Kindesmissbrauch im Internet - «Die Schauspielerinnen haben seelische Narben davongetragen»

11.05.2022 19:57:00

Ein tschechischer Dokumentarfilm zeigt mit umstrittenen Methoden, welchen Gefahren Kinder im Internet ausgesetzt sind.

Dokumentarfilm, Gefangenımnetz

Er ist der erfolgreichste tschechische Dokumentarfilm aller Zeiten: GefangenImNetz zeigt mit umstrittenen Methoden, welchen Gefahren Kinder im Internet ausgesetzt sind.

Ein tschechischer Dokumentarfilm zeigt mit umstrittenen Methoden, welchen Gefahren Kinder im Internet ausgesetzt sind.

Der Film, der diese Woche erstmals im Schweizer Fernsehen gezeigt und in der SRF-Sendung «Club» diskutiert wurde, hat weltweit eine breite gesellschaftliche Debatte ausgelöst. Die Machart sorgte jedoch auch für Kritik: Drei Schauspielerinnen, die zwar volljährig sind, aber äusserlich sehr kindlich wirken, wurden als Lockvögel eingesetzt. Sie gaben sich im Internet als 12-jährige Mädchen aus, legten sich gefälschte Social-Media-Profile an und wurden innert kürzester Zeit von hunderten Männern kontaktiert, mit denen sie per Skype kommunizierten.

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Er ist der erfolgreichste tschechische Dokumentarfilm aller Zeiten: «Gefangen im Netz» zeigt, wie sich erwachsene Männer im Internet an Kinder und Jugendliche heranmachen, ihnen pornografisches Material schicken, sie erpressen und in manchen Fällen gar zu einem Treffen überreden.23 wird damit das vorerst letzte Spiel der Reihe sein.Polizei und Feuerwehr sind vor Ort beim Einkaufszentrum Neumarkt in Brugg.21:24 Luftalarm in Kiew: Niederländischer Aussenminister im Bombenkeller Der niederländische Aussenminister Wopke Hoekstra hat wegen eines Luftalarms bei seinem Besuch in der ukrainischen Hauptstadt Kiew eine Zeit lang in einem Bombenkeller verbringen müssen .

Der Film, der diese Woche erstmals im Schweizer Fernsehen gezeigt und in der SRF-Sendung «Club» diskutiert wurde, hat weltweit eine breite gesellschaftliche Debatte ausgelöst. Die Machart sorgte jedoch auch für Kritik: Drei Schauspielerinnen, die zwar volljährig sind, aber äusserlich sehr kindlich wirken, wurden als Lockvögel eingesetzt. Jährlich zocken rund 150 Millionen Leute das Fussball-Game. Sie gaben sich im Internet als 12-jährige Mädchen aus, legten sich gefälschte Social-Media-Profile an und wurden innert kürzester Zeit von hunderten Männern kontaktiert, mit denen sie per Skype kommunizierten. Kundinnen und Kunden der Migros stellten offenbar einen Gasgeruch fest und klagten über Atembeschwerden. 01:24:03 Video Cybergrooming – Kindsmissbrauch im Netz Aus Club vom 10. Die FIFA-Spielreihe ist äusserst lukrativ und soll über die letzten 20 Jahre mehr als 20 Milliarden US-Dollar eingebracht haben.05. «Es kann an jedem Ort dieses Landes eine Rakete einschlagen», sagte sie.

2022. Aber auch in anderen Punkten sollen sich EA und die FIFA nicht mehr einig gewesen sein. abspielen. Laufzeit 1 Minute 24 Sekunden. Ein FIFA-Duell zwischen Chelsea und Tottenham. Pavla Klimešová, Produzentin des Films, sagt: Auch wenn diese Methode für Kritik gesorgt habe – in diesem Fall heilige der Zweck die Mittel. Pavla Klimešová Personen-Box aufklappen Personen-Box zuklappen Pavla Klimešová war als Produzentin am Dokumentarfilm «Gefangen im Netz» (tschechisch: «V síti») beteiligt. Diese kriegen einen neuen Namen – die werden künftig EA SPORTS FC heissen. Die Lage sei stabil, hiess es.

Sie hat an der Prager Karls-Universität Journalismus studiert und danach an der renommierten Filmhochschule FAMU einen Master abgeschlossen. Nach dem weltweiten Erfolg von «Gefangen im Netz» arbeitete Klimešová erneut mit dessen Regisseurin Barbora Chalupová zusammen: Letztes Jahr erschien der Film «The Law of Love», der von den Rechten der LGBTQ-Community in Tschechien handelt. Join The Club.(Bild: Martina Klimes) SRF: Wie ist Ihr Team darauf gekommen, den Film auf diese Weise zu produzieren? Das braucht ja ganz schön viel Mut. Pavla Klimešová: Obwohl ich Polizeiberichte und wissenschaftliche Literatur zum Thema Kindesmissbrauch im Internet gelesen hatte, war ich beim ersten Skype-Anruf absolut schockiert. Wir haben lange überlegt, wie wir das den Leuten zeigen können. Die Ministerin für Parlamentarische Angelegenheiten, Ana Catarina Mendes, versicherte, es werde «Konsequenzen» für alle Gemeindeverwaltungen geben, die ein solches Vorgehen erwiesenermassen veranlasst oder zugelassen hätten.

Denn uns war klar: Echten 12-jährigen Mädchen können wir das nicht zumuten. So kamen wir auf die Idee für unser Experiment: Dass wir mit volljährigen Schauspielerinnen arbeiten könnten, Identitäten für sie kreieren, ihre Kinderzimmer nachstellen. Viele Szenen im Film sind schwer anzusehen. Können Sie uns beschreiben, welche Stimmung am Set geherrscht hat? Ich als Produzentin hatte die Möglichkeit, den Raum zu verlassen, wenn es mir zu viel wurde. Die Schauspielerinnen und andere Crew-Mitglieder konnten das nicht. Diese sei von Igor Jaschin, dem ehemaligen Präsidenten des russischen Kulturzentrums in Portugal, gegründet worden, schrieb unter anderem die Wochenzeitung «Expresso».

Das war sehr hart, besonders zu Beginn. Das Schlimmste war, zu sehen, wie schnell die Männer von ‹Hi, wie geht es dir?› dazu übergingen, Fotos von ihrem Penis zu schicken. Und wie rasch sie die Mädchen aufforderten, eigene Nacktfotos aufzunehmen. Welche Massnahmen haben Sie ergriffen, um die Schauspielerinnen zu schützen? Eine sagt, sie habe immer noch Albträume. Die Schauspielerinnen hatten die Möglichkeit, einige Test-Anrufe zu machen und dann zu entscheiden, ob sie bei diesem Projekt mitmachen wollen. Nach Darstellung des ukrainischen Militärs hatte die russische Luftwaffe in der Nacht zu Dienstag Hyperschallraketen vom Typ Kinschal auf die südukrainische Hafenstadt abgefeuert.

Wir haben ihnen zudem eine Therapie angeboten, während und nach der Produktion. Ich bin immer noch mit ihnen in Kontakt, drei Jahre nach den Dreharbeiten. Es geht ihnen gut. Sie sagen, sie hätten Narben davongetragen; aber dass sie diese Narben mit Stolz tragen würden, weil sie wüssten, dass dieser Film sehr, sehr vielen Kindern hilft. Die Machart des Films wurde kontrovers diskutiert, besonders die Lockvogel-Methode. Der US-Ministeriumsmitarbeiter sagte, seit Kriegsbeginn hätten die russischen Streitkräfte in zehn bis zwölf Fällen Hyperschallwaffen eingesetzt.

Ihr Team hatte bestimmt viele Diskussionen über ethische Fragen. Welche Argumente haben Sie abgewogen? Wir wussten, dass unsere Methoden etwas harsch sind – aber auch eine der besten Möglichkeiten, die Leute auf dieses Problem aufmerksam zu machen. Uns war klar: Wenn wir einen Film machen, der eine breite, gesellschaftliche Debatte auslöst, dann können wir wirklich etwas verändern. Und das ist uns gelungen. Dank unseres Films wurden 52 Strafverfolgungen eingeleitet. Als erste verkündeten Sergej Schwatschkin aus dem sibirischen Tomsk und sein Kollege Igor Wassiljew aus dem rund 1000 Kilometer nordöstlich von Moskau gelegenen Kirow ihre Rücktritte.

Wir haben der Polizei das ganze Material zur Verfügung gestellt. In allen Fällen zeigte sich, dass die Männer auch mit echten 12- oder 13-jährigen Kindern Kontakt hatten. Darum wissen wir, dass wir das Richtige getan haben. Wie hat die Arbeit an diesem Film Sie verändert, als Filmemacherin, aber auch als Mensch? Umso länger wir daran arbeiteten, desto klarer wurde mir, wie wichtig dieses Thema ist. Seither ist es schwierig für mich, an etwas zu arbeiten, das keinen sozialen Wert hat, wie etwa ein Werbefilm. Bei vielen Bürgern aber sorgte die Rücktrittswelle für Verwunderung und auch Spekulationen.

Dann fällt es mir schwer, mich dafür zu begeistern. Aus Ihrer Sicht: Was muss geschehen, um Kinder vor diesen Gefahren im Netz zu schützen? Ich glaube, es ist wichtig, zu verstehen, dass es nicht der richtige Weg ist, Kindern das Internet oder Smartphones zu verbieten. Sie werden sowieso damit konfrontiert. Das Wichtigste ist, mit ihnen darüber zu sprechen, was sie im Internet tun sollen und was nicht. Und dass sie, falls es doch zu einem Vorfall kommt, das Vertrauen haben, darüber zu sprechen. Andere spekulierten, dass die fünf Politiker sich eventuell nicht loyal genug gegenüber dem Kreml verhalten hätten und nun auf Entscheidung von ganz oben ihre Posten räumen müssten.

Auch als Gesellschaft müssen wir diese Diskussion führen, zum Beispiel in den Schulen, damit die Kinder darauf vorbereitet sind. Denn diese Probleme werden nicht verschwinden. Das Gespräch führte Barbara Lüthi. .