Sicherheitslücke bei Microsoft: Zehntausende E-Mail-Server gehackt

Wegen einer vor wenigen Tagen bekannt gewordenen Sicherheitslücke sind laut US-Medienberichten weltweit Zehntausende E-Mail-Server von Unternehmen, Behörden und Bildungseinrichtungen Opfer von Hacker-Attacken geworden.

07.03.2021 22:34:00

Wegen einer vor wenigen Tagen bekannt gewordenen Sicherheitslücke sind laut US-Medienberichten weltweit Zehntausende E-Mail-Server von Unternehmen, Behörden und Bildungseinrichtungen Opfer von Hacker-Attacken geworden.

Wegen einer vor wenigen Tagen bekannt gewordenen Sicherheitslücke sind laut US-Medienberichten weltweit Zehntausende E-Mail-Server von Unternehmen, Behörden und Bildungseinrichtungen Opfer von Hacker-Attacken geworden.

Exchange Servergibt es seit vergangenem Mittwoch zwar einSicherheitsupdatemuss aber von den Kunden installiert werden. Die Angaben zur Zahl der Betroffenen gingen in den Berichten weit auseinander.Weltweit könne es mehr als250.000 Opfergeben, schrieb das"Wall Street Journal" am Wochenende unter Berufung auf eine informierte Person. Dem Finanzdienst Bloomberg sagte ein mit den Ermittlungen vertrauter ehemaliger US-Beamter, man wisse von mindestens 60.000 betroffenen E-Mail-Servern. Der gut vernetzte IT-Sicherheitsspezialist Brian Krebs und das Computermagazin"Wired" berichteten von 30.000 gehackten E-Mail-Systemen allein in den USA.

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Deutsche Unternehmen besonders betroffen"Deutsche Unternehmen sind im internationalen Vergleich besonders stark von dieser Microsoft-Exchange-Lücke betroffen", sagte am Sonntag Rüdiger Trost von der IT-Sicherheitsfirma F-Secure."Der Grund: Deutsche Unternehmen fürchten die Cloud und betreiben Dienste wie Exchange daher häufig lokal."

Microsoft hatte am Mittwoch gewarnt, dass die vier zuvor nicht öffentlich bekannten Sicherheitslücken vonmutmaßlich chinesischen Hackernausgenutzt werden. Die Hacker-Gruppe, die Microsoft"Hafnium"nennt, habe mit Hilfe der Schwachstellen vor allem Informationen in den USA abgreifen wollen. Ziele seien unter anderem Forschungen zu Infektionskrankheiten sowie Hochschulen, Anwaltsfirmen und Unternehmen mit Verteidigungsaufträgen gewesen. Es habe sich um zielgerichtete Attacken gehandelt und Microsoft habe keine Hinweise darauf, dass auch Privatkunden angegriffen worden seien. Den Berichten zufolge wurden aber seit Bekanntgabe der Schwachstellen nicht abgesicherte Systeme auf breiter Front angegriffen. headtopics.com

Betroffen sind laut Microsoft die Exchange-Server-Versionen 2013, 2016 und 2019.Exchange wird von vielen Unternehmen, Behörden und Bildungseinrichtungen als E-Mail-Plattform genutzt. Bei einer erfolgreichen Attacke über die Schwachstellen ist es möglich, Daten aus dem E-Mail-System abzugreifen. Microsoft wurde auf die Sicherheitslücken von IT-Sicherheitsforschern aufmerksam gemacht.

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