Zinsanstieg: «Ein Entscheid im Interesse der Banken»

24.06.2022 11:00:00

Die Nationalbank hat die Zinsen erhöht. Eine schlechte Idee, findet der Fribourger Geldökonom Sergio Rossi.

Wieso die Zinserhöhung in der Schweiz - anders als in den USA - eine schlechte Idee sei, warum die Banken davon profitierten und welche Massnahmen besser wären: Geldökonom Sergio Rossi im Interview mit ywegelin

Die Nationalbank hat die Zinsen erhöht. Eine schlechte Idee, findet der Fribourger Geldökonom Sergio Rossi.

Sergio Rossi:Die SNB will damit den Wechselkurs stärken: Steigt der Wert des Frankens, werden importierte Güter wie Energie oder Getreide billiger. Damit soll auch der Preisanstieg inländischer Güter gebremst werden, die mit importierten Waren hergestellt werden.

Die SNB sagt, der Franken sei trotz des nominellen Anstiegs nicht mehr überbewertet: Schliesslich würden Güter im Ausland mit der hohen Inflation auch teurer.Es ist unmöglich zu sagen, was der richtige Wechselkurs sein sollte. Sicher ist, dass der Franken an Wert zulegen wird, auch weil weltweit die Konjunktur nachlässt. In Krisenzeiten wird der Franken für Anleger:innen stets zum sicheren Hafen.

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Twitter Profil von Autor:in Geldökonom Sergio Rossi WOZ: Herr Rossi, was halten Sie vom Entscheid der Schweizer Nationalbank (SNB), den Leitzins um 0,5 Prozentpunkte auf −0,25 Prozent zu erhöhen? Sergio Rossi: Er hat mich nicht erstaunt – aber enttäuscht.Trampilot im Nebenjob: Das VBZ-Stelleninserat stösst bei Studierenden auf grosses Interesse.Rund drei Tonnen russisches Gold im Wert von 194 Millionen Franken tauchen im Mai in der Zollstatistik auf – warum ist das bemerkenswert? Trotz Sanktionen ist die Einfuhr von russischem Gold in die Schweiz und auch in die EU zwar legal.02:04 Video Aus dem Archiv: Chef-Löhne bundesnaher Betriebe Aus Tagesschau vom 18.

Ich habe erwartet, dass die SNB der US-amerikanischen und der Europäischen Zentralbank folgt, die die Zinsen erhöht beziehungsweise einen Anstieg angekündigt haben. Anders als in den USA und der Eurozone ist die Inflation in der Schweiz mit 2,9 Prozent jedoch nicht exorbitant hoch. «Erstmals können Studentinnen und Studenten das Steuer im Tram übernehmen. Und trotzdem nimmt die SNB mit ihrem Entscheid negative Konsequenzen für die nationale Wirtschaft in Kauf. Im März und April importierte die hiesige Branche kein Gramm russisches Gold. Die Inflation bei den inländischen Gütern liegt unter zwei Prozent. August bis zum 6. Gestiegen sind die Preise für importierte Energie, die die SNB nicht beeinflussen kann. Insgesamt haben die Topverdiener unter den Chefs der Bundesbetriebe im vergangenen Jahr leicht mehr verdient als im Jahr 2020.

Warum hat sie die Zinsen trotzdem erhöht? Die SNB will damit den Wechselkurs stärken: Steigt der Wert des Frankens, werden importierte Güter wie Energie oder Getreide billiger. Der Clou: Statt der üblichen 43 Tage dauert die Ausbildung nur 26 Tage. WWF Schweiz spricht gar von bis zu 70 Prozent. Damit soll auch der Preisanstieg inländischer Güter gebremst werden, die mit importierten Waren hergestellt werden. Welche negativen Folgen befürchten Sie für die nationale Wirtschaft? Wird der Franken teurer, bekommen Schweizer Firmen Mühe, ihre Waren zu exportieren – ein starker Franken macht Schweizer Güter teurer. 30 bis 35 Franken pro Stunde Danach könnten sie auf Wunsch 10 bis 20 Prozent neben dem Studium arbeiten – für 30 bis 35 Franken pro Stunde. Das wird im Inland zu tieferen Löhnen führen und im schlimmsten Fall auch zu Entlassungen. Auch der Verband der Schweizer Edelmetallindustrie hält fest: Von seinen 14 Mitgliedern, die für 100 Prozent des in der Schweiz geschmolzenen und raffinierten Edelmetallvolumens sorgen, sei keines für die besagte Einfuhr verantwortlich. Die SNB sagt, der Franken sei trotz des nominellen Anstiegs nicht mehr überbewertet: Schliesslich würden Güter im Ausland mit der hohen Inflation auch teurer. «Mit diesem Pilotversuch versuchen wir, eine neue Zielgruppe zu identifizieren und frühzeitig mit ihr in Kontakt zu treten», bestätigt Florian Schrodt, Leiter Rekrutierung bei den VBZ, einen Bericht von « ». Obwohl das Parlament kürzlich einen fixen Lohndeckel abgelehnt hat, verfehlte die entsprechende Vorlage ihre Wirkung offenbar nicht.

Das stimmt nur bedingt. Will ich als italienischer Unternehmer eine Maschine aus der Schweiz importieren, werde ich auf den Wechselkurs schauen. Innerhalb eines Tages seien weit über 70 Bewerbungen eingetroffen, mittlerweile habe man das Bewerbungsverfahren bereits wieder gestoppt. Das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit teilt aus Datenschutzgründen nicht mit, an wen das russische Gold ging. Wenn dieser steigt, werde ich zögern, die Maschine in der Schweiz zu kaufen. Glauben Sie, dass der Franken bereits überbewertet ist, oder befürchten Sie das für die Zukunft? Es ist unmöglich zu sagen, was der richtige Wechselkurs sein sollte. Zukünftig könnten es aber noch mehr werden. Sicher ist, dass der Franken an Wert zulegen wird, auch weil weltweit die Konjunktur nachlässt. Etwa ein privater Investor, der das Gold in der Schweiz zwischenlagert und erst später raffiniert..

In Krisenzeiten wird der Franken für Anleger:innen stets zum sicheren Hafen. Zudem erhoffen sich die VBZ auch, dass durch den Pilotversuch langjährige Mitarbeitende im Fahrdienst entlastet werden. Befürchten Sie auch einen Crash am Immobilienmarkt? Vielleicht keinen Crash, aber eine starke Korrektur: Mit dem Entscheid der SNB steigen nun auch die Hypothekarzinsen. Leute, die für ihr Haus die Hypothek erneuern müssen, könnten in Schwierigkeiten geraten. «Bei der Sicherheit machen wir keine Abstriche», versichern die VBZ.» Swissaid hält es für plausibel, dass es sich dabei um verschleiertes russisches Gold handelt. Eine zehnjährige Hypothek kostete bis jetzt ein Prozent, nun ist sie auf fast drei Prozent gestiegen. Damit könnten nicht nur Kreditnehmer:innen in Not geraten, sondern auch Banken, die zu viele Kredite vergeben haben. «Bei der Sicherheit machen wir keine Abstriche», versichert der VBZ-Mann.

Und der SNB-Entscheid könnte eine weitere Folge haben.06. Welche? Wenn Unternehmen für Kredite den Banken nun höhere Zinsen zahlen müssen, erhöht das ihre Produktionskosten. So könne die Ausbildung problemlos verdichtet werden, sagt Schrodt. Diese höheren Kosten werden sie auf die Preise schlagen. SNB-Direktor Thomas Jordan könnte mit seinem Entscheid also die Inflation gar verschlimmern. «Vor den Kopf gestossen» Bei den Gewerkschaften läuten die Alarmglocken. Laufzeit 38 Sekunden. Um den Franken zu stärken, hätte die SNB auch einen Teil ihrer Währungsreserven verkaufen können.

Warum hat sie stattdessen die Zinsen erhöht? Das wäre tatsächlich die bessere Option gewesen. Viele Trampiloten fühlten sich «vor den Kopf gestossen», zumal sie von dem Pilotprojekt aus den Medien erfahren hätten. Ein Verkauf der etwa in Aktien gehaltenen Währungsreserven hätte allerdings die entsprechenden Kurse nach unten gedrückt, womit sich die SNB der Kritik der Banken ausgesetzt hätte. Auch wenn betreffend der gestiegenen Goldimporte aus Dubai «keine konkreten Hinweise auf darin enthaltenes russisches Gold» bestehen, beobachte man die Veränderungen der Einfuhren «aufmerksam». Möglich, dass sie dies verhindern wollte. Sie könnten von solch flexiblen Arbeitszeiten nur träumen und müssten «um jeden freien Tag betteln». Eine Zinserhöhung ist dagegen im Interesse der Banken. Sie müssen nun auf ihre Reserven bei der SNB weniger Negativzinsen zahlen, was ihre Profite erhöht. Mit Berufseinsteigern Kosten sparen? Bedenken gibt es laut Beer auch wegen möglicher Auswirkungen auf die betriebliche Sicherheit, wenn Personen am Steuer sitzen, die nicht vollständig ausgebildet sind, sondern «nur eine Schnellbleiche durchlaufen haben». Unter anderem wollte er wissen, was der Bundesrat unternimmt, um die Herkunft von Gold zu kontrollieren und weshalb das Ursprungsland nicht deklariert werden muss.

Auch durch die höheren Zinsen etwa für Hypotheken steigen ihre Einnahmen. Ist die Zinserhöhung wirklich im Interesse der Banken, wenn sie dadurch etwa bei den Hypotheken Ausfälle befürchten müssen? Die SNB und die Banken glauben, dass sich der Schaden in Grenzen halten wird. Und ob es die Strategie sei, Berufseinsteiger und Billigarbeitskräfte zu beschäftigen, um Lohnkosten zu reduzieren. Die Negativzinsen der letzten Jahre haben bei den Immobilien und an den Börsen zu Finanzblasen geführt. Was die Deklaration betreffe, so hätten Schweizer Behörden weder das Mandat noch die Möglichkeit, die Herkunftsangabe des Goldes vor der Verarbeitung zu verlangen oder zu überprüfen. Ist nicht ein Ende der Negativzinsen nötig? Über Jahre hat man weltweit versucht, die Wirtschaft durch billiges Geld am Laufen zu halten. Den VBZ gehe es keineswegs um eine Abwertung des Trampiloten-Berufs und auch nicht darum, Billiglohnkräfte einzustellen, um Kosten zu senken. Will man aus dieser Strategie aussteigen, müsste der Staat mehr investieren, indem er sich Geld bei der Zentralbank leiht oder die grossen Finanzvermögen höher besteuert.

Auch die Schweiz müsste mehr investieren. Es gehe darum, «etwas Gutes zu tun fürs Fahrpersonal». Finden Sie es richtig, dass die US-Zentralbank die Zinsen erhöht hat? Im Fall der USA ist dies teilweise berechtigt. Die Inflation liegt dort bei über acht Prozent. Foto: Urs Jaudas Trotz solcher beruhigender Worte: Gewerkschafter Beer will den Fall nicht auf sich beruhen lassen – und nimmt auch den für die VBZ verantwortlichen Stadtrat Michael Baumer (FDP) ins Visier. Zudem sind die Löhne dort seit der Pandemie stark gestiegen. Viele Firmen zahlen mehr, weil sie Mühe haben, Arbeitskräfte zu finden. Ein solches Vorgehen könne der VPOD nicht akzeptieren, er werde deshalb in Absprache mit den Personalverbänden Transfair und Syna die Verletzung der Mitwirkungspflicht beim Stadtrat monieren.

Ausserdem hat die US-Regierung ärmeren Haushalten Coronazuschüsse gezahlt. In den USA ist die Inflation also auch das Resultat einer hohen Nachfrage. Martin Huber ist Redaktor im Ressort Zürich Politik & Wirtschaft. In Europa ist es das knappe Angebot etwa aufgrund von Lieferengpässen, das zu Inflation führt. Sind höhere Zinsen hier richtig? Nein, hier sind die Löhne nicht stark gestiegen.. Die Europäische Zentralbank strafft ihre Geldpolitik, damit angesichts der US-Zinserhöhung der Euro nicht zu stark an Wert verliert.

Das ist wichtig, damit sich die importierten Güter nicht noch mehr verteuern. Das wird jedoch zu mehr Arbeitslosigkeit führen. Vor allem in Deutschland und der Schweiz gibt es Ökonom:innen, die behaupten, dass nicht Engpässe die Inflation anheizen würden, sondern die lockere Geldpolitik der letzten Jahre. Das ist falsch. Die Geldpolitik ist seit der Finanzkrise 2008 ultralocker.

Warum sollte die Inflation fünfzehn Jahre später kommen? Lockere Geldpolitik führt nur zu Inflation, wenn sie zu höheren Löhnen und damit zu mehr Konsum führt. Das Geld ist jedoch auf den Finanzmärkten gelandet, wo die Preise der Aktien oder der Immobilien gestiegen sind. Statt die Zinsen könnten die USA auch die Steuern für Leute mit hohen Einkommen anheben. Auch das würde den Konsum drosseln und die Inflation senken. Kaum ein Politiker wagt es, die Steuern für Reiche und grosse Unternehmen zu erhöhen.

Gegen die jetzigen Zinserhöhungen gibt es jedoch kaum eine Lobby. Das Problem ist aber auch, dass sehr reiche Leute ihren Konsum kaum senken, wenn sie mehr Steuern bezahlen müssen. Sie legen dann lediglich etwas weniger Geld am Finanzmarkt an. Die SP und die Mitte-Partei verlangen unter anderem eine Anpassung der Renten an die Inflation sowie höhere Prämienverbilligungen. Was halten Sie von diesen Ideen? Sie gehen in die richtige Richtung: Der Mittelstand und Leute mit tiefen Einkommen brauchen Hilfe.

Wie die Grünen gefordert haben, könnte man diese Hilfe mit einer Sondersteuer für Konzerne wie Glencore finanzieren, die dank der hohen Energiepreise grosse Profite machen. Wie schätzen Sie das Risiko ein, dass solche Hilfen oder höhere Löhne zu einer sogenannten Lohn-Preis-Spirale führen, mit der die Inflation weiter angeheizt würde? Ein bestimmtes Risiko besteht. In vielen Branchen haben die Produktivitätsgewinne in den letzten Jahren jedoch kaum zu höheren Löhnen geführt, wie das der Fall sein sollte. Hier gibt es Luft nach oben. Sergio Rossi (54) ist Professor für Makroökonomie und monetäre Ökonomie an der Universität Fribourg.

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