 Veranstaltungskontrollenzog eine Meldung nach sich.In der ersten Arbeitswoche nach der Einführung der Regel wurden in Zürich bei rund 600 Kontrollen in Restaurants und Freizeitzentren drei Betreiber verzeigt.

Wie viele Probleme es direkt nach der Einführung der Zertifikatspflicht gegeben hat, ist aus der Statistik nicht ersichtlich. Der Grund: Die Datenerhebung zu diesem Punkt startete erst zwei Wochen später.Buch geführt hat aber der Kanton Zürich. In der ersten Arbeitswoche nach

der Einführung der Regel wurden bei rund 600 Kontrollen in Restaurants und Freizeitzentren drei Betreiber verzeigt. Das entspricht einem halben Prozent. Zudem wurden zweiGäste mit Ordnungsbussen bestraft. Allerdings sind das nur die gravierenden Fälle. Normalerweise würden die Wirtinnen und Wirte in einem ersten Schritt auf den Missstand aufmerksam gemacht. Und sie erhalten Gelegenheit

,das Problem zu lösen.Ähnlich im Kanton Bern: «Die meisten Betreiber setzten die Vorgaben der Behörden sehr gut um», sagt Gundekar Giebel, Mediensprecher bei der Gesundheitsdirektion. «Und sie reagieren auch positiv darauf, dass dies überprüft wird.» Einige Betreiber seien zu Beginn verunsichert gewesen. In solchen Fällen headtopics.com

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werde das Gespräch gesucht.Die meisten Betroffenen hätten die Missstände daraufhin umgehend behoben. «In einigen Fällen kam es aber zu einer Anzeige», sagt Giebel,ohne Zahlen zu nennen. «Und vereinzelt waren Betriebsschliessungen nötig, da die Vorgaben wiederholt nicht eingehalten worden waren.»

Viele Kantone haben direkt nach der Einführung der Zertifikatspflicht die Anzahl Kontrollen in Restaurants und Bars stark erhöht, wie aus der Zusammenstellung des BAG hervorgeht: Im August wurdengut 410Kontrollen gemacht.In der ersten Woche nach Start der Zertifikatspflicht waren es hingegen mehr als viermal so viele: 1769.

Noch weitaus mehr Kontrollen fanden indes gegen Ende des letzten Jahres statt. Für die Woche bevor der Bundesrat wegen der angespannten epidemiologischen Lage die Gastrobetriebe schliessen liess, sind schweizweit über 3000 Kontrollen dokumentiert.

Seit der Wiedereröffnung der Restaurantterrassen im April dieses Jahressindinsgesamt rund 23’700-mal in Restaurants und Bars aufmarschiert.Am meisten Kontrollen gab es in den Kantonen Zürich, Waadt, St. Gallen und Graubünden. Am häufigsten beanstandet wurden Probleme mit dem Schutzkonzept sowie eine ungenügende Erhebung von Kontaktdaten. headtopics.com

Mathias Bornist Datenjournalist beim Recherchedesk und Mitglied des Tamedia-Netzwerks Datenjournalimus. Er bearbeitet seit dem Jahr 2000 als Journalist Technik- und Servicethemen. Mathias Born hat ein Studium in Medienwissenschaft sowie eine Datenjournalismus-Ausbildung abgeschlossen.

Publiziert heute um 13:38 Uhr Weiterlesen: Tages-Anzeiger »

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