Energiepreise und Klimawandel – Warum die Energiekrise die Nachhaltigkeitsziele gefährdet

Die stark gestiegenen Preise lassen eine Abkehr von den Klimazielen befürchten. Dabei sind sie selbst schon die Folge einer fehlgeleiteten Politik.

22.10.2021 10:00:00

Wenn nun ein harter Winter folgt und die Preise für Energieträger noch weiter ansteigen, droht dem klimaneutralen Umbau der Wirtschaft ein gefährlicher Rückschlag.

Die stark gestiegenen Preise lassen eine Abkehr von den Klimazielen befürchten. Dabei sind sie selbst schon die Folge einer fehlgeleiteten Politik.

. Damals stieg, ausgelöst durch hohe Ölpreise wie jetzt, die Teuerung stark an, während gleichzeitig die Wirtschaft lahmte und die Arbeitslosigkeit deutlich zulegte.Von höheren Energiepreisen sind überdies Empfänger von tieferen Einkommen deutlich stärker betroffen als jene am oberen Ende. Kaum eine Regierung dürfte sich Proteste wünschen, wie jene der Gelbwesten in Paris. Ausgelöst wurden diese ursprünglich durch eine geplante Erhöhung von Energiepreisen.

Ein Mangel an InvestitionenAls Gründe für die aktuelle Entwicklung an den Energiemärkten werden eine Reihe von Faktoren genannt. Zum einen geht der Preisanstieg auf einen gewaltigen Nachfrageschub nach dem Ende der weltweiten Lockdowns zurück, wie er sich auch bei anderen Gütern zeigt. Auf der anderen Seite sind aber auch mangelhafte Investitionen der Regierungen für die Knappheit mitverantwortlich.

Die Schwierigkeit beim Umbau zu einer nachhaltigen Wirtschaft besteht darin, neue Energieformen so weit aufzubauen, dass auf alte verzichtet werden kann. Laut dem britischen «Economist» sind die Investitionen in fossile Energieträger seit 2015 bereits um 40 Prozent zurückgegangen. Ihr Anteil an der gesamten Energienachfrage macht aber noch immer 83 Prozent aus. headtopics.com

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In neue Energieformen wird aber erst halb so viel investiert, wie nötig wäre, damit das Null-Emissions-Ziel bis 2050 erreicht werden kann.Aktuell besteht das Risiko, dass Regierungen angesichts der stark gestiegenen Staatsverschuldung sich mit Investitionen in den Umbau der Energiegewinnung weiterhin zurückhalten

.«Um Energiesicherheit zu erreichen, braucht es ein sorgfältiges Gleichgewicht von Marktkräften, Technologien, Politik und Weltpolitik, das nicht zu ideologischen Vorgaben passt.»Brenda Shaffer, EnergieexpertinUngenügende Investitionen sind nur ein Teil des Problems. «Um Energiesicherheit zu erreichen, braucht es ein sorgfältiges Gleichgewicht von Marktkräften, Technologien, Politik und Weltpolitik, das nicht zu ideologischen Vorgaben passt», schreibt die Energieexpertin Brenda Shaffer zur Energiepolitik im renommierten Medium «Foreign Policy». Konkret kreidet Shaffer der Politik vor allem in Europa

zum einenan, zu sehr auf Tagesmärkte etwa für Erdgas gesetzt zu haben. Langfristige Preisabsicherungen oder das Anlegen von Reserven kamen daher zu kurz, und es gab auch kaum Anreize dafür.Die Folge ist, das die Europäer in ihrer Not nun ausgerechnet

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auf den russischen Autokraten Wladimir Putin angewiesensind. Denn Russland, der weltweit viertgrösste Emittent von Treibhausgasen, verfügt über massive Erdgasreserven.Mit einem Anteil von 41 Prozent der Gasimporte hat das Land einen dominierenden Einfluss auf das Angebot und die Preise in Europa. headtopics.com

Zweitens kritisiert Shaffer, dass bei der Bevorzugung von alternativen Energien eine Gesamtsicht fehle: «Die aktuelle Europäische Kommission hat die Energiepolitik gänzlich der Klimapolitik untergeordnet», schreibt die Expertin und ergänzt, «der Sicherheit des Angebots von Energie und ob sie sich die Leute noch leisten können, schenkt sie keine Aufmerksamkeit.»

Beim Treffen der Staatschefs Ende Monat in Glasgow ist dringend eine Gesamtsicht gefragt, die sowohl die aktuellen wie die künftigen Herausforderungen berücksichtigt. Denn wenn nun ein harter Winter folgt und die Preise für Energieträger noch weiter ansteigen, droht dem klimaneutralen Umbau der Wirtschaft ein gefährlicher Rückschlag.

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