Der Schoggi-König kämpft gegen Abtreibung und Homosexuelle

Chocolatier und Moralapostel: Wie sich Jürg Läderach gegen Abtreibung, Homosexuelle, Pornos und Harry Potter engagiert. (Abo+)

12.9.2019

Chocolatier und Moralapostel: Wie sich Jürg Läderach gegen Abtreibung, Homosexuelle, Pornos und Harry Potter engagiert. (Abo+)

Jürg Läderach ist einer der bekanntesten Moralapostel der Schweiz. Mit langem Atem engagiert er sich gegen Pornos, Harry Potter und für «christliche» Werte.

Warum engagiert sich Läder­ach als Lebensschützer? Wird er am Samstag in Zürich auch demonstrieren, wo er besonders viele Filialen hat? Der Themenkreis betreffe das private und persönliche Engagement einzelner Mitglieder der Familie Läder­ach und werde durch das Unternehmen nicht kommentiert, mailt Elyne Hager, Leiterin Kommunikation der Läderach AG, auf Anfrage. «Für private Fragen steht Herr Jürg Läderach nicht zur Verfügung.» Private Fragen? Der «Marsch fürs Läbe» versteht sich als Kundgebung samt Bekenntnismarsch, ist also per se öffentlich.

Der Verein, der sich seit kurzem «Christianity for Today» nennt, hat den «Marsch fürs Läbe» mitbegründet. Läderach vertritt dort zusammen mit Mannhart den Verein CFT, der gegen assistierten Suizid, vor- und ausserehelichen Verkehr,

Häufig unterzeichnen die beiden Schreiben gemeinsam, etwa an die Kiosk-AG, die doch bitte ihre Verkaufsstellen familienfreundlich, also pornofrei, gestalten soll. CFT ruft auch zu Kundgebungen gegen Erotikmessen, Männerstrips und das Musical «Jesus Christ Superstar» auf oder fordert auf Schulebene mehr Einfluss der Kreationisten.

das zentrale Thema von CFT. Schon 2005 schrieben Läderach und Mannhart an Bundesrat Blocher: «Mit grosser ­Besorgnis und Betroffenheit erleben wir, wie gleichgeschlechtliche Paare einen anerkannten Status erhalten sollen . . . Dass Sie als Vertreter der Landesregierung diese starke Lobby in der Arena mit Ihrem Ja zum Partnerschaftsgesetz unterstützen werden, schwächt das Vertrauen in den Bundesrat, der seine Auf­gabe als Führer unseres Volkes in der Verantwortung vor Gott und seinen Ordnungen wahrnehmen sollte.»

Im vierteljährlich erscheinenden Bulletin von CFT lässt Läderach darum lieber andere gegen den Verfall der Moral anschreiben, Walter Mannhart etwa oder seinen ältesten Sohn, Johannes Läderach, der letztes Jahr seinen Vater als CEO der Läderach AG abgelöst hat.

Die Aussage von Johannes Läderach sei missverständlich, korrigiert ihn die eigene Kommunikationsbeauftragte Hager: Die Firma Läderach investiere «in keiner Weise in christlich-soziale Projekte». Sie fördere vielmehr in ihrem direkten Einflussgebiet Aktivitäten zugunsten einer nachhaltigen Geschäftstätigkeit – etwa in der Kakaobeschaffung, Energieeffizienz oder Waste Management. Richtig und öffentlich bekannt sei, «dass sich einzelne Familienmitglieder für christlich-soziale Projekte oder Forschungstätigkeiten im Gesundheitsbereich engagieren».

Das Missionswerk war vom deutschstämmigen Südafrikaner Erlo Stegen gegründet worden, der sich als Gesandter Gottes sieht. Der von Südafrika aus weltweit missionierende Prediger ist mit der Familie Läderach und dem Schweizer Zweig von KwaSizabantu verbunden. Domiziliert ist das Missionswerk im Hof Oberkirch im sanktgallischen Kaltbrunn. Jürg Läderach präsidiert die Hof Oberkirch AG, zu der auch die christliche Privatschule Domino Servite gehört. Seine Kinder haben diese Schule besucht, seine Frau ist dort Lehrerin.

Weiterlesen: Tages-Anzeiger

Cailler dann schon gar nicht! Ist von Nestlé und gehört an erster Stelle boykottiert... Echt schade, dass er seinen florierenden Betrieb mit solch extremen Moralpositionen gefährdet. Wäre er konsequent, so würde er seine Schoggi auch nur seiner Lieblingsklientel verkaufen. Aber eben: Geld stinkt nicht

Liebe Freunde, ab sofort gibts keine Läderach-Schoggi mehr von mir. Definitiv nicht. F* holy Sh*!!! Eh, easy, so wird der gute Vorsatz von weniger Schoggi sehr sehr sehr sehr sehr sehr (usw) vereinfacht. Danke für die Info Ich werde heute genüsslich eine feine Cailler Schokolade verputzen Ok gut, dann weiss ich welche produkte ich sicher nicht mehr kaufen werde.

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