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Schiedsrichter Aytekin: „Vom Videoschiedsrichter nicht beeinflussen“ - WELT

Fifa-Schiedsrichter: 'Lasse mich vom Videoschiedsrichter nicht beeinflussen'

17.8.2019

Fifa-Schiedsrichter : 'Lasse mich vom Videoschiedsrichter nicht beeinflussen'

Der Fifa- Schiedsrichter Deniz Aytekin leitet seit über einem Jahrzehnt Spiele in der Bundesliga . Die Bewertung vieler Szenen wird dabei immer strittiger. Besonders wenn es ums Handspiel geht, wird es kontrovers.

Anzeige Hand oder nicht Hand? Das ist eine der Fragen, um die im Fußball leidenschaftlich gestritten wird. Kaum eine Regel ist so vielen Anfeindungen ausgesetzt wie die Handspielregel. In der vergangenen Saison sprach Dortmunds Lucien Favre nach einer fragwürdigen Handspiel-Entscheidung gegen sein Team vom „größten Skandal im Fußball seit Jahren“. Man müsse sich als Spieler am besten „die Arme abschneiden“. Der Mainzer Trainer Sandro Schwarz fasste die Hilflosigkeit angesichts des Regel-Chaos so zusammen: „Du hast immer das Gefühl, dass die Handspiel-Regelung Woche für Woche anders definiert ist.“ Um das große Handspiel-Tohuwabohu zu beenden, traten die Experten des Internationalen Regelbord des Fußballs (Ifab) zusammen und schraubten kräftig an der Regel. Sie soll mehr Klarheit bringen. Wer sich die Neuerungen durchliest, fühlt sich erst mal an einen Paragrafen aus dem Strafgesetzbuch erinnert, so viele Unterpunkte und Ausnahmefälle sind dort aufgelistet. „Im Wesentlichen gibt es eigentlich keine Neuerungen. Die bestehenden Regeln wurden lediglich konkretisiert“, sagt Fifa-Schiedsrichter Deniz Aytekin WELT AM SONNTAG. Er hält die Änderungen durch das Ifab für notwendig. Auch wenn sie nicht alle Graubereiche der Handspiel-Regel auflösen. So gibt die Regel etwa vor, dass der Schiedsrichter „eher pfeifen soll“, wenn der Ball in einem bestimmten Fall die Hand oder den Arm berührt. Oder wenn er seine Körperfläche unnatürlich vergrößert. Was aber ist „unnatürlich“? Und was heißt „eher pfeifen“? Den Unparteiischen bleiben nach wie vor Ermessensspielräume. Und das schürt Diskussionen. Wie gerecht ist die Neuregelung? Anzeige An anderer Stelle sorgt die Handspiel-Novelle durchaus für mehr Klarheit. So soll ein Tor oder eine Vorbereitung desselben in Zukunft abgepfiffen werden, wenn der Ball zuvor nur durch eine Berührung der Hand oder des Arms unter Kontrolle gebracht werden konnte. Das ist sofort nachvollziehbar. Unerheblich soll dabei aber sein, ob die Berührung mit Absicht erfolgte oder nicht. Was wiederum die Frage aufwirft, wie gerecht die Neuregelung ist. Ziel sei es gewesen, das Spiel attraktiver zu machen und eine größere Vereinheitlichung der Normen zu erreichen, sagt Aytekin. „Das gibt uns Schiedsrichtern mehr Sicherheit bei dem, was wir tun, weil wir die Grundlage für unsere Entscheidungen jetzt Schwarz auf Weiß haben.“ Der erfahrene Bundesliga-Referee weiß jedoch auch, dass es bei der Regel-Bildung zwei sich widerstrebende Prinzipien gibt: Vereinheitlichung und Vereinfachung. Einheitlichkeit ist nicht gleich Einfachheit. Eine solche wünschen sich aber viele Fans, Spieler und auch Trainer. Dahinter steckt die verständliche Sehnsucht nach simplen Lösungen auf komplizierte Fragen. Leverkusens Coach Peter Bosz brachte diese Sehnsucht unlängst auf den Punkt, als er eine radikale Entschlackung der Regel forderte: „Hand ist immer Hand.“ In anderen Sportarten wird das längst praktiziert. Im Hockey gibt es automatisch eine Strafecke, wenn der Ball den Fuß des Abwehrspielers berührt. Eine solche Auslegung hält Aytekin nicht für angemessen. „Natürlich kann man sagen, wenn der Ball an die Hand geht, ist es immer strafbar. Aber das wäre meines Erachtens nicht gerecht.“ Denn dann wäre es für den Angreifer ein Leichtes, den Arm oder die Hand des Gegners aus kurzer Distanz anzuvisieren. Wie jüngst im Champions-League-Finale, als Liverpools Sadio Mané Tottenhams Moussa Sissoko den Ball im Strafraum an den Arm chippte. Es wirkte so, als habe Sané den Ball bewusst an den Arm des Abwehrspielers geschossen. Die Folge war ein Hand-Elfmeter und der frühe Führungstreffer – der das Spiel schließlich auch entschied. Die Mauer vor der Mauer klappte in Liga zwei hervorragend Anzeige Dass Profifußballer die Spielräume existierender Regeln auszunutzen wissen, gehört zu den Phänomenen des Spiels. Das Agieren in den Grenzbereichen der Legalität erlaubt es den Akteuren nicht nur ihre körperlichen, sondern auch ihre intellektuellen Fähigkeiten in die Waagschale zu werfen. So reagieren die Profis inzwischen immer schneller auf Änderungen im Regelbuch. „Es ist ganz normal“, sagt Aytekin, „dass die Spieler die neue Regel kreativ auslegen.“ Eine der aktuellen Neuerungen, die bei Weitem nicht nur das Handspiel betreffen (siehe Kasten), untersagt es dem angreifenden Team, eigene Spieler in der Mauer des Gegners zu platzieren; sie müssen nun einen Abstand von einem Meter zur Mauer einhalten, sofern diese aus mindestens drei Spielern gestellt wird. Damit soll das obligatorische Geschiebe und Gerangel vor dem Ausführen eines Freistoßes verhindert werden. Eine sinnvolle Änderung. Die Spieler des Hamburger SV nutzten dieses Verbot sogleich zu ihrem Vorteil. Als sie jüngst in der Partie gegen Hannover 96 einen Freistoß zugesprochen kamen, stellten sie eine Art zweite Mauer – im vorgeschrieben Abstand von einem Meter. Das verwirrte Hannovers Torhüter so sehr, dass der Freistoß ins Tor flog. Das komplexe Regelwerk in Verbindung mit den neuen optischen Möglichkeiten setzt die Schiedsrichter unter Druck. Technische Hilfsmittel wie der Videobeweis erlauben eine umfassende Durchdringung des Fußballs bis in den letzten Winkel des Spielfelds. Das erhöht die Erwartungshaltung an die Schiedsrichter enorm. Doch Fehlerlosigkeit ist ein illusorischer Anspruch. Es wird auch weiterhin Situationen geben, in denen Schiedsrichter und Videoschiedsrichter zugleich versagen, wie kürzlich im Supercup, als beide Kontrollinstanzen ein rotwürdiges Foul von Bayerns Joshua Kimmich an Dortmunds Jadon Sancho falsch bewerteten. Der gestiegenen Erwartungshaltung lässt sich nur durch gesundes Selbstbewusstsein begegnen. „Ich lasse mich durch den Videoassistenten nicht in meiner Art, wie ich ein Spiel pfeife, beeinflussen“, versichert Schiedsrichter Aytekin. „Der Kern des Schiedsrichterwesens hat sich dadurch nicht geändert. Im Gegenteil, es ist sogar zusätzlich motivierend, die entscheidenden Situationen selbst richtig zu bewerten, ohne dabei auf den Assistenten zugreifen zu müssen.“ Anzeige Dieser Text ist aus der WELT AM SONNTAG. Wir liefern sie Ihnen gerne regelmäßig nach Hause Weiterlesen: WELT

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