Österreich, Burgenland, Christoph Wenisch, Doris Bures, Michael Ludwig, Rendi-Wagner

Österreich, Burgenland

Doris Bures: „Es war extrem bedrohlich“

Doris Bures über ihre Corona-Erkrankung: „Es war extrem bedrohlich“

02.05.2021 09:44:00

Doris Bures über ihre Corona-Erkrankung: „Es war extrem bedrohlich“

Sie sieht wieder frisch und fröhlich aus. Zudem einige Kilos und eine große Sorge leichter. Kurz vor Ostern war Doris Bures schwer an Covid erkrankt ...

Sie sieht wieder frisch und fröhlich aus. Zudem einige Kilos und eine große Sorge leichter. Kurz vor Ostern war Doris Bures schwer an Covid erkrankt und musste mit beidseitiger Lungenentzündung sogar ins Spital eingeliefert werden. Unglaubliche drei Wochen war sie positiv (Quarantänebescheide gelten normalerweise nur für zwei Wochen). Seit Kurzem arbeitet die Zweite Nationalratspräsidentin wieder.

Kurz erkrankt: Kein Treffen mit von der Leyen Bundeskanzler ist erkrankt : Schallenberg und Edtstadler statt Kurz bei Treffen mit von der Leyen Expertin fordert Impfpflicht auch für Friseure

Artikel teilen0Drucken„Es geht mir bedeutend besser, aber es ist schon so, dass ich immer noch ein wenig erschöpft bin und dass alles etwas länger braucht“, erzählt sie während einer kleinen Runde durch den Burggarten, die sie zu Trainingszwecken drehen muss. Sonst joggt die sportliche Politikerin die Strecke locker im Laufschritt, bewältigt im Urlaub Weitwanderwege und Bergtouren. Jetzt kommen ihr die paar Stufen zum Büro schon vor wie der Großglockner.

Doris Bures im Gespräch mit „Krone“-Redakteurin Edda Graf.(Bild: Klemens Groh)Es war ein Samstag im März, als sie informiert wurde, dass sie Kontakt zu einer infizierten Person hatte. „Ich war aber sicher, dass ich mich gar nicht angesteckt haben kann. Es war ja nur ein kurzes Gespräch von vielleicht zehn Minuten in privatem Rahmen unter Einhaltung aller Maßnahmen“, schildert sie immer noch rätselnd. Sie begibt sich in Quarantäne, macht einen PCR-Test und bekommt gleichzeitig mit dem Ergebnis auch schon erste Symptome. Es ist ein Dienstag. headtopics.com

Dann geht es Schlag auf Schlag.Binnen kürzester Zeit steigt das Fieber, das sich hartnäckig allen Medikamenten widersetzt, auf 39° C. Dazu rasende Kopfschmerzen. „Ich war richtig benommen und bin nur zwischen Bett und Bad gependelt. Man hat weder Bedürfnis nach Kontakt noch nach Essen“, erzählt die alleine lebende Mutter einer erwachsenen Tochter, die sie kürzlich zum ersten Mal zur Großmutter machte.

Nach zehn Tagenweist sie ihr Internist in die Klinik Favoriten ein, das frühere Kaiser Franz Joseph Spital, wo Christoph Wenisch Vorstand der Infektiologie ist. Sie bekommt Sauerstoff, Infusionen und tagelang nur Menschen in voller Schutzkleidung, mit Masken, Brillen und Handschuhen zu Gesicht. So, wie man es aus Fernseh-Beiträgen kennt. „Es war extrem heimtückisch, beängstigend und bedrohlich. Der Kontrollverlust über den eigenen Körper ist psychisch enorm belastend. Man kann die Art des Verlaufs ja nicht abschätzen“, erzählt die 58-Jährige immer noch bewegt: „Ich hatte die britische Variante und kann nur alle warnen, die meinen, sie seien eh jung und fit. Diese Variante ist hoch aggressiv. Sie schlägt viel heftiger und schneller zu und trifft, wie man ja weiß, auch Jüngere.“

Der erste Spaziergang: von Bankerl zu BankerlAm 30. März postet sie dann einen Tulpenstrauß auf Facebook und schreibt: „Wie einigen Medien zu entnehmen war, hat auch mich das Corona-Virus erwischt.“ Sie darf heim und bedankt sich bei ihren Ärzten und Pflegern: „Sie alle leisten großartige Arbeit. Man kann das gar nicht mit Worten ausdrücken.“ Zu Ostern postet sie einen kleinen lila Schokohasen vor ihrer Wohnungstüre: „Der Osterhase hat heuer nur bis zu meiner Türschwelle hoppeln dürfen.“ Man merkt, es geht ihr wieder besser: „Der Ostersonntag war der erste Tag, an dem ich die Wohnung wieder verlassen durfte. Ich habe alles aufgerissen, gelüftet und eine kleine Runde durch die Innenstadt gedreht. Von einem Bankerl zum nächsten“, lacht sie: „Man merkt die Schwäche.“

Der Weg zurück verlangt viel Geduld. Sie absolviert regelmäßige Physiotherapie: Atemtraining zur Kräftigung der Lungen. Das blaue Maskentheater kann sie daher noch weniger verstehen. Sie schüttelt den Kopf: „Es ist schon eigenartig, dass wir nach über einem Jahr überhaupt noch so eine Debatte führen müssen. Ich glaube, wir haben wirklich größere Probleme.“ headtopics.com

Long-Covid-Syndrom: Gefangen im Lockdown Kogler attestiert Kurz 'altes Denken und Politik von gestern' Erfolg - Anna Kiesenhofer holte Gold im Rad-Straßenrennen

Diskussionen und unterschiedliche Haltungen prägen aber auch die eigene Partei (siehe auch Video oben): da Parteichefin Rendi-Wagner, die als Infektiologin vor zu raschen Öffnungen warnt. Im Burgenland Rebell Doskozil (vor Weihnachten auch an Covid erkrankt), der den Lockdown lang vor seinem Wiener Kollegen Michael Ludwig für beendet erklärt hat.

Rot gegen Rot bei CoronaOb diese Zerrissenheit nicht zu Verunsicherung führt und ein schlechtes Bild bei den Menschen abgibt? „Das alles wäre gar nicht möglich, wenn die Regierung selbst verbindliche und einheitliche Grenzwerte und Richtlinien für ganz Österreich erlassen hätte. Der Föderalismus steht einheitlichen Maßnahmen jedenfalls nicht entgegen“, kontert die Rote und schaltet gleich in den Angriffsmodus gegen Türkis-Grün: „Im Übrigen finde ich, dass Michael Ludwig die Krise in Wien ganz hervorragend managt, mit viel Verantwortungsbewusstsein. Genauso wie die Parteichefin, die als Ärztin und Mutter eine wichtige Stimme der Vernunft ist.“ Womit klar ist, auf welcher Seite Doris Bures steht.

Weiterlesen: Kronen Zeitung »

Interessiert doch niemanden! Ich kenne 10 Leute die es hatten und ratet mal was die erzählen? Ist aber immer noch am Leben! dann hätte sie besser auf ihre immune system achten sollen und weniger panikmache medien reinziehen..ohne vorerkrankung wär der verlauf um einiges besser? verlaufen..natürlich gibts auch diese lösung..worde aber vielen verwährt bzw nicht mal in betracht gezogen warum?

Barbara Prammer ist gestorben. Hat es einen Einfluss auf unser Leben gehabt? Hat irgendjemand etwas geändert? Ich mag sie nicht u. frage mich, wozu es dann diese Zwangsmaßnahmen gibt? Hier wird bestätigt, sie sind umsonst. Bures ist die, die Kickl immer mit Ordnungsrufen beglückt. Schön dass es Frau Bures und vielen anderen, trotz der britischen Variante, wieder gut geht. Nun kann sie ja wieder erstarkt, den Vorsitz von PRW übernehmen.

Bures: 'Ob Sobotka befangen ist, das liegt in seiner Eigenverantwortung'Zweite Nationalratspräsidentin ortet Wunsch der ÖVP, parlamentarische Kontrollrechte in U-Ausschuss zu beschneiden.

Bures: 'Ob Sobotka befangen ist, das liegt in seiner Eigenverantwortung'Zweite Nationalratspräsidentin ortet Wunsch der ÖVP, parlamentarische Kontrollrechte in U-Ausschuss zu beschneiden.

US-Staat Georgia hebt Festnahmerecht für Bürger aufAuslöser war die Erschießung eines Afroamerikaners durch weiße Zivilisten. Bürgern war es bisher erlaubt, mutmaßliche Straftäter vorläufig festzunehmen

Erste heißersehnte Impfdosen der EU auf den Balkan geliefertÖsterreich übernahm Koordination, Organisation und Zwischenfinanzierung – Extrem hohe Sterberate in Bosnien-Herzegowina