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„Weiter, solange es geht“: Die Leiden einer Brauerei zu Coronazeiten

„Wir machen weiter, solange es geht“ - Die Leiden einer Tradition-Brauerei zu Coronazeiten

10.04.2020 15:32:00

„Wir machen weiter, solange es geht“ - Die Leiden einer Tradition-Brauerei zu Coronazeiten

10 Sude à 70 Hektoliter waren bereits für das „Plärrer“-Bierfest gebraut. Dann wurde das Biergartenfest abgesagt. Das geht an die Substanz.

veröffentlicht am10.04.2020 - 14:26 UhrDie altehrwürdige Stadt Augsburg, eine der ersten Städte Deutschlands, hat auch eine uralte Brautradition, war früher unter Führung der Fugger-Dynastie Weltstadt. Dann begann nach dem 30-jährigen Krieg der Niedergang.

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Die älteste Brauerei der Stadt, Thorbräu von 1582, ist in ihrer Existenz bedroht. Der Meisterkoch Albert Oblinger (66), dessen Sohn Alexander (31) bei den Kölner Haien Eishockeyprofi ist, betreibt das frühere Sterne-Restaurant „Oblingers“ nahe der Stadtmauer.

Er leidet unter der Corona-Krise, Hotels in Bayern sollen auch über den 19. April hinaus keine Touristen beherbergen dürfen. Und auch eine seiner Haupt-Einnahmequellen, das Bierfest „Plärrer“, fällt aus.Drei Minuten Fußweg entfernt vom Restaurant feierte man seit 1733 das Fest, eine Art Oktoberfest Augsburgs. Weil die Brauer in den Kellern der dort liegenden alten Bastei ihre Fässer kühl lagerten, rollte man sie auf den gelegenen höchsten Punkt der Stadt, 492 Meter über dem Meeresspiegel, und trank das Bier dort frisch gezapft.

Der „Lug ins Land“ (das bedeutet: Schau weit über das Land) ist ein historischer Ort. In Sichtweite der MAN-Fabriken liegt das Haus, in dem der Dichter Berthold Brecht geboren wurde. 700 Meter entfernt lebte der Vater des Musik-Genies Mozart.Auch Interessant

Albert Oblinger (66) auf dem traditionellen FestplatzFoto: Daniel BiskupDas Volksfest-Geld fehltZwischenzeitlich starb die Biergarten-Tradition dort oben aus, aber Oblinger belebte sie 1994 neu, die Thorbräu-Brauerei wurde sein Bier-Partner. Am 14. April sollte eigentlich das zweiwöchige „Plärrer“-Fest stattfinden. Die rund 7000 Liter Festbier waren da schon fertig, schließlich dauert das Brauen solch einer Menge vier bis sechs Wochen.

„Wir füllen das Bier jetzt in Flaschen ab und versuchen sie noch zu verkaufen, aber trotzdem haben wir einen Umsatzeinbruch von 80 Prozent“, sagt Max Kuhnle (53), dessen Urgroßvater Thorbräu 1875 kaufte. Er führt das mittelständische Unternehmen in vierter Generation. „Für das Plärrer hatten wir extra zehn Sude à 70 Hektoliter gebraut.“

Max Kuhnle (53) im nun geschlossenen Schankraum der BrauereiFoto: Daniel BiskupDas Geld, das durch das beliebte Fest fehlt, wird nicht wieder reinkommen. Man lebe nun von der Substanz, sagt Kuhnle, es sei wie ein Staffellauf, man schaue, wer als Erstes nicht mehr kann. Von den 7500 Euro Direkthilfe vom Staat, die zwar besser als nichts seien, könne er gerade mal seine Stromkosten bezahlen. Denn das bereits gebraute Bier muss in Eisen-Tanks auf ein Grad Kälte gehalten werden, sonst würde es verderben.

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Hier wird das Festbier gelagertFoto: Daniel BiskupDas Bier wird jetzt in Flaschen abgefüllt. Aber das Hauptgeschäft mit Fassbier ist vorbeiFoto: Daniel BiskupOhne Trinkgeld ist es hartDie meisten seiner Beschäftigten, besonders die der angeschlossenen Braustube, sind in Kurzarbeit. Das ist besonders in der Gastronomie hart, deren Beschäftigte viel von Trinkgeld leben. Zum Glück hätten die Angestellten aber Verständnis, schließlich treffe die Not fast jeden.

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