Klimaschutz - Ist das Nein der Jungen zum CO₂-Gesetz ein Nein zur linken Umweltpolitik?

Ist das Nein der Jungen zum CO₂-Gesetz ein Nein zur linken Umweltpolitik? SP und Klimastreik halten dagegen.

18.06.2021 22:28:00

Ist das Nein der Jungen zum CO₂-Gesetz ein Nein zur linken Umweltpolitik? SP und Klimastreik halten dagegen.

Eine Mehrheit der unter 34-Jährigen lehnte das CO₂-Gesetz ab. Ist das ein «Volksaufstand» der Jungen, ein Protest gegen die «grüne Welle»? SP und Klimastreik halten dagegen.

5Ist das Nein zum CO2-Gesetz ein «Volksaufstand» gegen «das Diktat der Eliten», wie die Weltwoche schreibt?20min/Marco ZanggerDie Nachbefragung von 20 Minuten und Tamedia zeigte, dass eine Mehrheit der unter 34-Jährigen das CO2-Gesetz ablehnte.

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20min/Matthias Spicher«Die ‹grüne Welle› ist verebbt, das ist klar», sagt SP-Fraktionschef Roger Nordmann. Das Resultat sei aber keine grundsätzliche Ablehnung der Umweltpolitik der Linken.PARLAMENTSDIENSTEDarum gehtsWährend 54 Prozent der über 65-Jährigen für das CO2-Gesetz stimmten, hielten vor allem Junge dagegen.

Für die «Weltwoche» ist das Resultat ein Signal, dass sich die Schweizer Stimmbevölkerung «gegen das Diktat der Eliten» aufgelehnt hat.SP-Fraktionschef Roger Nordmann und Cyrill Hermann vom Klimastreik widersprechen scharf. headtopics.com

Mit 51,6 Prozent Nein-Stimmen ist das revidierte CO2-Gesetz am letzten Sonntag an der Urne abgestürzt. DieNachwahlbefragungen von 20 Minuten und Tamediamit 16’249 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zeigen: Keine Altersgruppe sagte deutlicher Nein zum Gesetz als die 18- bis 34-Jährigen. Während 58 Prozent der unter 34-Jährigen Nein stimmten, war die Zustimmung zum CO2-Gesetz bei den Ältesten am grössten: 54 Prozent der über 65-Jährigen legten ein Ja in die Urne.

In der Nachbefragung begründeten nur 2 Prozent ihr Nein damit, dass ihnen das Gesetz zu wenig weit gehe. Das Argument gewisser Klimastreik-Exponenten und -Exponentinnen war also nur bei einer extrem kleinen Minderheit ausschlaggebend. Laut der Befragung war vielmehr die Furcht vor höheren Kosten das Hauptargument gegen das CO2-Gesetz – auch bei den Jungen.

Die «Weltwoche» (Bezahlartikel) bezeichnet das Resultat deshalb als «Zäsur in der internationalen Klimapolitik», als «Volksaufstand», in dem sich die Schweizer Stimmbevölkerung «gegen das Diktat der Eliten» aufgelehnt hat. «Die Schweizer gehen in den Klimastreik, nur anders als von den Mächtigen angedacht. Sie wollen weniger statt mehr staatliche Massnahmen gegen den Klimawandel.»

Klimapolitik der kleinen SchritteIst das Nein zum CO2-Gesetz ein Nein zur Umweltpolitik der Linken und des Klimastreiks? «Nein, aber die ‹grüne Welle› ist verebbt, das ist klar», sagt SP-Fraktionschef Roger Nordmann. «Die abgelehnte Vorlage hat gezeigt, dass die Politik der grossen Töne, des ständigen Überbietens mit noch ehrgeizigeren Klimazielen ausgedient hat.» Es sei deutlich geworden, dass die Idee einer über das Portemonnaie geregelten Klimapolitik in grösserem Ausmass nicht akzeptiert werde – auch von den Jungen nicht. Von einem «Volksaufstand» gegen die «linke Umweltpolitik» zu sprechen, gehe jetzt aber eindeutig zu weit, so Nordmann. «Was es jetzt brauche, ist eine Klimapolitik der kleinen Schritte. Eine Klimapolitik, die auch soziale Fragen besser berücksichtigt.» headtopics.com

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Es gebe verschiedene Theorien, wieso eine Mehrheit der unter 34-Jährigen gegen das Gesetz gestimmt hat, sagt der SP-Nationalrat. «Es könnte sein, dass viele Junge auf dem Land durch die Pestizidinitiativen mobilisiert wurden und auch beim CO2-Gesetz ein Nein in die Urne legten.» Zudem könne man bei Jugendlichen oder jungen Erwachsenen nicht von einer homogenen Masse ausgehen: «Ein Teil der Jugend steht etwa voll hinter dem Klimastreik, ein anderer Teil interessiert sich gar nicht dafür.»

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SP und Klimastreik ... lol ... Witz lass nach ... Links grünes Gesocks ...

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