«Keine Einschulung ohne genügende Deutschkenntnisse»

Christoph Eymann, ehemaliger Basler Bildungsdirektor, befürchtet die Entstehung von Parallelgesellschaften. (Abo+)

18.8.2019

Christoph Eymann, ehemaliger Basler Bildungsdirektor, befürchtet die Entstehung von Parallelgesellschaften. (Abo+)

Der Basler Nationalrat und Ex-Präsident der EDK Christoph Eymann befürchtet die Entstehung von Parallelgesellschaften.

Sie haben in Basel 2013 ein Spielgruppen-Obligatorium für Vorschulkinder eingeführt, die ungenügend Deutsch können. War Ayman auch dort?

so viele fremdsprachige Kinder wie noch nie. Beunruhigt Sie das?

Ja. In anderen städtischen Regionen der Schweiz dürfte es ähnlich aussehen. Wenn diese Kinder die Landessprache nicht lernen, birgt das die Gefahr, dass Parallelge­sellschaften entstehen.

Kinder ohne genügende Deutschkenntnisse sollten noch nicht ­eingeschult werden. Verschiedene Studien haben gezeigt, dass Kinder von nicht deutschsprachigen Eltern bei der Einschulung oft deutliche Rückstände in ihren Sprachkompetenzen haben, schnell abgehängt werden und die Lücken nicht mehr schliessen können. In der Schule müssen sie sich aber ausreichend verständigen und mit ihrem Alter entsprechender Selbstständigkeit am Schulun­terricht teilnehmen können. Sonst ist der Lernerfolg gefährdet.

Wir hatten immer Probleme, wenn wir bei der Kindergarteneinteilung das erste Schreiben an die Eltern verschickten. Darin stand zum ­Beispiel: Begleiten Sie Ihr Kind am ersten Tag und gehen Sie dann ­wieder. Das gab sofort Rekla­mationen von Eltern, die fanden, «so geht das nicht». Wir haben dann probiert, dieses Schreiben weicher zu formulieren, fast schon salbungsvoll.

Wie haben die Eltern reagiert, wenn man ihnen mitteilte, dass ihr Kind in die Spielgruppe zur Deutsch-Nachhilfe muss?

Wir verschicken einen Fragebogen an den gleichen Adressatenkreis wie für die Kindergartenan­meldung. Dort müssen die Eltern angeben, wie sie die Deutschkenntnisse ihres Kindes beurteilen.

Weiterlesen: Tages-Anzeiger

Deutschkenntnisse sollten Voraussetzung für die Einschulung sein. Es dürfte nicht sein, dass alle Defizite der Schulkinder durch kostenlose Spezialunterrichtung von unseren Schulen übernommen werden müssen. Das Elternhaus hat auch Pflichten!

Nachhaltig einkaufen: Keine einfache Sache, da gute Label fehlenIn Zeiten verschärfter Klimaschutzdebatten wollen viele ökologisch, nachhaltig sowie klimafreundlich einkaufen. Doch das ist gar nicht so einfach, solange verlässliche Labels für Produkte fehlen. Ein Kommentar. Aber klar viele bestellen in China Ihre waren. Und am Fußbote tut dann klimaneutral nach Hause transportieren. Genau. Der Bürger ist ja so blöd und muss sofort bevormundet werden. Eine Aufgabe, die perfekt zu rot/grün passt. 'In Zeiten verschärfter Klimaschutzdebatten...' Seid Ihr dumm? Nicht die Debatten sind verschärft, sondern die Klimakrise. Wir sind auf 4°C Kurs und wählt noch immer eine Sprache die vorgaukelt, die Klimakrise wäre Fake.

Die Integration in die Schulen ist kein WunschkonzertKinder, die bei der Einschulung die jeweilige Landessprache nicht beherrschen, können den schulischen Rückstand nur schwer aufholen. Das zeigt die Erfahrung.

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immer mehr Schulkindern in der Schweiz fehlen SprachkenntnisseIn der Schweiz gehen derzeit über 300'000 Kinder zur Schule, die zu Hause keine Schweizer Landessprache sprechen. Das belastet Lehrpersonal, Mitschüler und die betroffenen Kinder selbst. Frühkurse für Dreijährige gelten als Schlüssel für eine gelungene Integration. Was kann man ohne Sprachkenntnisse lernen? Ich versteh die Frage nicht, reden wir von der Deutschschweiz? Hier wird meines Wissens Deutsch gesprochen? Schon 2014 forderte ich im Schwyzer Kantonsrat ein Konzept zur sprachlichen Frühförderung. Die Regierung unterstützte den Vorstoss. SVP u. FDP tischten das Thema damals salopp und kurz und bündig ab. Tenor: keine Aufgabe des Staates. Würde mich wundern, wenn es heute anders wäre.

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