Niederösterreicher wollte Nazi-Bürgerwehr aufstellen

Ein 20-Jähriger Niederösterreicher wollte mit einer Chatgruppe eine nationalsozialistische Bürgerwehr aufstellen.

23.01.2022 20:14:00

Ein 20-Jähriger Niederösterreicher wollte mit einer Chatgruppe eine nationalsozialistische Bürgerwehr aufstellen.

ST.PÖLTEN. Ein 20-Jähriger Niederösterreicher wollte mit einer Chatgruppe eine nationalsozialistische Bürgerwehr aufstellen.

1 MinRekrutieren wollte er dafür Polizeiangaben vom Sonntag zufolge Personen, die nationalsozialistisches Gedankengut in sich tragen. An der Wohnadresse des St. Pöltners wurden darüber hinaus NS-Devotionalien sichergestellt. Der Mann wurde festgenommen und letztlich zu zwei Jahren teilbedingter Haft verurteilt.

Zunächst war der 20-Jährige Mitglied in mehreren Chatgruppen diverser Messenger-Dienste gewesen, die laut Polizei nahezu ausschließlich zum Austausch von NS-Gedankengut gedacht waren. In Umlauf gebracht wurden etwa einschlägige Videos, Reden von Adolf Hitler sowie Rechtsrockmusik. Später erstellte der Niederösterreicher dann die eigene Chatgruppe.

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Diese Versprengten hoffen so sehr auf Chaos in Folge der Pandemie. Da träumen sie vom 'Losschlagen'. Darauf haben die Behörden zu recht ein Auge.

Niederösterreicher wollte 'nationalsozialistische' Bürgerwehr über Chatgruppe gründenDer 20-jährige St. Pöltner wurde im Herbst 2021 festgenommen und im Dezember verurteilt. In seiner Wohnung wurden NS-Devotionalien sichergestellt Ich hab von der linken Bubble noch gar kein Geheule über die Messerattacke von gestern gehört. Warum so still? Selbstjustiz ist das richtige Stichwort. Echte Verurteilungen der Nazis gibt es in Österreich nicht. In Wien und Kärnten ist es ein Ding der Unmöglichkeit geworden, dass du ein Gesindel verurteilt wirst, weil die obersten Richter selbst solche sind. Im Gegensatz zu früheren Zeiten, fallen solche Pläne nur begrenzt auf fruchtbaren Boden. Dafür sollten wir Dankbar sein.

Mann wollte mittels Chatgruppe Bürgerwehr aufstellen'Wir müssen Selbstjustiz ausüben', war eine der Aussagen des 20-jährigen St. Pöltners. An seiner Wohnadresse wurden NS-Devotionalien sichergestellt. Was für Eltern hatte der? Haben die vom dritten Reich nichts gelernt. Von den Greultaten der Nazis. Millionen tote Soldaten, millionenfaches Leid aller Familien, die Söhne und Väter verloren haben, ebenso die Vernichtung der jüdischen Mitbürger.

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Massenmord mit deutscher GründlichkeitAm Montag im Fernsehen: Die Wannseekonferenz'. Im deutschen Feuilleton wird Matti Geschonnecks Film von vielen Kritikern als Meisterwerk betrachtet. Ein im Ton beunruhigend ruhiges, kaltes Werk über den Vernichtungswillen der Nazis.

etwa  1 Min Rekrutieren wollte er dafür Polizeiangaben vom Sonntag zufolge Personen, die nationalsozialistisches Gedankengut in sich tragen. An der Wohnadresse des St. Pöltners wurden darüber hinaus NS-Devotionalien sichergestellt. Der Mann wurde festgenommen und letztlich zu zwei Jahren teilbedingter Haft verurteilt. Zunächst war der 20-Jährige Mitglied in mehreren Chatgruppen diverser Messenger-Dienste gewesen, die laut Polizei nahezu ausschließlich zum Austausch von NS-Gedankengut gedacht waren. In Umlauf gebracht wurden etwa einschlägige Videos, Reden von Adolf Hitler sowie Rechtsrockmusik. Später erstellte der Niederösterreicher dann die eigene Chatgruppe. "Die AfD wird sich niemals durchsetzen können" Darin startete der St. Pöltner deutliche Aufrufe."(...) solange es diese anderen Parteien noch gibt, wird sich die AfD niemals radikal durchsetzen können (...) Eine Allianz alleine wird nichts bringen, wir müssen Selbstjustiz ausüben und eine eigene Bürgerwehr gründen, die langsam aber stetig zu einer unabhängigen Armee wird. Die nur dem (sic) nationalsozialistischen Gesetzen folgen", heißt es in einer von der Exekutive veröffentlichen transkribierten Sprachdatei. Der Beschuldigte versuchte auch illegal an Schusswaffen zu gelangen, dieser Plan scheiterte aber. Das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung Niederösterreich (LVT NÖ) wurde im Jänner des Vorjahres auf den österreichischen Staatsbürger aufmerksam. Bei einer Hausdurchsuchung wurden Hakenkreuzfahnen und ein NS-Dolch entdeckt, die in einem Zimmer offen zur Schau gestellt gewesen waren. Im Zuge der Auswertung von sichergestellten Datenträgern wurden weitere Beschuldigte in Österreich und Deutschland ausgeforscht. Auch bei diesen Personen wurden Hausdurchsuchungen durchgeführt. Der 20-Jährige wurde im Herbst 2021 festgenommen und landete letztlich in der Justizanstalt St. Pölten. Am 22. Dezember des Vorjahres wurde der Mann am Landesgericht St. Pölten zu zwei Jahren teilbedingter Haft - 16 Monate davon bedingt - verurteilt.