Düstere Aussichten für Festivals - «Wir sind auf dem harten Boden gelandet»

«Es ist mit weiteren Absagen von Festivals zu rechnen»: Veranstaltungsbranche ist schwer enttäuscht vom Bundesrat.

21.04.2021 22:19:00

«Es ist mit weiteren Absagen von Festivals zu rechnen»: Veranstaltungsbranche ist schwer enttäuscht vom Bundesrat.

Festivals und die Veranstaltungsbranche sind von der Strategie des Bundesrats schwer enttäuscht. Es ist mit weiteren Absagen zu rechnen.

7Für grosse Festivals im Sommer ohne Einschränkungen sieht es nicht gut aus: Erst ab August sollen die Beschränkungen bei der Teilnehmerzahl schrittweise aufgehoben werden. Das Greenfield hat die diesjährige Ausgabe schon länger abgesagt.

Sexuelle Belästigung in Zürich - «Wenn wir einen Ausschnitt tragen, werden wir voll angestarrt» Vorgesehene Lockerungen - «Der Bundesrat schikaniert die Bevölkerung weiter» Restaurants drinnen offen, Clubs müssen noch warten

Greenfield FestivalUnkonkret blieb der Drei-Phasen-Plan des Bundesrates bei den Grossveranstaltungen.Foto: 20min/Celia Nogler20min/Celia NoglerRoman Pfammatter, der operative Leiter des Openair Gampel, ist niedergeschlagen: «Leider können wir im Moment nicht reagieren. Wir sind mal wieder auf dem harten Boden gelandet und müssen uns jetzt erst sortieren.»

20min/François MelilloDarum gehtsDer Bundesrat hat weitere Schritte in der Bekämpfung der Corona-Krise bekanntgegeben.Grossveranstaltungen sollen frühestens ab Anfang August wieder möglich sein, die Beschränkungen bei den Besucherzahlen werden schrittweise aufgehoben. headtopics.com

Für die Festivals heisst das weiter abwarten – die Aussichten auf einen Festivalsommer ohne Einschränkungen sind düster, die Veranstalter entsprechend enttäuscht.Der Bundesrat stellte am Mittwoch einen detaillierten Drei-Phasen-Plan vor, wie die Rückkehr zur Normalität gelingen soll (siehe unten). Unkonkret blieb er allerdings bei den Grossveranstaltungen: In der Normalisierungsphase – diese beginnt, wenn alles gut läuft, Anfang August, wenn alle über 16-Jährigen, die das wollen, geimpft sind – sollen Grossveranstaltungen wieder möglich sein, sagte Gesundheitsminister Alain Berset. Die Beschränkungen bei der Teilnehmerzahl sollen dann «schrittweise aufgehoben werden».

Was das für die Openairs, die ihre diesjährigen Ausgaben noch nicht abgesagt haben, konkret heisst, lässt der Bundesrat offen. Ein schwerer Schlag für die Organisatoren, die sich Planungssicherheit und Perspektiven erhofft hatten. «Leider können wir im Moment nicht reagieren. Wir sind mal wieder auf dem harten Boden gelandet und müssen uns jetzt erst sortieren», sagt etwa Roman Pfammatter, operativer Leiter des Openair Gampel im Wallis. Das Festival wäre vom 19. bis am 22. August 2021 geplant.

«Es ist kaum möglich, irgendetwas zu planen»Auch Stefan Breitenmoser, Geschäftsführer der Swiss Music Promoters Association (SMPA) ist nach der Pressekonferenz des Bundesrates schwer enttäuscht. «Bis weit in den Juli ist bereits jetzt alles abgesagt.» Die wenigen Veranstalter, die nun noch zuwarten, bräuchten aber bis Ende April eine Planungsgrundlage. «Die hat uns der Bundesrat heute wieder nicht gegeben», sagt Breitenmoser. «Nun wird die Veranstaltungsbranche bis am 12. Mai vertröstet. Wenn wir so lange nicht wirklich mehr wissen, ist es kaum möglich, für diesen Sommer noch irgendetwas zu planen.»

Vom sogenannten Schutzschirm sei auch kaum gesprochen worden. «Auch hierzu hätten wir uns Konkretisierungen gewünscht. Der Bundesrat lässt uns einmal mehr hängen», sagt Breitenmoser. Das Parlament hat im Covid-Gesetz einen solchen Schutzschirm für abgesagte Veranstaltungen beschlossen: Der Bund kann künftig einen Teil der Kosten übernehmen, wenn Veranstaltungen aufgrund der Corona-Massnahmen abgesagt oder verschoben werden müssen. headtopics.com

Neue Regeln in Baden-Württemberg - Schweizer dürfen wieder ohne Quarantäne nach Deutschland zum Shoppen 15-Jähriger in Basel ins Herz gestochen – jetzt spricht die Schwester «Man hat eine Minute Zeit, um in den Bunker zu rennen»

Auch für Herbst und Winter fehlen PerspektivenAuch das für den Juni angekündigte Covid-Zertifikat für den Immunitätsnachweis komme sehr spät, so Breitenmoser. «Nach 13 Monaten Diskussion mit den Bundesbehörden sind wir konsterniert: Der Bundesrat hat es nicht geschafft, den Veranstaltenden eine Perspektive zu bieten.» Er habe Verständnis, dass keine festen Zeitpläne gemacht werden könnten, jedoch hätte er sich eine provisorische Öffnungsstrategie gewünscht.

Es gehe nicht nur um den Sommer, sondern auch um die Planung für den Herbst und Winter. «Ohne klare Informationen zu den geplanten Massnahmen können die Veranstalter nicht budgetieren. Wir tappen weiterhin im luftleeren Raum.»«Der Bundesrat betreibt Nullkommunikation»

Diverse grosse Openairs haben ihre diesjährigen Ausgaben bereits abgesagt, darunter etwa das Openair St. Gallen, das Zürich Openair, das Gurtenfestival oder das Greenfield. Wenige Stunden vor der Pressekonferenz hatten die Organisatoren desZüri-Fäschts angekündigt, gar die Ausgabe 2022

um ein Jahr zu verschieben. «Unter diesen Umständen ist zu befürchten, dass weitere grosse Festivals dieses Jahr nicht werden stattfinden können», sagt Breitenmoser.Enttäuscht zeigt sich auch die Bar- und Clubkommission: «Keine wirkliche Perspektive gibt es weiterhin für grosse Veranstaltungen, die im Sommer 2021 geplant sind», schreibt sie in einer Mitteilung. Diese seien mehr oder weniger davon abhängig, wie schnell das Impfen in der Schweiz vorwärts gehe und ob der geplante Schutzschirm für Veranstaltungen eine weitere Planungssicherheit bieten könne. «Dieser befindet sich aber weiterhin in der Vernehmlassung beim Bundesrat, mit weiteren Absagen von Festivals ist zu rechnen. » headtopics.com

Chancen gibt es noch für kleinere Anlässe. Christoph Bill ist Festivalleiter vom Heitere Open Air in Zofingen. Er hat noch nicht abgesagt, aber auch er ist enttäuscht. «Der Bundesrat betreibt mit der Veranstaltungsbranche eine Nullkommunikation.» Erhofft hatte Bill sich eine längerfristige Perspektive und Konkretisierungen zum Schutzschirm. «Wenn wir mehr wüssten, könnten wir die Schäden senken oder Alternativformate anvisieren. Unsere Branche würde letztere mit Kreativität und Herzblut realisieren, aber auch dafür braucht es ein Fundament von klaren Aussagen. Auf Sand lässt sich nicht bauen.»

Das ist der Drei-Phasen-PlanSchutzphaseZurzeit befinden wir uns laut Bundesrat in einer «Schutzphase», bis alle besonders gefährdeten Personen vollständig geimpft sind. Der Bundesrat sieht dies Ende Mai erreicht. Vorher sind gemäss BAG «kaum weitere Öffnungsschritte möglich.»

Isolierung des Insulins: ein Durchbruch vor einhundert Jahren Elon Musk will wegen Umweltbedenken nun doch keine Bitcoins für Tesla mehr Fertig mit Homeoffice - Die wichtigsten Antworten zur Rückkehr ins Büro

StabilisierungsphaseAnschliessend kommt die «Stabilisierungsphase»: Das heisst, es sind noch nicht alle Personen geimpft, die sich schützen möchten. Verläuft alles nach Plan, kann ein erster Öffnungstermin am 26. Mai kommen. Dann könnten Hochschulen wieder Präsenzunterricht durchführen und die Home-Office-Pflicht würde durch eine Empfehlung ersetzt.

NormalisierungsphaseDer Bundesrat prognostiziert anschliessend eine «Normalisierungsphase», in der alle, die dies wünschen, geimpft sind. Der Bundesrat geht zu diesem Zeitpunkt von einer Impfrate von 65 Prozent in der Bevölkerung aus. In dieser Phase wären gesamtgesellschaftliche Einschränkungen nicht mehr vertretbar. Bundesrat Berset betonte darum noch einmal den Wert der Impfung.

Weiterlesen: 20 Minuten »

Konflikt unter Motorradclubs – Hells Angels haben genug von Polizisten als Rocker

Immer öfter entstehen Clubs, die von Polizisten und anderen Gesetzeshütern gegründet wurden. Den Platzhirschen wird das langsam zu viel.

ÖV ist 100% corona sicher 😀🤣🤣🤣🤣🤦‍♂️ ..ist für etliche wohl die einzige Sorge: diese Massentreffen.. Na ja. Schade für begeisterten Festivalbesucher. Aber man kann so auch Geld sparen. Konzertbesuche sind schön, doch auch Luxus. Musik ab Konserve ist günstiger. Neuer Skandal der DIESELABGASE DER WOHNMOBILE IN DEUTSCHLAND HABEN DIE SCHWEIZER SAUBERE WOHNMOBILE FRAGT MAN SICH BÜRGER KLÄRT EURE WOHNMOBILE AB AUF SAUBERE DIESELABGASE

This is awesome. Bis 2023, so steht's in der Agenda. Die Schweiz bildet da leider keine Ausnahme und folgt der Panikmache und der unnötigen Gen-Therapie.

Tourismus will schnellere Öffnung – Könnte die Schweiz mutiger sein?Der Schweizer Tourismus pocht beim Bundesrat auf schnelle Öffnungsschritte. Doch der Weg dorthin ist steinig, viele Fragen sind noch offen.

Samsung holt sich den Handy-Thron von Apple zurück – Huawei stürzt abDie chinesischen Smartphone-Marken sind auf dem Vormarsch – ausser Huawei.

Oscars 2021 – Die Prognosen der SonntagsZeitungUnsere Kultur-Redaktion lehnt sich in Sachen Oscars aus dem Fenster - und verrät, welche Filme man schon sehen kann. (Abo)

Joe Biden pflückt für Frau Jill einen Löwenzahn - BlickAuf dem Weg nach Georgia zeigte sich der US-Präsident Joe Biden von seiner romantischen Seite. Mitten auf dem Rasen vor dem Weissen Haus hielt er für einen kurzen Moment an, um ihr einen Löwenzahn zu pflücken, bevor sie an Bord der Marine One gingen. Hätte Trump dies seinerzeit gemacht, dann hätte BLICK -aus welchen Gründen auch immer - einen shitstorm losgetreten. SCHLEIMER !!! Eigentli nüt schlauers? Mir wäre es lieber er würde vernünftige Poltik machen

Kauf einer Armeeunterkunft auf dem Oberalppass: Réduit für Samih SawirisDer ägyptische Investor Samih Sawiris übernimmt mit seiner Andermatt-Swiss-Alps-Gruppe eine ausgediente Militäranlage. Die künftige Nutzung ist jedoch noch unklar. Gut, dass ein Käufer gefunden wurde. ... lol ... schön für ihn ... soll glücklich werden in seinem Bunker ...