Abstimmungen Basel-Stadt - Sollen Affen Grundrechte erhalten?

In Basel wird über die Initiative «Grundrechte für Primaten» abgestimmt. Bürgerliche lehnen diese ab, Linke sind dafür.

Affen

18.01.2022 13:47:00

Sollen Affen Grundrechte erhalten? In Basel wird über die Initiative «Grundrechte für Primaten» abgestimmt. Bürgerliche lehnen diese ab, Linke sind dafür.

In Basel wird über die Initiative «Grundrechte für Primaten» abgestimmt. Bürgerliche lehnen diese ab, Linke sind dafür.

Über die möglichen Folgen bei einer Annahme der Initiative herrscht Unklarheit. Laut Initiativtext beträfe die Neuerung bloss Primaten, die in Kantonsbesitz sind. Der Kanton besitzt freilich gar keine Affen. Der privatrechtlich organisierte Zoo Basel und die Basler Pharma befürchten aber, dass mit der Initiative auch ihre Primaten mitgemeint sein könnten, weshalb sie sich im Abstimmungskampf gegen das Volksbegehren engagieren.

Audio Basel stimmt über Recht für Primaten ab 14:02 min, aus Regionaljournal Basel Baselland vom 14.01.2022. abspielen. Laufzeit 14:02 Minuten. Rechtsexpertinnen und -experten gehen davon aus, dass es bei der Abstimmung vor allem um die ethische Frage geht, ob Primaten gleiche Grundrechte wie die Menschen haben sollen oder nicht und weniger um die konkrete Umsetzung, die sehr unklar ist.

Weiterlesen: SRF News »

Kann ich dann als Spezialfahrlehrer fungieren? Zahlreiche Affen haben ja bereits 'Grundrechte'. Das dürfte reichen. Gell ? Es wird langsam Zeit, dass Tiere Rechte bekommen und nicht als Ware betrachtet werden. Ja klar gibt ihn noch der Pass 🤣 Ein richtiger und wichtiger Entscheid, leider vermisse ich im Bericht Informationen zu den Rechten von trans Äff*innen? Nicht jede*r Äff*in fühlt sich cis-hetero normativ! Schrecklich!

Dekadenter geht wohl nicht mehr. Passt aber zu den Linken. Einschränkungen der Grundrechte für Menschen werden bejubelt, Grundrechte für Tiere aber gefordert. Ich bin dafür, dass endlich mal allen Menschen ihre Menschenrechte wirklich garantiert werden !!! 😰

Kapazität wurde sogar erhöht – Deshalb steht Basel bei den Intensivbetten so gut daDie Personalnot der Spitäler spitzt sich mit jeder Pandemiewelle zu. Bern und Zürich setzen auf neue Ausbildungsplätze. Das Basler Unispital fällte schon 2020 einen wichtigen Entscheid.

Corona-Fälle beim FCB – Plötzlich fehlt dem FC Basel eine halbe MannschaftDer Verein vermeldet «einige» positive Corona-Fälle und im Training fehlen sieben Spieler. Was bedeutet das für den Rückrunden-Start der Basler in zwei Wochen?

IPS-Kapazität wurde erhöht – Deshalb steht Basel bei den Intensivbetten besser da als andere Schweizer StädteZwei bedeutende Spitalstandorte, Luzern und Basel, konnten die Zahl verfügbarer Intensivbetten während der Pandemie halten. Warum ist das so? Ein Erklärungsversuch in fünf Schritten. (Abo)

Der Plan B des Bundesrats – Covid-Massnahmen sollen nur bis Ende Februar geltenDie Kantone konnten bis Montag Stellung nehmen zu den weitergehenden Plänen des Bundesrats. Und sie pfeifen ihn mindestens in einem Punkt zurück. Wenn er denen nachgibt, toppt es meinen Frust über den BR! Dann ist entgültig aus. Wie soll sich denn ein verantwortungsbewusster Mensch noch sicher fühlen? Und das in der Schweiz🤦‍♀️!!! Wird langsam Zeit die Charade zu beenden.

Neue Ökobilanz-Studie – Hausbesitzer sollen Öl- und Gasheizungen sofort ersetzenHausbesitzer sollen auch gut funktionierende Öl- und Gasheizungen sofort ersetzen. Das zeigt eine neue Ökobilanz-Studie. (Abo) Selbst wenn man an die Mär glauben würde, dass CO2 ein Klimakiller sei - und auf dieser, nach wie vor auf wackligen Beinen stehende Annahme dürfte diese Studie wohl basieren - stellt sich doch die Frage nach der Relevanz solchen Handelns.

Kampf gegen Corona-Welle – Nur noch Geboosterte sollen in die Beiz und ins StadionGemäss neuen Erkenntnissen schützt lediglich der Booster gegen Omikron. Deshalb verlangen Experten mehr Tempo bei der Auffrischungsimpfung – und schärfere Massnahmen. Ihr peinlichen widerwärtigen Kasperl 🤮 Und noch immer fehlen grundlegende Daten, welche flächendeckende Massnahmen rechtfertigen würden wie - Haupt- und Nebendiagnose bei Hospitalisationen/IPS, demographische Angaben und impfstatus der IPS usw. Ohne transparente Daten, keine Massnahmen. Das Impf-Abo vom Staat macht zwei Sachen: 1. Die Pharmaindustrie und Eliten reicher! 2. Erlaubt den armen Schafen mit Test und Maske ins Kino und Restaurant! Win-win-Situation: die Herde bezahlt für Ihren Zwangs-Abo. Wie bei der Mafia. Plandemie

Die Basler Stimmbevölkerung muss sich am 13. Februar mit grundsätzlichen Fragen des Lebens auseinandersetzen. Die Volksinitiative «Grundrechte für Primaten» verlangt, dass die kantonale Verfassung mit einem Artikel für das «Recht von nichtmenschlichen Primaten auf Leben und auf körperliche und geistige Unversehrtheit» ergänzt wird. Über die möglichen Folgen bei einer Annahme der Initiative herrscht Unklarheit. Laut Initiativtext beträfe die Neuerung bloss Primaten, die in Kantonsbesitz sind. Der Kanton besitzt freilich gar keine Affen. Der privatrechtlich organisierte Zoo Basel und die Basler Pharma befürchten aber, dass mit der Initiative auch ihre Primaten mitgemeint sein könnten, weshalb sie sich im Abstimmungskampf gegen das Volksbegehren engagieren. Audio Basel stimmt über Recht für Primaten ab 14:02 min, aus Regionaljournal Basel Baselland vom 14.01.2022. abspielen. Laufzeit 14:02 Minuten. Rechtsexpertinnen und -experten gehen davon aus, dass es bei der Abstimmung vor allem um die ethische Frage geht, ob Primaten gleiche Grundrechte wie die Menschen haben sollen oder nicht und weniger um die konkrete Umsetzung, die sehr unklar ist. Lanciert hatte das Volksbegehren die «Denkfabrik» Sentience Politics im Jahr 2016; die nötigen 3000 Unterschriften waren rasch gesammelt. Die Initianten begründen ihr Volksbegehren mit der ihrer Ansicht nach ungenügenden schweizerischen Tiergesetzgebung, die Forschung an Primaten unter teils qualvollsten Bedingungen zulasse. Die Linke ist mehrheitlich für die Initiative. Gespalten ist jedoch die SP, wie sich bereits an der Debatte im Parlament im November zeigte. Die bürgerlichen Parteien wie FDP, SVP, LDP, Mitte und die GLP hingegen lehnen die Initiative ab. Die Missachtung der Grenze zwischen Mensch und Tier ist aus ganz grundsätzlichen Überlegungen abzulehnen. Autor: Daniel Albietz Mitte-Grossrat Mit der Verwischung der Grenze zwischen Mensch und Tier werde eine rote Linie überschritten, so der Tenor der Bürgerlichen. «Die Missachtung der Grenze zwischen Mensch und Tier ist aus ganz grundsätzlichen Überlegungen abzulehnen», sagt Daniel Albietz (Mitte). Zudem sei nicht nachvollziehbar, warum Primaten gegenüber anderen Tierarten – Regierungsrat Lukas Engelberger erwähnte in der Parlamentsdebatte explizit die «intelligenten Schweine» – rechtlich bessergestellt werden sollten. Basel-Stadt mit Vorreiterrolle?Michelle Lachenmeier vom Grün-Alternativen Bündnis bezeichnet die Gewährung von Grundrechten für Primaten als eine moralische und ethische Selbstverständlichkeit. Der Kanton Basel-Stadt könne hier eine Vorreiterrolle einnehmen, ohne schwere rechtliche Folgen befürchten zu müssen. «Die Geschichte hat gezeigt, dass viele gute Anliegen Anläufe auf Gemeinde- oder Kantonsebene nehmen müssen, bis ihnen der Durchbruch gelingt.» Die Gewährung von Grundrechten für Primaten ist eine moralische und ethische Selbstverständlichkeit Autor: Michelle Lachenmeier Grossrätin vom Grün-Alternativen Bündnis Dass in Basel-Stadt als erster Kanton über ein solches Anliegen abgestimmt werden soll, ist indes kein Zufall: Der Stadtkanton wurde von den Initianten ausgewählt, weil es hier sowohl einen Zoo gibt, der Affen hält, wie auch grosse Pharma-Firmen, welche in der Vergangenheit an Primaten geforscht haben. Der Grosse Rat beschloss die Nein-Parole zur Initiative mit 55 zu 25 Stimmen bei 12 Enthaltungen. Auch die Regierung spricht sich dagegen aus. Regierung und Grosser Rat hatten die Initiative bereits 2018 für rechtlich ungültig erklärt. Das Volksbegehren für die Gewährung von Grundrechten für nichtmenschliche Primaten musste danach einen gerichtlichen Weg nehmen. Das Bundesgericht erklärte die Initiative dann jedoch für rechtlich zulässig, sodass nun am 13. Februar über das Begehren abgestimmt werden kann. Basler «Zolli» lehnt Primaten-Initiative ab Box aufklappen Box zuklappen Der Zoo Basel wehrt sich gegen die Initiative «Grundrechte für Primaten». Dies, obwohl die Affen des «Zolli» bei einer Annahme des Volksbegehrens nicht davon betroffen wären. Das Recht auf Leben sei ein Konzept, das bei Menschen funktioniere, sagte Zoo-Direktor Olivier Pagan im Vorfeld der Abstimmung. Die Lebenswelten der rund 500 verschiedenen Affen seien hingegen sehr weitgefächert. Es sei arrogant, wenn der Mensch sein Lebenskonzept anderen Tierarten auferlegen wolle, so Pagan. «Wenn Affen Rechte erhalten, trägt dies nicht zu ihrem Schutz und Wohlergehen bei, denn sie können diese Rechte weder ausüben noch durchsetzen.» Mit dem Schweizer Tierschutzgesetz, so der Zoodirektor weiter, habe man aber bereits alle Regelungen und Möglichkeiten für eine gute Tierhaltung.