U-Ausschuss: 'Nein, die Novomatic zahlt nicht alle - aber viele wollen Unterstützung'

Zahlt Novomatic wirklich alle? Novomatic-Manager Alexander M. entschlug sich bei vielen Fragen. Public-Affairs-Leiter Stefan K. verteidigte Kooperationen.

02.12.2020 22:30:00

Zahlt Novomatic wirklich alle? Dieser Behauptung von Ex-FPÖ-Chef Strache auf Ibiza geht heute der U-Ausschuss nach. Novomatic-Manager wurde Alexander Merwald befragt:

Zahlt Novomatic wirklich alle? Novomatic-Manager Alexander M. entschlug sich bei vielen Fragen. Public-Affairs-Leiter Stefan K. verteidigte Kooperationen.

"Die Novomatic zahlt nicht alle"Auf M. folgte um 16 UhrStefan K., Public-Affairs-Leiter des Glücksspielkonzerns. Er führte aus, dass die Novomatic als erfolgreiches Unternehmen seit Jahrzehnten Kooperationspartner und Sponsor einiger Vereine und Veranstaltungen sei. Es gebe dafür auch immer Verträge zu vereinbarten Leistungen.

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"Nein, die Novomatic zahlt nicht alle", replizierte er auf den Strache-Sager."Aber viele wollen die Unterstützung der Novomatic."Ja, er habe auch mit Politikern zu tun, gab K. an. Er schließt aber aus, dass die Novomatic an eine Partei gespendet habe. Grundsätzlich sei daran auch nichts Schlechtes, wenn man es ordentlich mache, sagte er.

"Transparente, im Konzern verankerte Regeln"Wie sein Kollege Alexander M. in der Befragung zuvor betonte auch K. , dass beim Sponsoring nach"transparenten, im Konzern verankerten Regeln" entschieden werde und das ohne"unstatthafte" Gegenforderungen. headtopics.com

Genaueres zur Kooperation der Novomatic mit Vereinen wollte Verfahrensrichter Pöschl wissen. Etwa mit dem freiheitlichen Institut für Sicherheitspolitik (ISP). Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwalt (WKStA) hat ihre Ermittlungen zu Spenden an Vereine aller Parteien bereits eingestellt.

K. bestätigte die Kooperation mit dem ISP, immerhin habe man so Kontakte mit führenden Köpfen im sicherheitspolitischen Bereich herstellen können. Und auch das Verteidigungsministerium hätte ja mit dem Verein kooperiert.In die Bestellung des FPÖ-nahen Sidlo in den Vorstand der Novomatic war K. laut eigener Aussage nicht involviert. Das Unternehmen hätte ja auch kein Nominierungsrecht, merkte er an. K. zeigte sich auch überzeugt davon, dass es keinen"Hintergrunddeal" zu Sidlo gegeben hat.

"Hätte die Novomatic spenden wollen, dann hätte sie das umgesetzt"Der Public-Affairs-Leiter verteidigte auch die Kooperation des Glücksspielkonzerns mit dem Alois-Mock-Institut, dessen Präsident der U-Ausschuss-Vorsitzende, Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP), ist."In Niederösterreich ist unser Headquarter, dort liegt ein besonderer Schwerpunkt unseres Sponsorings", erklärte er auf entsprechende Fragen der Abgeordneten.

"Wir wollen dort als Arbeitgeber wahrgenommen werden, unsere Marke dort präsentieren können", erklärte K. Es sei aber"wichtig, dass es klare Leistungen und Gegenleistungen gibt".Beim Mock-Institut ortete er diese allein schon darin, dass Novomatic mit dem Namen des ehemaligen ÖVP-Außenministers Alois Mock und dem europäischen Gedanken, für den dieser stehe, assoziiert werden möchte:"Dazu stehen wir, deswegen fördern wir das." Die Schaltung von Inseraten in einer Vereinszeitschrift begründete er damit, dass sich diese zielgerichtet an Entscheidungsträger gerichtet habe. headtopics.com

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Darüber, wie die Kooperation zustande gekommen ist, könne er aber nichts sagen. Das sei vor seiner Zeit gewesen. Grundsätzlich fördere Novomatic aber über 350 Vereine.Er sei jedenfalls nie an Parteien herangetreten, um Spenden zu diskutieren, hielt K. fest. Im Sommer 2017, also im damaligen Nationalratswahlkampf, habe der ehemalige Novomatic-Chef Neumann die Idee gehabt, dass die Novomatic an alle Parteien spenden könnte."Diese Idee wurde aber nicht weiter verfolgt, wurde nicht umgesetzt", so der Public-Affairs-Chef. Hätte die Novomatic spenden wollen, dann hätte man das umgesetzt.

Der weitere FahrplanEigentlich hätte auchMarkus Braun, Vorstand der Sigma Investment AG, am Mittwoch befragt werden sollen. Er sagte mit Verweis auf die Coronapandemie ab. Er soll noch einmal geladen werden - unter Androhung einer Beugestrafe und der Vorführung.

Morgen, Donnerstag, erhoffen sich die Abgeordneten dann Einblicke in die Ermittlungsarbeit zumIbiza-Video. Befragt wird die Leiterin der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA),Ilse Vrabl-Sanda.Nach ihr soll am Donnerstag ein Beamter des Finanzministeriums über die Gesetzgebungsprozesse sprechen. Zu guter Letzt beschließt Casinos-Austria-Prokurist

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