Das harte Ringen um die Normalität

Neuer Gesundheitsminister, alte Debatten: Derzeit tüfteln Bund, Länder, Sozialpartner und Experten um eine Frühjahrsperspektive. Gastronomie und Hotellerie drängen auf Öffnungen schon zu Christi...

22.04.2021 20:05:00

Neuer Gesundheitsminister, alte Debatten: Derzeit tüfteln Bund, Länder, Sozialpartner und Experten um eine Frühjahrsperspektive. Gastronomie und Hotellerie drängen auf Öffnungen schon zu Christi Himmelfahrt.

Neuer Gesundheitsminister, alte Debatten: Derzeit tüfteln Bund, Länder, Sozialpartner und Experten um eine Frühjahrsperspektive. Gastronomie und Hotellerie drängen auf Öffnungen schon zu Christi...

Neuer Gesundheitsminister, alte Debatten: Derzeit tüfteln Bund, Länder, Sozialpartner und Experten um eine Frühjahrsperspektive. Gastronomie und Hotellerie drängen auf Öffnungen schon zu Christi Himmelfahrt.407 Tage ist es inzwischen her, dass in Österreich der erste Corona-Todesfall vermeldet werden musste. Seit dem 12. März 2020 ist diese Zahl dramatisch gestiegen, am Donnerstag

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überschritt sie eine traurige Marke: 10.026 Menschensind bisher an den Folgen einer Corona-Infektion in Österreich verstorben. Am meisten Sterbefälle verzeichnet die Steiermark (173 pro 100.000 Einwohner), die wenigsten Vorarlberg (72,3). Vor dem am Freitag stattfindenden „Öffnungsgipfel“ hat die allgemeine Stimmung dennoch auf Lockerungen gedreht: Die Impfungen schreiten voran, die

–, und auch die Intensivbetten leeren sich allmählich wieder.Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) kündigten in der Vorwoche. Der am Montag angelobte Gesundheitsminister, Wolfgang Mückstein (Grüne), macht unterdessen sein Versprechen, wenn nötig „unpopuläre“ Entscheidungen zu treffen, wahr: Er geht als Bremser in die Öffnungskommission. headtopics.com

Gastronomie und HotellerieSeit 2. November kann im Großteil des Landes ein Abendessen lediglich „to go“ bestellt, eine Unterkunft nur aus beruflichen Gründen gebucht werden. Eigentlich wollte man – allen voran Wiens Gesundheitsstadtrat, Peter Hacker (SPÖ) – die Gastgärten schon zu Ostern öffnen. Daraus wurde jedoch das genaue Gegenteil: ein „harter“ Lockdown in der Ostregion. Einzig in der „Modellregion“ Vorarlberg sind Lokale und Hotels tatsächlich seit Mitte März geöffnet. Dort haben sich

die Zahlen seither allerdings vervierfacht.Dennoch könnte es bald breite Öffnungen auch im Rest Österreichs geben. Am Donnerstag hieß es aus der Wirtschaftskammer, dass schon zu Pfingsten (23. Mai), wenn nicht sogar zu Christi Himmelfahrt (14. Mai) geöffnet werden könnte. Im Gesundheitsministerium bestätigt man zumindest, dass die Branchen „sehr viel Druck“ ausübten. Allerdings wolle Mückstein Öffnungen „ausschließlich unter ganz strengen Auflagen“ erlauben. Seine Maßzahl: die immer noch kritische Lage auf den Intensivstationen. Dass die Inzidenzen im Osten sinken, währen sie im Westen wieder steigen (Tirol hat mit einer Inzidenz von 213 am Donnerstag mit Spitzenreiter Wien gleichgezogen), ist für ihn das schlagende Argument.

Schulen und UniversitätenSonst oft im Zentrum der Debatten, ist die Lage in den Schulen aktuell allerdings recht klar: Im Westen wird seit den Semesterferien in höheren Klassen im Schichtbetrieb unterrichtet, nur die Volksschulen sind im Vollbetrieb. Getestet wird mehrmals die Woche. Das seit Ostern aufrechte Distance Learning hat das Burgenland am Montag beendet, in Wien und Niederösterreich kehren die höheren Klassen am Montag in den Schichtbetrieb, in den Volksschulen in den Vollbetrieb zurück. Ein neuer Erlass erlaubt

kleineren Klassen mit weniger als 18 Schülernab Montag bundesweit einen Unterricht ohne Schichtmodus. Das gilt auch für Abschlussklassen und vierte Klassen in Mittelschulen und AHS-Unterstufen.Die Universitäten konnten inzwischen autonome Konzepte erarbeiten, um wieder mehr Präsenzlehre zu ermöglichen. Die Uni Wien etwa setzt auf eine eigene Teststraße für ihr Laborpersonal. Zudem verlangt die Hochschule ab 3. Mai für Präsenz-Prüfungen oder -Veranstaltungen einen negativen Coronatest. headtopics.com

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Handel und DienstleistungenDer Wirtschaft, in der Öffnungskommission von WKO-Präsident Harald Mahrer vertreten, können etwaige Lockerungen nicht schnell genug gehen. In Niederösterreich und Wien werden nach dem (voraussichtlichen) Ende des Lockdowns am 2. Mai Geschäfte und körpernahe Dienstleistungen vermutlich wieder öffnen dürfen. Im Burgenland wurde der „Ost-Lockdown“ ohnehin schon am Montag beendet. Anders als bei körpernahen Dienstleistungen sind Eintrittstests im Handel nicht vorgesehen.

Sport, Kultur, VeranstaltungenMit Ausnahme Vorarlbergs ist im Freizeitbereich aktuell kaum etwas uneingeschränkt erlaubt. Folgt man der von der Regierung ausgegebenen Logik der „gleichzeitigen Öffnungen“, wird es aber auch in diesen Bereichen ab Mitte Mai Lockerungen geben. Konkretes war dazu aus Koglers zuständigem Ministerium vorab aber nicht zu erfahren. „Das wird derzeit noch verhandelt“, sagt eine Sprecherin zur „Presse“.

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