Nach Empfehlung der EMA: Österreich setzt Impfung mit AstraZeneca fort

EU-Behörde sieht zwar Zusammenhang zwischen Impfung und Thrombosen, doch der Nutzen sei größer als das Risiko. Österreichs Impfgremium folgt der Empfehlung.

07.04.2021 23:39:00

Das Nutzen-Risiko-Verhältnis des AstraZeneca-Vakzins sei aber weiter positiv, so die EMA. Großbritannien änderte die Impfempfehlung, Österreich setzt die Impfung fort.

EU-Behörde sieht zwar Zusammenhang zwischen Impfung und Thrombosen, doch der Nutzen sei größer als das Risiko. Österreichs Impfgremium folgt der Empfehlung.

Was die EMA-Empfehlung für impfwillige Personen bedeutetFür Menschen, die mit AstraZeneca geimpft werden, bedeutet diese Empfehlung der EMA in der Realität kaum eine Änderung. Die Möglichkeit einer Thrombose wird in den Beipackzettel aufgenommen. Die Wahrscheinlichkeit, eines dieser seltenen Blutgerinnsel zu entwickeln ist äußerst gering. In Deutschland werden aktuell 31 Fälle bei drei Millionen Geimpften untersucht, in Großbritannien sind es 79 Fälle bei 18 Millionen geimpft.

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Nichtsdestotrotz sollte man, wenn man die Impfung erhalten hat,auf die Impfreaktionen achten. Wenig schwerwiegende Impfreaktionen, wie etwa Fieber, Kopf- oder Gliederschmerzen, sind normal und sollten nach 48 Stunden abgeklungen sein.Die Hirnvenenthrombosen, die im Zusammenhang mit AstraZeneca genannt werden, treten in der Regel einige Tage nach der Impfung auf. Zu einem Zeitpunkt, an dem die zuvor beschriebenen Impfreaktionen bereits abgeklungen sind. Das bedeutet:

Sollten nach einer Phase ohne Symptome Beschwerden wie Atemnot, starke Kopfschmerzen oder Beinschwellungen auftreten, sollte ein Arzt aufgesucht werden.EU-Gesundheitsminister wollen HarmonisierungNach der Einschätzung der EMA beraten Mittwochabend auch die EU-Gesundheitsminister in einer außerordentlichen Videokonferenz ab 18 Uhr über die möglichen Risiken im Zusammenhang mit dem Impfstoff von AstraZeneca. Die Gesundheitsminister konnten nach der aktuellen EMA-Freigabe etwas entspannter daran arbeiten, eine Harmonisierung der derzeit völlig unterschiedlich gehandhabten Impfstrategien in den EU-Ländern in Angriff zu nehmen. Man gelobte, die EMA noch besser mit den benötigten Daten zu versorgen und dafür deren Empfehlungen eher zu berücksichtigen. Die Agentur soll aber auch präzisere Angaben liefern, an denen man sich orientieren kann. headtopics.com

Die Minister stellten fest, dass es dringend an der Zeit sei, vertrauensbildende Maßnahmen zu schaffen – in vielen Ländern ist die Bevölkerung wegen der sich immer wieder ändernden Empfehlungen rund um AstraZeneca stark verunsichert, was die ohnehin nur schleppend laufenden Impfungen weiter verzögern kann.

Ab 18 Uhr tagt außerdem das Nationale Impfgremium (NIG) zur aktuellen Stellungnahme der EMA.Über 30-Jährige: Großbritannien ändert EmpfehlungDiebritische Impfkommissionhat ihre Empfehlung für den AstraZeneca-Impfstoff nach einer Überprüfung geändert. Das Präparat soll künftig möglichst nur noch über 30-jährigen Erwachsenen verabreicht werden, wie die Kommission am Mittwoch mitteilte. Auch diese Änderung steht im Zusammenhang mit seltenen Fällen von Blutgerinnseln im Zusammenhang mit einer AZ-Impfung.

In Großbritannien sind nach Angaben der Arzneimittelbehörde MHRA bisher79 Fälle von seltenen Blutgerinnseln nach Impfungenmit dem AstraZeneca-Impfstoff aufgetreten. Dabei kam es zu 19 Todesfällen. Die meisten dieser Fälle betrafen junge Menschen. Ein

direkter Zusammenhang mit dem Impfstoff konnte laut Impfkommission zwar noch nicht nachgewiesen worden. Aber angesichts des geringeren Risikos für jüngere Menschen an Covid-19 zu sterben, habe man diese Abwägung getroffen, hieß es. headtopics.com

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AstraZeneca-VakzinMehrere EU-Staaten setzten die Immunisierungen mit dem AstraZeneca-Vakzin während der letzten Wochen temporär aus oder verabreichten das Vakzin, wie etwa Deutschland, nur an bestimmte Altersgruppen. Der Grund: Es traten Fälle sogenannter Sinusvenenthrombosen auf.

Der von dem britisch-schwedischen Pharmakonzern gemeinsam mit der Universität Oxford entwickelteVektorimpfstoffwurde inGroßbritannienmehr als 18 Millionen Mal verabreicht, insgesamt rund 30 Fälle von seltenen Blutgerinnseln sind gemeldet worden, sieben Menschen sind verstorben.

InDeutschlandwaren bis Anfang vergangener Woche 31 Verdachtsfälle bei drei Millionen Geimpften von Hirnvenenthrombosen nach einer AstraZeneca-Impfung gemeldet worden. Weiterlesen: Kleine Zeitung »

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