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Prostitution, Sexualstrafrecht

Prostitution: Freier oder unfreier?

Die SPD-Politikerin @LeniBreymaier will künftig jeden Sexkäufer bestrafen. Für die Frauen wäre das verheerend, entgegnet die Prostituierte @KristinaMarlen_. Ein Streitgespräch zu #Prostitution und #Sexualstrafrecht

30.01.2020 13:22:00

Die SPD -Politikerin LeniBreymaier will künftig jeden Sexkäufer bestrafen. Für die Frauen wäre das verheerend, entgegnet die Prostituierte KristinaMarlen_. Ein Streitgespräch zu Prostitution und Sexualstrafrecht

Deutschland ist zum Bordell Europas geworden, sagt die SPD -Politikerin Leni Breymaier. Sie will künftig jeden Sexkäufer bestrafen. Das wäre für die Frauen keine Hilfe, entgegnet die Prostituierte Kristina Marlen. Es wäre verheerend.

Breymaier:Von Prostitution lebt ein ganzes Milieu: Zuhälter, Bordellbetreiber und bestimmte Immobilienbesitzer. Alle, nur die Frauen nicht. Die Schweden sagen:ist nach der Einführung des Sexkaufverbots abgezogen. Nach Deutschland.Marlen:Ein Sexkaufverbot verringert nur die sichtbare Prostitution und verdrängt sie ins Halbdunkle, ins Internet, wo man das Geschehen noch weniger kontrollieren kann. Sexarbeitende werden anfälliger für Gewalt, Erpressung und Bedrohung – und können das nicht mehr anzeigen. Auch Kunden übrigens nicht. Sie tun immer so, als sei der Kunde nur der Aggressor. Dabei ist er oft derjenige, der anzeigt, wenn er das Gefühl hat, hier stimmt etwas nicht.

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Breymaier:Wie viele Anzeigen kennen Sie? Und zu Ihrem Punkt, dass die Prostitution ins Dunkle verdrängt würde: Wenn der Freier die Prostituierte dort findet, dann findet die Polizei sie dort auch.Dieser Artikel stammt aus der ZEIT Nr. 06/2020. Hier können Sie die gesamte Ausgabe lesen.

Marlen:Wissen Sie eigentlich, Frau Breymaier, wie wichtig es ist, dass Frauen wie ich sich darüber austauschen, welche Kunden man lieber nicht reinlassen sollte? Ein Sexkaufverbot würde diese Vernetzung zum Risiko machen. Sie entziehen jeder Person, die Ihrer Theorie nicht folgt, Ihre Unterstützung.

Breymaier:Ich entziehe Ihnen nicht meine Unterstützung. Sie haben meine Unterstützung noch nie gehabt.Marlen:Ihre Ignoranz negiert die Kämpfe, die wir seit den Siebzigerjahren weltweit ausfechten. Selbst auf Kontinenten, in denen Sexarbeit unter viel schlechteren Bedingungen stattfindet als hier, fordert unsere Bewegung eine Entkriminalisierung von Sexarbeit. Nur über die Stärkung der Rechte insbesondere marginalisierter Frauen können Lebens- und Arbeitsbedingungen verbessert werden.

Breymaier:Ich glaube, wir haben hier ein Rassismusproblem.Marlen:Ich soll ein Rassismusproblem haben?Kristina Marlenist Sexarbeiterin in Berlin. Nach einigen Semestern Jura-Studium und einer Ausbildung zur Physiotherapeutin wechselte sie in die Prostitution. In ihrem Studio bietet sie auch Workshops zu kreativer Sexualität, sexueller Kommunikation oder Bondage an. Kristina Marlen ist ihr Künstlername.

Breymaier:Nicht Sie. Sondern die Gesellschaft. Der überwiegende Teil der Frauen, die in Deutschland anschaffen, kommen aus dem Ausland: aus Nigeria, aus Südosteuropa, viele sind Roma. Sie werden hergelockt oder von ihren Familien geschickt – und dann bleibt ihnen nichts von dem Geld. Sie kennen ja die Preise: Einmal eine Frau benutzen, mit ihr machen, was man will ...

Marlen:... eine Frau benutzen? Was für eine respektlose Sprache ...Breymaier:... in Stuttgart kostet das 30 Euro. Die Frauen zahlen in Deutschland für ein Zimmer pro Tag 120 bis 160 Euro. Sie müssen also fünf bis sechs Freier bedienen, dann haben sie gerade mal ihr Zimmer bezahlt – aber noch nichts gegessen, kein Geld an ihre Familie geschickt und nicht die Schulden für ihre angeblichen Ausreisekosten abbezahlt. Die Frau verdient keinen Cent. Was daran ist faire Arbeit?

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Ich liebe die Intimität, die Nähe und WärmeKristina MarlenMarlen:So weit bin ich bei Ihnen: Es gibt horrende Arbeitsbedingungen in der Branche. Aber: Die gibt es auch anderswo. Warum regt sich zum Beispiel niemand über den Skandal um all die Menschen aus Osteuropa auf, die in der Fleischindustrie ausgebeutet werden? Wir müssen doch an die Wurzel des Problems ran: an die Tatsache, dass Ungleichheit und soziale Missstände in

so groß sind, dass Menschen sich in Ausbeutungsverhältnisse begeben müssen.Leni Breymaieraus Stuttgart sitzt für die SPD im Bundestag und hat zusammen mit einem CDU-Abgeordnetenkollegen den Parlamentskreis"Prostitution – wohin" gegründet. Sie ist Vorstandsmitglied beim Verein Sisters, der Frauen beim Ausstieg aus der Prostitution hilft.

Breymaier:Über die Zustände in der Fleischindustrie rege ich mich auch auf. Aber der Unterschied zwischen einem Schlachter und einer Prostituierten ist, dass die Frauen körperlich und seelisch zerstört werden. Wenn sie es schaffen auszusteigen, brauchen sie Jahrzehnte, um sich in schwierigsten Traumatherapien ihre persönlichen Grenzen und ihre Würde wieder zu erarbeiten.

Marlen:Sexarbeit ist nicht nur Ausbeutung. Es gibt auch Menschen wie mich, die das als Berufung empfinden. Ich liebe die Intimität, die Nähe und Wärme. Ich gebe Menschen die Möglichkeit, so zu sein, wie sie sonst nirgends sein können, auch nicht in ihren Beziehungen ...

Breymaier:... das sind doch Mythen und Legenden ...Marlen:... und es gibt ein breites Mittelfeld von Sexarbeitenden, die zum Beispiel aus wirtschaftlichen Gründen sagen: So kann ich als Alleinerziehende am besten mein Kind durchbringen. Das findet in der Mitte der Gesellschaft statt.

Breymaier:Ach, kommen Sie. Wenn im Großbordell Paradise in Stuttgart die Frauen 16 Stunden am Stück arbeiten und bis vier Uhr morgens da zu sein haben, hat das nichts mit Nähe und Wärme zu tun. Und dann ist dabei doch keine Alleinerziehende, die abends um sechs ihr Kind ins Bett gebracht hat!

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LeniBreymaier KristinaMarlen_ Natürlich, das Selbstbestimmungsrecht EINER Prostituierten, die das gerne und freiwillig macht, wiegt schwerer als das Leid UNZÄHLIGER Zwangsprostituierten... die Debatte ist sowas von daneben LeniBreymaier KristinaMarlen_ Da fragt man sich in a echt mal wieder warum die keiner wählt 😂 verabschiedet euch doch langsam mal von der Bildfläche, wird echt Zeit 🤦‍♂️

LeniBreymaier KristinaMarlen_ Nur weil sie nicht will, will sie andere, die wollen, bestrafen? Warum macht sich die SPD mit allem was geht unmöglich? LeniBreymaier KristinaMarlen_ Wie dumm! So etwas löst immer das Gegenteil des Gewollten aus. Siehe Prohibition. LeniBreymaier KristinaMarlen_ Rousseau sagte schon vor 300 Jahren „Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern darin, dass er nicht tun muss, was er nicht will.» Sexuelle Freiheit ist derzeit ein It-Accessoire,das stolz mit sich herumgetragen wird, ohne die Hintergründe

LeniBreymaier KristinaMarlen_ Hat Sie keine anderen Aufgaben zu erledigen LeniBreymaier KristinaMarlen_ Da hat sich die ASF mal wieder was ausgedacht. Marihuana soll aus der Illegalität herausgeholt werden, um den Konsum besser zu kontrollieren, und die Prostitution wird in den Untergrund verdrängt -zweimal die gleiche Partei

LeniBreymaier KristinaMarlen_ was kommt als nächstes!! LeniBreymaier KristinaMarlen_ Klar, denn wenn man was illegal macht, dann gibt es das ja nicht mehr. Es gibt ja auch keine Drogen in Deutschland. LeniBreymaier KristinaMarlen_ ..die Prostitution würde sich nur in den Untergrund verlagern.. in sog. Freizeitclubs oder Privatbordelle die Wellness und Entspannung anbieten..😂😆😇

LeniBreymaier KristinaMarlen_ Eine der unproduktivsten Dialoge jemals. Fakt ist dass diese Branche viel zu unreguliert ist. Arbeitsschutzgesetze funktionieren nicht. Ein absolut schwieriger Sachverhalt, aber dieses Gesetz ist unverhältnismäßig und trifft die falschen. LeniBreymaier KristinaMarlen_ Wie weit ist die SPD von der Realität weg? Was würde passieren wenn das älteste Gewerbe der Welt verboten würde? Ich möchte mir das nicht ausmahlen.

LeniBreymaier KristinaMarlen_ Das Frauen sich fuer Sex bezahlen lassen ist ja seit 199 kriminell und altmodisch. Und seit 2002 nur von Alkoholikern legalisierte Prostitution. Prostitution war 57 Jahre verboten. Ich erwarte das alle die in D mal als Hure gearbeitet haben aus Deutschland abgeschoben werden.

LeniBreymaier KristinaMarlen_ Soll also Prostitution verboten werden und damit wieder vollständig in den Schwarzmarkt wandern? Ganz toller Vorschlag, liebe SPD LeniBreymaier KristinaMarlen_ Interessantes Video zum Thema LeniBreymaier KristinaMarlen_ Dank Merkel ist Deutschland zum 'Wilden Westen' geworden.....

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