Absurde Rede des Fifa-Chefs – Weniger Flüchtlinge dank neuer WM? Infantino fühlt sich missverstanden

27.01.2022 20:30:00

Fifa-Präsident Gianni Infantino denkt im Europarat laut darüber nach, ob eine WM im Zweijahresrhythmus weniger Tote im Mittelmeer bewirken könnte.

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31 Kommentare31Aus dem Kontext gerissen? Gianni Infantino sieht sich als Förderer von Hoffnung, Würde und Träumen in Afrika.Foto: KeystoneDiese Worte wurden selbst Gianni Infantino zu heikel. Die angestrebte Durchführung einer WM im Zweijahresrhythmus könne Menschenleben retten, hatte er am Mittwoch vor der Parlamentarischen Versammlung des Europarats behauptet. Eine WM, wie sie Infantino vorschwebt, würde den Menschen in Afrika womöglich Hoffnung geben und zur Folge haben, dass sie «nicht übers Mittelmeer kommen müssen, um vielleicht ein besseres Leben zu finden oder, wahrscheinlicher, den Tod durch Ertrinken». Vielleicht sei die WM nicht die Antwort, so Infantino, aber man müsse das diskutieren.

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Foto: Keystone Diese Worte wurden selbst Gianni Infantino zu heikel. Die angestrebte Durchführung einer WM im Zweijahresrhythmus könne Menschenleben retten, hatte er am Mittwoch vor der Parlamentarischen Versammlung des Europarats behauptet. Sogar in Europa gebe es ein grosses Ungleichgewicht. Eine WM, wie sie Infantino vorschwebt, würde den Menschen in Afrika womöglich Hoffnung geben und zur Folge haben, dass sie «nicht übers Mittelmeer kommen müssen, um vielleicht ein besseres Leben zu finden oder, wahrscheinlicher, den Tod durch Ertrinken». REUTERS Der Fifa-Präsident wirbt derzeit für eine WM alle zwei Jahre. Vielleicht sei die WM nicht die Antwort, so Infantino, aber man müsse das diskutieren. Die von Infantino angestrebte Änderung des WM-Rhythmus von vier auf zwei Jahren wird von den Kontinentalverbänden Europas und Südamerikas vehement abgelehnt. Der Shitstorm folgte umgehend. «Wir müssen die gesamte Welt miteinbeziehen.

Ronan Evain, der Geschäftsführer der Fan-Vereinigung «Football Supporters Europe», schrieb auf Twitter: «Wie tief kann Infantino sinken? Tote im Mittelmeer zu instrumentalisieren, um seinen grössenwahnsinnigen Plan zu verkaufen, macht einfach sprachlos. Wir können dem Rest der Welt nicht sagen: Gebt uns euer Geld und eure Spieler – und schaut am Fernseher zu», betonte Infantino. Infantino sagt, seine Aussagen seien «missinterpretiert» worden.» Andere stimmten ein. Und ein paar Stunden später liess der Präsident via Fifa ausrichten: alles gar nicht so gemeint, alles ein Missverständnis. Wir müssen ihnen Möglichkeiten und Würde geben. Die Geschichte aus Strassburg zeigt zweierlei: Wie kompromisslos und vehement Infantino sein Projekt der WM im Zweijahresrhythmus antreiben will. Es sei ein «allgemeiner Kommentar» gewesen, der nicht im direkten Zusammenhang mit der Möglichkeit der Ausrichtung der Weltmeisterschaften im Zweijahresrhythmus stünde. Und wie wenig die Öffentlichkeit das noch überrascht. Bild: keystone Infantino bestreitet Anzahl toter Arbeiter in Katar Infantino hat unterdessen auch WM-Gastgeber Katar vor der anhaltenden Kritik vor allem in Sachen Menschenrechte in Schutz genommen. Bild: keystone Infantino bestreitet Anzahl toter Arbeiter in Katar Infantino hat unterdessen auch WM-Gastgeber Katar vor der anhaltenden Kritik vor allem in Sachen Menschenrechte in Schutz genommen.

Dabei hatte Infantino vor den Parlamentariern auch über die Zukunft des weltweiten Fussballs referiert. Man müsse den Afrikanern «Möglichkeiten und Würde geben», so der Walliser. In Europa dauerte es Jahrhunderte und Jahrzehnte. Und weiter sagte der 85-Jährige: «Infantino will die Welt retten, merkt aber nicht, dass seine Aussagen nicht nur ironisch, aber zynisch wirken, und sein Bezug zu Afrika weltfremd und ehrverletzend ist. So hoch hatte selbst der Fifa-Boss das extrem umstrittene Prestigeprojekt oder die vermeintliche Kraft des Fussballs zuvor noch nie gehängt. «Aus dem Kontext gerissen» Begriffe wie «Hoffnung», «Emotionen» oder «Träume» prägen die Vorträge Infantinos, der im Werben für die Dauerfussball-WM immer mehr in die Rolle des Samariters schlüpft. Wir müssen den Druck aufrechterhalten, aber auch anerkennen, dass es Änderungen gab. Den Reichen nehmen, den Armen schenken: So begründet er gerne sein Vorhaben, mit dem das wichtigste Fussballturnier künftig doppelt so häufig stattfinden soll wie bislang. Wir müssen ihnen Möglichkeiten und Würde geben.» Infantino sagte zudem, dass es einfach nicht wahr sei, wenn von 6500 toren Arbeitern auf den WM-Baustellen gesprochen werde.

Doch diesmal hat sich Infantino übernommen – und deshalb klarstellen lassen: «Dies war eine allgemeine Bemerkung, die sich nicht direkt auf die Möglichkeit bezog, alle zwei Jahre eine Fifa-WM auszutragen. «Es sind drei.» Seine Aussagen seien «aus dem Kontext gerissen» und «missinterpretiert» worden. Infantinos Einsatz für die vor allem von Europa und Südamerika massiv abgelehnte Fussball-Revolution ist inzwischen enorm.500 ist e grosser Unterschied. Das sei nicht auf den afrikanischen Kontinent beschränkt gewesen. Der 51-Jährige riskiert viel: Wird die Reform abgeschmettert – und Infantino bekommt auch sonst kein Zugeständnis von den resistenten Streitpartnern um Uefa-Boss Aleksander Ceferin –, ist das mehr als ein Gesichtsverlust. Ceferin stellte unabhängig von den Aussagen über Afrika erneut klar, dass die WM alle zwei Jahre für ihn und seinen Verband keine Option darstelle. Ausserdem sei die Fifa keine Weltpolizei, meinte Infantino, der aber eingestand, Katar sei «kein Paradies». Ausserdem sei die Fifa keine Weltpolizei, meinte Infantino, der aber eingestand, Katar sei «kein Paradies».

Der europäische Fussball stehe «fest» hinter einem solidarischen Modell, das auch vom Europarat unterstützt wird. Infantino hatte während seiner Rede am Mittwoch das Selbstverständnis der europäischen Verbände kritisiert und angemahnt, auf die Vorteile zu schauen, die ein kürzerer WM-Rhythmus nach seiner Ansicht für andere Teile der Welt mit sich bringe. Die jüngste Resolution lasse keinen Interpretationsspielraum zu. «Sie enthält ein klares Nein zu egoistischen Superligen und ein klares Nein zu extravaganten WM-Vorschlägen, hingegen ein kategorisches Ja zur Zusammenarbeit im Hinblick auf den Schutz und die Stärkung unseres Modells, das im Interesse des europäischen Fussballs und der europäischen Gesellschaft ist», wurde Ceferin am Donnerstag zitiert. Die Uefa ist im Kern dafür, den Rahmenterminkalender so zu belassen. Das liegt natürlich auch an Eigeninteressen: Wird die WM, das zweifellos bedeutendste aller Fussballturniere, im zweijährigen Rhythmus gespielt, verlieren auch die Uefa-Wettbewerbe an Bedeutung und Stellenwert.

(phm/dpa) Publiziert heute um 14:44 Uhr Fehler gefunden? .