Zehn Jahre Costa Concordia – Damals ging auch der «Berlusconismo» unter – vermeintlich

13.01.2022 12:00:00

Vor zehn Jahren kenterte die Costa Concordia. Die Havarie war auch eine Metapher.

Vor zehn Jahren kenterte die Costa Concordia. Die Havarie war auch eine Metapher.

Am 13. Januar 2012 kenterte die Costa Concordia. Die Havarie war auch eine Metapher für das Ende einer politischen Ära. Nun ist Silvio Berlusconi wieder da und will Präsident werden.

Wie ein müdes Monster: Die Costa Concordia, wie sie am 15. Januar 2012 vor der Isola del Giglio lag.Eine gefährliche Zirkusnummer, ein Augenzwinkern des Kommandanten – was war es beliebt. Drei Felsen schlitzten den Rumpf auf. Der Strom fiel aus, die Dieselgeneratoren funktionierten nicht: Blackout an Bord. 32 Menschen kamen um beim Versuch, sich oder andere zu retten. Viele wurden verletzt und noch mehr traumatisiert.

Freitag, der 13. Und das ist nur eine von vielen symbolischen Handreichungen für das Verständnis dieser schwer fassbaren Katastrophe. Die Italiener haben die Deutung ihres Titanic-Moments noch immer nicht abgeschlossen. Es kam so viel zusammen in jener tragischen und grotesken Szene.

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Publiziert heute um 06:00 Uhr 2 Kommentare 2 Wie ein müdes Monster: Die Costa Concordia, wie sie am 15.mit der 29-Jährigen.Der Ticker startet um 5:34 Uhr Weitere anzeigen Hier finden Sie Hilfe in der Coronazeit Box aufklappen Box zuklappen Corona beschäftigt uns alle.Drucken Teilen Er leitet eine von insgesamt drei Sparten der Siemens AG: Matthias Rebellius.

Januar 2012 vor der Isola del Giglio lag. Foto: Enzo Russo (EPA) Zehn Jahre ist es her, auf den Tag genau, dass sich die Costa Concordia vor der toskanischen Insel Giglio hinlegte wie ein müdes Monster, mit aufgerissenem Bauch. Gegenüber 20 Minuten wollte sich das Model nicht äussern. Das grosse Kreuzfahrtschiff hatte mal wieder den «inchino» gemacht, die Verneigung vor der Insel mit einem Nahmanöver. bis Do. Die Passagiere sollten beim Vorbeigleiten die Küste sozusagen mit den Händen greifen können. Turbulentes Liebesleben 2019 veröffentlichte Andres Andrekson, wie der Musiker gebürtig heisst, seinen Song «A chaud et à froid». Eine gefährliche Zirkusnummer, ein Augenzwinkern des Kommandanten – was war es beliebt.

Drei Felsen schlitzten den Rumpf auf. Kurz darauf machte er klar: «Ja, das ist wirklich passiert. Der Strom fiel aus, die Dieselgeneratoren funktionierten nicht: Blackout an Bord. 32 Menschen kamen um beim Versuch, sich oder andere zu retten.›» Nach dem Schock hätten sie viel darüber gesprochen, wie es weiter gehen soll. Viele wurden verletzt und noch mehr traumatisiert. Es war damals ein Freitag – Freitag, der 13. Später nahm Stress in einem Youtube-Video, in dem er die Entstehung des Songs erklärt, eine Teilschuld auf sich – er sei in der Beziehung oft abwesend gewesen, woraufhin sich die Solothurnerin immer wieder verschlossen habe.

Und das ist nur eine von vielen symbolischen Handreichungen für das Verständnis dieser schwer fassbaren Katastrophe. Die Italiener haben die Deutung ihres Titanic-Moments noch immer nicht abgeschlossen. «Wir lieben uns. Es kam so viel zusammen in jener tragischen und grotesken Szene. Die tanzende Crew auf der sinkenden Concordia, der Kapitän mit seiner Geliebten: Das passte perfekt zur allgemeinen Dekadenz, als Epilog. Und auch Ronja äusserte sich im Sommer 2020 in einem Interview mit der « SI »: «Wir sind beide Kämpfer und geben nicht so schnell auf. Zum runden Jahrestag lassen die Medien sie noch mal Revue passieren.

In Podcasts kann man die Stimmen der Protagonisten jener milden Winternacht nachhören. Es ist selten, im Leben einen Partner zu finden, der einem nicht nur in guten, sondern auch in schlechten Zeiten und in Krisen zur Seite steht. Etwa die des Kapitäns Francesco Schettino , der das Schiff als einer der Ersten verliess und sich dann in peinlichen Ausflüchten wand. Auch die des Küstenwächters, der ihn mit deutlichen Worten zurückbeordern wollte: «Torni a bordo, cazzo!» Es gibt auch Filme, die im Zeitraffer dokumentieren, wie die Costa Concordia wundersam wiederaufgerichtet und in jahrelanger Arbeit zur finalen Verschrottung nach Genua transportiert wurde. Das gibt mir extrem viel Halt, Stabilität und Sicherheit. Da ist er wieder, als wäre er nie weg gewesen: Silvio Berlusconi, 85 Jahre alt, im vergangenen Dezember vor seinem neuen Haus an der Via Appia Antica in Rom. Foto: Fabio Frustaci (EPA) Die Havarie, sie war eben eine Metapher für alles. Ronja, die in New York lebt, war mehrere Monate in der Schweiz.

Silvio Berlusconi hatte das Land gerade auf Grund gefahren – wie ein wundes Tier lag es an den Börsen, der Staatsbankrott drohte. Als Retter wurde Mario Monti geholt, ein Technokrat, ausgeliehen von Brüssel. Bereits da zeigte sich Stress in einem Instagram-Post nachdenklich über die Zukunft: «Wird 2021 besser als 2020? Ich weiss es nicht. Und wer hier Analogien zu Mario Draghi sieht, der sieht das schon richtig. Man glaubte damals, es beginne die Ausnüchterung vom Berlusconismo, von dessen Klamaukkultur.» Gerüchte gingen dem Liebesouting zuvor Schon beim Liebesbekenntnis kämpften sie lange gegen Gerüchte an, bis sie im Oktober 2012 schliesslich öffentlich ihre Beziehung bestätigten. Ebenfalls final.

Die tanzende Crew auf der sinkenden Concordia, der Kapitän mit seiner Geliebten: Das passte perfekt zur allgemeinen Dekadenz, als Epilog.» Der Altersunterschied von 15 Jahren war nie ein Thema für das Paar. Man war sich sogar rundherum einig, dass Berlusconi vor allem eines war: ein lamentabler Kapitän des Landes. Als er dann auch noch wegen Steuerbetrugs verurteilt wurde, ja, da war es endgültig vorbei.» Zuvor war der Musiker mit der Ex-Miss Melanie Winiger (42) vier Jahre verheiratet. Nun, nicht wirklich. Berlusconi ist jetzt 85 Jahre alt und tanzt wieder auf dem Dampfer der Republik. Die Schauspielerin wollte sich ebenfalls auf ihre Karriere konzentrieren.

Er will Staatspräsident werden, das ist kein Witz. Würde er gewählt, man muss sich das mal vorstellen, hinge sein Foto bald auch in allen Gerichten des Landes. My 20 Minuten Als Mitglied wirst du Teil der 20-Minuten-Community und profitierst täglich von tollen Benefits und exklusiven Wettbewerben! Deine Meinung. Es läuft «Operazione scoiattolo», Operation Eichhörnchen, und die Zeitungen schreiben darüber, als wäre das Kaufen und Sammeln von Stimmen ganz normal. Die Wahl im Parlament beginnt am 24. Januar, in den ersten Runden wird er sich wahrscheinlich mit Draghi messen, dem besten Premier des Landes seit Menschengedenken, dem nationalen Wiederaufrichter.

Sollte der gewählt werden, liess Berlusconi schon ausrichten, dann werde er die Regierung der nationalen Einheit, an der seine Forza Italia beteiligt ist, platzen lassen. Es hört sich wie eine Erpressung an. Berlusconi telefoniert in diesen Tagen viel herum, er schenkt möglichen Wählern aus dem Wahlgremium von Senatoren, Abgeordneten und Delegierten aus den Regionen teure Gemälde, bietet wohl wieder Posten, Jobs und Geld an. Es läuft «Operazione scoiattolo», Operation Eichhörnchen, und die Zeitungen schreiben darüber, als wäre das Kaufen und Sammeln von Stimmen ganz normal. Es ist verrückt, ein gefährliches Manöver, aufgeführt mit dem alten Grinsen – ein freakiger «inchino».

Es braucht nie viel, und Italien erleidet wieder eine Havarie. Oliver Meiler .