Verteuerter Benzinpreis – Autofahrer haben 650 Millionen zu viel bezahlt

Wegen dem Klima-Aufschlag an der Zapfsäule haben Schweizer Autofahrerinnen und Autofahrer 650 Millionen zu viel fürs Benzin bezahlt.

22.10.2021 12:24:00

Wegen dem Klima-Aufschlag an der Zapfsäule haben Schweizer Autofahrerinnen und Autofahrer 650 Millionen zu viel fürs Benzin bezahlt.

Benzin ist wegen Klimaschutzauflagen um 2 Rappen pro Liter teurer. Doch die Treibstoffimporteure haben fast doppelt so viel CO₂ kompensiert, als sie mussten.

Doch das könnte sich ändern, wenndie vorberatende Umweltkommission des Ständerats, die diesen Donnerstag und Freitag tagt,das Übergangsgesetz berätUmweltverbände fordernjetzt, dass sich die Treibstoffimporteure nur jene Emissionsreduktionen anrechnen lassen dürfen, die nach 2020 erfolgt sind. «Sonst werden bestehende und neue Klimaschutzprojekte um jene 6 Millionen Tonnen

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CO₂weniger gefördert», sagt WWF-Klimaexperte Patrick Hofstetter. Betroffen seien etwa Biogasprojekte, Holzschnitzelfeuerungen und Fernwärmenetze.Klik-Geschäftsführer Berg widerspricht. Die Branche geht davon aus, dass die Kompensationspflicht bis 2030 weitergeführt wird und sie dafür total 20 Millionen Bescheinigungen benötigen wird. Die 6 Millionen Bescheinigungen aus der Periode 2013 bis 2020 seien gewissermassen eine Vorleistung der Autofahrer, so Berg. Es brauche aber so oder so weitere Anstrengungen

und damit neue Investitionen in Klimaschutzprojekte. Die Förderverträge mit den Projektpartnern seien denn auch bereits bis 2030 verlängert worden.«Eine Doppelanrechnung wäre ein Bschiss und brächte weniger Klimaschutz.» headtopics.com

Patrick Hofstetter, WWF SchweizWie lange die Kompensationspflicht bestehen bleibt, ist politisch indes noch nicht entschieden. Auch nicht, wie stark der Satz steigen wird. Das Übergangsgesetz soll dem Bundesrat das Recht einräumen, ihn bis auf 40 Prozent anzuheben; derzeit liegt er bei 12 Prozent. Mit dem neuen, aber abgelehnten

CO₂-Gesetz hätte er bis auf 90 Prozent steigen können. Für WWF-Experte Hofstetter zeigt der Fall, dass die Treibstoffimporteure in der Vergangenheit zu Unrecht über angeblich scharfe Klimaauflagen der Politik gejammert hätten. «Der Bund hätte ihnen viel strengere Klimaziele auferlegen müssen.» Umso stossender sei, dass die Branche nun auch noch dafür belohnt werden solle.

Die Umweltverbände kritisieren zudem, dass die Emissionsreduktionen nun zweimal an die Ziele desCO₂-Gesetzes angerechnet werden,einmal in der Periode 2013 bis 2020 und einmal 2021 bis 2024. «Eine solche Doppelanrechnung wäre ein Anrechnungsbschiss und

brächteweniger statt mehr Klimaschutz», sagt Hofstetter.Das Bundesamt für Umwelt (Bafu) dementiert indes. Doppelzählungen könnten nicht auftreten, weil inländische Bescheinigungen nicht an das gesetzliche Verminderungsziel anrechenbar seien. Hierfür entscheidend seien die Emissionen gemäss Treibhausgasinventar sowie im Ausland erbrachte Verminderungen. headtopics.com

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Einen anderen Schluss als die Umweltverbände zieht SVP-Nationalrat Albert Rösti: «Dass die Autofahrer bisher zu viel für Kompensationsmassnahmen bezahlen mussten, spricht erneut für den Antrag, den Deckel bei 1,5 Rappen pro Liter zu belassen.» Der Hintergrund: Die Treibstoffimporteure durften bis jetzt wegen der Klimaschutzauflagen maximal 5 Rappen pro Liter auf den Benzinpreis draufschlagen. Die Mehrheit der Parteien will diesen im geltenden

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Das Volk hat das CO2-Gesetz abgelehnt, also muss das Benzin billiger werden. Die CO2-Schikanen schaden dem Mittelstand, ohne den Umweltschutz nicht funktioniert.