Johnson verfügt Sparmassnahmen – Die Zukunft der weltberühmten BBC steht auf dem Spiel

Bei der BBC läuten die Alarmglocken.

26.01.2022 22:00:00

Bei der BBC läuten die Alarmglocken.

Die britische Regierung zwingt den renommierten Sender zu Entlassungen und drastischen Kürzungen. Die Tory-Hardliner möchten die BBC am liebsten ganz loswerden.

, die den unabhängigen Geist der Anstalt hassen, war ihr und Johnson unter diesen Umständen jedenfalls gewiss. Und dies umso mehr, als Nadine Dorries auch gleich in Hochstimmung verkündete, dies werde überhaupt «das letzte Mal» sein, dass man um eine Fernsehgebühr rangle. Von 2027 an werde die Rundfunkgebühr endgültig Geschichte sein.

Will ihren in Not geratenen Premier unterstützen: Kulturministerin Nadine Dorries.Foto: Daniel Leal (AFP)Wenn Johnsons Regierung wirklich glaube, mit einer Drohkulisse gegenüber der BBC die Öffentlichkeit für sich gewinnen zu können, irre sie sich gehörig, sagt Armando Iannucci, Drehbuchautor so vieler BBC-Produktionen. «Da unterschätzen Sie das Mass an Unterstützung, Bewunderung und Respekt, das der Sender in der Bevölkerung geniesst.» Bis hin zur stets kühl argumentierenden «Financial Times» reichen die Stimmen derer, die Dorries Paroli bieten. «Der Sender spielt eine zentrale Rolle im kulturellen und demokratischen Leben des Vereinigten Königreichs», schreibt die FT. «Die Zukunft der BBC muss sichergestellt sein.»

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Tory-Hinterbänkler , die den unabhängigen Geist der Anstalt hassen, war ihr und Johnson unter diesen Umständen jedenfalls gewiss. Und dies umso mehr, als Nadine Dorries auch gleich in Hochstimmung verkündete, dies werde überhaupt «das letzte Mal» sein, dass man um eine Fernsehgebühr rangle. Von 2027 an werde die Rundfunkgebühr endgültig Geschichte sein. Will ihren in Not geratenen Premier unterstützen: Kulturministerin Nadine Dorries. Foto: Daniel Leal (AFP) Wenn Johnsons Regierung wirklich glaube, mit einer Drohkulisse gegenüber der BBC die Öffentlichkeit für sich gewinnen zu können, irre sie sich gehörig, sagt Armando Iannucci, Drehbuchautor so vieler BBC-Produktionen. «Da unterschätzen Sie das Mass an Unterstützung, Bewunderung und Respekt, das der Sender in der Bevölkerung geniesst.» Bis hin zur stets kühl argumentierenden «Financial Times» reichen die Stimmen derer, die Dorries Paroli bieten. «Der Sender spielt eine zentrale Rolle im kulturellen und demokratischen Leben des Vereinigten Königreichs», schreibt die FT. «Die Zukunft der BBC muss sichergestellt sein.» Mit derart einmütigen Protesten hatte Ministerin Dorries offenbar nicht gerechnet. Ebenso schnell, wie sie das Todesurteil für die Rundfunkgebühr ausgesprochen hatte, rückte sie wieder von ihm ab. Natürlich sei man erst «am Anfang einer Debatte» über die Zukunft der BBC angekommen, erklärte sie beschwichtigend. Die allgemeine Diskussion über das künftige Finanzierungsmodell habe erst begonnen. Vielen Konservativen wäre es am liebsten, wenn man die BBC – wie Netflix – abonnieren müsste. Dass über die Finanzierung des Senders geredet werden muss und im Zuge technologischer Veränderungen Reformen fällig sind, darüber sind sich auch jene einig, die die BBC über alles schätzen. Es werden mögliche neue Gebührenmodelle erörtert. Darunter ebenfalls eine direkte Finanzierung des Senders aus Steuergeldern. Auch die Finanzierung durch Werbung, wie sie schon von anderen Sendern benutzt wird, ist im Gespräch. Eine neue Fernsehsteuer, fairer gegenüber niedrigen Einkommen, oder eine Koppelung etwa mit Gemeindesteuern wäre eine Möglichkeit. Vielen Konservativen wäre es am liebsten, wenn man die BBC – wie Netflix – abonnieren müsste, statt automatisch eine Gebühr zu zahlen. Und manche Hardline-Tories hätten auch nichts dagegen, wenn die BBC als öffentlich-rechtliche Anstalt ganz aufhörte zu existieren. Sie finden, dass der Wettbewerb der Medien ganz vom «freien Markt» geregelt werden sollte, in Anlehnung an das kommerzielle Beispiel der USA. Gegen solche Vorstellungen stemmen sich alle, die der BBC eine zentrale Rolle für die Funktion der Demokratie im Vereinigten Königreich zusprechen – vor allem zu Zeiten, wo die Welt von Fake News überschwemmt wird. Politiker aller Parteien, auch moderate Tories, wollen an diesem Auftrag des Senders festhalten. Die Reform müsse parteiübergreifend angegangen werden. Dies umso mehr, als die meisten Briten «ihrer» BBC immer noch vertrauen. Publiziert heute um 10:06 Uhr Fehler gefunden?