Covid-Lockdown: Italiens leere Kunststädte sehnen sich nach Touristen

Im Frühjahr tummeln sich üblicherweise die Touristen in Venedig oder Rom. Nun sind die Gondeln leer und die Luft in Rom ist so sauber wie seit Langem nicht.

05.04.2021 06:27:00

Im Frühjahr tummeln sich üblicherweise die Touristen in Venedig oder Rom. Nun sind die Gondeln leer und die Luft in Rom ist so sauber wie seit Langem nicht.

Im Frühjahr tummeln sich üblicherweise die Touristen in Venedig oder Rom. Nun sind die Gondeln leer und die Luft in Rom ist so sauber wie seit Langem nicht.

Der chaotische Verkehr und die bunten Touristenmassen, die sich durch die Innenstadt wälzten, sind vergessen.Eine beinahe feiertägliche Stille liegt über der Hauptstadt.Der Lärm und die Vitalität Roms, die seit jeher Besucher aus aller Welt faszinieren, sind zum Erliegen gekommen. Dafür ist die Innenstadt bei dem strahlenden Frühlingswetter noch attraktiver als sonst.

Nehammer: „Leistungen kein Selbstbedienungsladen“ Raub in U-Bahn-Station: Wer kennt diesen Burschen? „Fluchtmutation“ in Tirol bereitet Experten Sorgen

Der bisher von Menschenmassen stets belagerte Trevi-Brunnen erstrahlt in all seiner barocken Schönheit.Lediglich ein paar Polizisten sorgen dafür, dass sich niemand dem Becken nähert. Die Spanische Treppe, vor der Pandemie von lärmenden Touristen in Beschlag genommen, zeigt sich gespenstisch leer. Wenige Fußgänger eilen rasch vorbei.

Die rigorosen Restriktionen in Rom haben spürbare Auswirkungen auf den Alltag. Dank dem stark reduzierten Privatverkehr hat sichdie Luftqualität wesentlich gebessert.Tief kann man jetzt die milde Frühlingsluft einatmen, während man durch das Stadtzentrum streift. Das von chronischen Müllentsorgungsproblemen gequälte Rom steht dieser Tage in Sauberkeit den nordeuropäischen Metropolen in nichts nach. Die Bediensteten der Müllentsorgungsgesellschaft AMA sind im Dauereinsatz, um die Straßen zu reinigen. Sauberkeit und Hygiene sind in Zeiten der Pandemie oberstes Gebot. headtopics.com

Strenge RegelnRom entdeckt sich auch als durchaus sichere Stadt. Polizei und Militärs patrouillieren rund um die Uhr und kontrollieren, dass die Geschäfte und Lokale auch wirklich geschlossen halten und dass niemand nach 22.00 Uhr durch die Straßen streift, denn es gilt ein Ausgangsverbot bis 5.00 Uhr. Es sind schwierige Zeiten für Taschendiebe und Kleinkriminelle, die im täglichen Trubel und dem Massentourismus das ideale Ambiente für ihre"Geschäfte" fanden.

Vom 3. bis zum 30. April wird ganz Italien zur Rote Zone mit strengen Restriktionen und Teil-Lockdown, beschloss die Regierung um Premier Mario Draghi am Mittwochabend. Sollten die Infektionszahlen bis Ende April stark zurückgehen, könnte der Ministerrat eine Lockerung der Restriktionen beschließen. Der Sommer ist für die Italiener noch in weiter Ferne.

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.Danke für Ihr Verständnis. Weiterlesen: Kleine Zeitung »