Autopanne in Australien – «Ein absolutes Wunder»: Sie überlebten tagelang ohne Wasser im Outback

Die beiden Australier Mahesh Patrick und Shaun Emitja haben tagelang ohne Wasser überlebt – was Experten für erstaunlich halten.

20.10.2021 07:37:00

Die beiden Australier Mahesh Patrick und Shaun Emitja haben tagelang ohne Wasser überlebt – was Experten für erstaunlich halten.

Auf ihrem Heimweg hatten ein 14- und ein 21-jähriger Australier eine Autopanne. Sie irrten tagelang durch die Wildnis, ehe sie gerettet wurden.

5 Kommentare5Viele Menschen machten sich Sorgen um sie: Die beiden Australier Mahesh Patrick und Shaun Emitja haben tagelang ohne Wasser überlebt – was Experten für erstaunlich halten.Foto: Northern Territory Police (Social Media)Für die Polizeichefin des australischen Bundesstaats Northern Territory ist es ein «absolutes Wunder». Zwei junge Männer haben ohne Wasser tagelang in der Wildnis überlebt. Die beiden wurden am Freitag und am Samstag getrennt von einander gefunden – sie sind erschöpft und dehydriert, sonst aber wohlauf, wie australische Medien berichten.

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Der 14-jährige Mahesh Patrick und der 21-jährige Shaun Emitja waren nach einem Wochenendausflug nicht nach Hermannsburg zurückgekehrt, eine Aborigine-Gemeinde 120 Kilometer südwestlich von Alice Springs. Daraufhin wurden sie als vermisst gemeldet, wie das australische Nachrichtenportal

ABC Newsberichtet.Am Montag vergangener Woche hatten sich die beiden verfahren. Laut der Northern Territory Police fuhren sie zunächst fünf Kilometer in Richtung eines Hügels, merkten dann aber, dass sie in die falsche Richtung fuhren. Mitten in abgelegenem Gebiet blieben sie dann mit ihrem Auto stecken. Sie konnten weder vorwärts, noch rückwärts. Am nächsten Morgen entschieden sie sich, mit einem leeren Kanister aufzubrechen, um nach Wasser zu suchen. Ein sehr riskantes Unterfangen, wie sich noch herausstellen sollte. headtopics.com

Die beiden Australier waren in einem Gebiet unterwegs, in dem es tagsüber bis zu 40 Grad heiss wird. Am Dienstag übernachteten sie in einem Zelt auf einem Hügel. Die Polizeichefin Kirsten Engels geht davon aus, dass sie dort zum letzten Mal Wasser hatten. Aus unbekannten Gründen gingen die beiden von da an getrennte Wege.

«Phänomenaler Überlebensinstinkt»Patrick legte laut Engels 35 Kilometer alleine zurück. Nach langem Umherirren fand er irgendwann einen Zaun, dem er über zwölf Kilometer folgte. Zwei Tage ging er, und zwei Nächte campte er. «Wie durch ein Wunder» wurde er am späten Freitag von Einwohnern eines Dorfs gefunden, die sich zusammen mit Angehörigen auf die Suche nach ihm aufgemacht hatten. «Er ist dehydriert und hat wunde Füsse», sagte Engels. Die Polizeikommandantin staunte über die Leistung: «Was für eine erstaunliche Anstrengung – mit 14 Jahren. Seine Belastbarkeit und der Überlebensinstinkt sind phänomenal.»

Die gross angelegte Aktion der Rettungskräfte ging weiter, auch unterstützt von Helikoptern. Engels zufolge war die Polizei «nicht optimistisch», auch Emitja lebend zu finden. Immerhin, Patrick konnte Hinweise geben, die bei der Suche nach seinem Freund halfen.

«Ein absolutes Wunder»Die Polizei kontaktierte auch Experten aus anderen Bundesstaaten und die Situation wurde laut Engels langsam «ziemlich düster». Doch dann stiess ein Suchtrupp auf frische Spuren. Das gab ihnen eine neue Hoffnung auf ein Happy End. Und tatsächlich, Emitja wurde in der Nacht auf Samstag gefunden – bei «relativ guter Gesundheit». headtopics.com

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Eine Strasse in der Nähe der MacDonnell Ranges ausserhalb von Alice Springs. (Archivbild)Foto: David Gray/Bloomberg (Getty Images)«Für das, was diese Jungen durchgemacht haben, kann ich kaum glauben, dass sie körperlich so wenige Narben haben», sagte Engels. «Es ist ein absolutes Wunder.» Sie bedankte sich auch bei den Dorfbewohnern, die der Polizei bei der Suche geholfen hatten.

Sportwettkampf abgesagtAustralischen Medien zufolge hatten die beiden Männer an einer Sportveranstaltung in Arlparra teilgenommen. Nachdem bekannt wurde, dass sie vermisst werden, haben die Organisatoren den letzten Wettkampf abgesagt, damit Teilnehmer bei der Suche helfen konnten.

«Wir machten uns Sorgen um die Menge an Menschen, die hinausgingen auf morastige Strassen», sagte einer der Organisatoren zu «ABC News».Engels nutzt die Gelegenheit, Outback-Touristen zu warnen. Im Fall einer Autopanne sei es sinnvoll, im Fahrzeug zu bleiben. Dort habe man nicht nur Schutz vor den Elementen, sondern sei auch für Suchtrupps leichter zu finden als Einzelpersonen. Zudem sollen Reisende vier Liter Wasser pro Tag und Person mitnehmen und ausreichend Proviant.

Patrick und Emitja war neben dem Wasser auch das Essen ausgegangen. Engels sagt: «Sie haben grosses Glück, dass sie noch am Leben sind – wir alle wissen, wie hart es da draussen ist.»Das Tor zum Outback: Alice Springs ist die einzige grössere Stadt nahe dem geografischen Zentrum Australiens und mehr als tausend Kilometer von den nächsten Grossstädten entfernt. headtopics.com

Foto: David Gray/Bloomberg (Getty Images) Weiterlesen: Tages-Anzeiger »

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