Roboter, Gandalf, Superman: Die Filmwelt liebt Auferstehungen

Nicht nur zu Ostern: Die Filmwelt huldigt gern dem Mythos von Auferstehung und Wiedergeburt – teils ganz profan, oft aber auch mit starkem christlichem Bezug. Ein Ausflug durch die...

02.04.2021 19:32:00

Nicht nur zu Ostern: Die Filmwelt huldigt gern dem Mythos von Auferstehung und Wiedergeburt teils ganz profan, oft aber auch mit starkem christlichem Bezug. Ein Ausflug durch die unterschiedlichsten Genres, von Horror bis Science Fiction.

Nicht nur zu Ostern: Die Filmwelt huldigt gern dem Mythos von Auferstehung und Wiedergeburt – teils ganz profan, oft aber auch mit starkem christlichem Bezug. Ein Ausflug durch die...

•Walt Disney PicturesNicht nur zu Ostern: Die Filmwelt huldigt gern dem Mythos von Auferstehung und Wiedergeburt – teils ganz profan, oft aber auch mit starkem christlichem Bezug. Ein Ausflug durch die unterschiedlichsten Genres, von Horror bis Science Fiction.

Als Erdogan keinen Platz für Von der Leyen hatte Bis Ende Juni: Was die Verlängerung der erhöhten Notstandshilfe bedeutet Wie viele Lockdowns halten wir noch aus?

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Wo man hinfällt, da wird auferstanden! Meint man, wenn man sich in der Popkultur umsieht. Geschichten über Neugeburten, Wiederbelebungen und Reinkarnationen sind dort sonder Zahl. Meist handelt es sich um ein Spiel mit allegorischen Motiven. Schließlich ist die Metapher der Auferstehung reichhaltig: Sie kann für Neuerfindung stehen, für den Beginn eines Lebenskapitels, für einen Gesinnungswandel. Doch gibt es auch Beispiele für Pop-Mythen, deren Totenerweckungen sich ausdrücklich auf die Erzähltradition des Christentums beziehen – besonders im Fantasybereich. In headtopics.com

„Die Chroniken von Narnia“ (zu sehen auf Disney+)des irischen Schriftstellers C. S. Lewis etwa opfert sich Löwenkönig Aslan für die menschlichen Hauptfiguren. Und kehrt triumphierend zurück, gehüllt in gleißendes Gegenlicht. In der Disney-Verfilmung drängt sich die Parallele stark auf, Lewis selbst wollte die Interpretation offen halten.

Seinen früh verlorenen Glauben fand er auch dank seines Freundes J. R. R. Tolkien wieder. Dessen „Herr der Ringe“ hat einen eigenen Auferstehungsverweis: Zauberer Gandalf stürzt beim Kampf mit einem Dämon als „der Graue“ in die Finsternis – und taucht später als „der Weiße“ wieder auf; zu sehen im Film

„Die zwei Türme“ (auf Sky).Science-Fiction: Sternenbabys und AndroidenDas Genre der Science-Fiction ist dem Religiösen zwar keineswegs abhold, kleidet seine Metaphysik aber oft in techno-mystizistisches Ornat. Prominentes Beispiel: Stanley Kubricks

„2001“, nach einem Buch des Atheisten Arthur C. Clarke. Hier kommt es nach enigmatischen Weltraumreisen zur „Wiedergeburt“ eines Astronauten als Sternenbaby. Gängiger: Die Reaktivierung eines menschlichen Bewusstseins in einem Androidenkörper ( headtopics.com

Deutschland steht vor neuer Lockdown-Verschärfung Sind wir in 100 Tagen wirklich geimpft? Astra Zeneca: EMA empfiehlt keine Altersbeschränkung

„Robocop“). Brad Bird („Die Unglaublichen“) geht es in seinem betörenden Zeichentrickdebüt„The Iron Giant“ (auf Netflix)indes ganz klassisch an: Ein Bub freundet sich mit einem Riesenroboter an, der die Welt rettet, dabei zerstört wird – und sich danach selbst wieder zusammensetzt.

Horror und Grusel: Keine Erlösung für ZombiesIm Grusel- und Horrorkino ist die Auferstehung der Toten selten eine erbauliche Angelegenheit. Als Zombie aus dem Grab zu kreuchen wie in„Night of the Living Dead“ (Mubi)hat für die Betroffenen selten etwas Erlösendes, kündet im Gegenteil von Verdammnis und Niedergang. Auch in Edgar Allan Poes

„Fall des Hauses Usher“ (onlineauf der Webseite der Cinémathèque Française)führt eine (vermeintliche) Rückkehr aus dem Jenseits zum Totalzusammenbruch. Vom Kino-Poeten Jean Epstein wurde der Kurzgeschichtenklassiker 1927 kongenial verfilmt. Die Cinémathèque Française hat die Adaption zusammen mit anderen Filmen Epsteins 2020 in hervorragender Qualität zur kostenfreien Ansicht online gestellt, auf der nach ihrem Mitbegründer benannten Plattform Henri.

Kunstkino: Auferstehung über UmwegeDer Autorenfilm hat viele faszinierende Jesusporträts hervorgebracht; man denke an Pasolinis„Das 1. Evangelium – Matthäus“ (auf Sky), der die Auferstehung in neorealistischer, nahezu nüchterner Manier präsentiert, oder Scorseses „Die letzte Versuchung Christi“. Interessant sind aber auch jene Kunstfilme, die sich dem Motiv über Umwege nähern, wie Jonathan Glazers headtopics.com

„Birth“, in dem ein Zehnjähriger einer Witwe versichert, er sei ihr verstorbener Gatte. Oder Alice Rohrwachers Wunderdrama„Lazzaro felice“ (Mubi): Dessen Titelfigur erwacht nach ihrem Tod in der italienischen Gegenwart, wo sich ihre einstigen Freunde vom Land mit urbaner Ausbeutung herumschlagen müssen.

Superhelden: Superman als MessiasWenn Superhelden auferstehen, hat das in der Regel profane Gründe: Entweder wollen sich Fans nicht von ihren Lieblingen trennen und fordern ihre Rückkehr. Wie 1893, als Arthur Conan Doyle seinen Sherlock Holmes die Reichenbachfälle hinabstürzen ließ – und sich nach einer Beschwerdeflut genötigt sah, den Superdetektiv aus der Versenkung zu fischen. Oder das Ganze ist nur ein dramaturgischer Kniff, um ein vom routinierten Abenteuertrott gelangweiltes Stammpublikum bei der Stange zu halten. Bisweilen, etwa bei der Marvel-Mutantin Jean Grey (zu sehen

Auch nach sechs Monaten viele Antikörper vorhanden Blümel im U-Ausschuss: Viele Entschlagungen statt Erinnerungslücken Zur Not will Österreich auch einen Sputnik-Alleingang wagen

in den X-Men-Filmen auf Disney+ und Netflix), werden Tod und Auferstehung samt Persönlichkeitswandel selbst Routine und Charaktermerkmal.Und in manchen Fällen denkt man doch wieder an Jesus. Etwa bei den Blockbustern Zack Snyders (der nach Lehren der „Christlichen Wissenschaft“ erzogen wurde): Bei aller Düsternis, die sie ihren Zuschauern aufbürden, sind sie von starkem Heilsglauben erfüllt. In Snyders jüngst rekonstruierter, vierstündiger Fassung von

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