Geheimklausel in Pharma-Verträgen – Bei Covid-Impfschäden soll der Staat haften

Die Pharmakonzerne sichern sich mit Geheimklausel in Lieferverträgen ab, dass bei Corona-Impfschäden nicht sie haften müssen, sondern der Staat. (Abo)

27.11.2020 18:08:00

Die Pharmakonzerne sichern sich mit Geheimklausel in Lieferverträgen ab, dass bei Corona-Impfschäden nicht sie haften müssen, sondern der Staat. (Abo)

Pharmakonzerne liefern ihre Impfstoffe nur aus, wenn sie bei negativen Folgen für die Gesundheit nicht zahlen müssen. Für Schadenersatz sollen die Länder aufkommen.

Publiziert heute um 15:49 Uhr1 KommentarDas Risiko bei den Covid-Massenimpfungen trägt der Staat.Foto: Dado Ruvic (Reuters)Demnächst starten die ersten Staaten die Impfungen gegen das Coronavirus. Die Schweiz folgt Anfang kommenden Jahres. Im Abstand von einigen Wochen erhalten Patienten zweimal je eine Spritze in den Oberarm.

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Die Impfstoffe wurden in Rekordzeit entwickelt. Eine Folge davon ist, dass mögliche mittel- und langfristige Nebenwirkungen noch nicht eingehend erforscht werden konnten. Damit rückt die Frage in den Fokus, wer haftet, falls nach einer Behandlung Komplikationen auftreten sollten.

Expertinnen und Experten halten gravierende Langzeitfolgen zwar für wenig wahrscheinlich. Aber aufgrund der aussergewöhnlichen Situation sind in den Lieferverträgen zwischen den Staaten und Pharmakonzernen besondere Haftungsbedingungen festgehalten. Sie werden geheim gehalten. headtopics.com

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Die Pharmaindustrie sichert sich mit Recht gegen solche Risiken ab. Schliesslich tragen die Zulassungsstellen dafür die Verantwortung. Warum diese Klausel geheim gehalten wird, ist nicht einzusehen. Wer haftet eigentlich für die Todesfälle infolge Verzögerung der Impfkampagne?