Bevölkerungsentwicklung der Schweiz – Welche Kantone bis 2050 am stärksten wachsen – und welche schrumpfen

10-Millionen-Schweiz: Die Menschen werden sich zunehmend auf das Einzugsgebiet der grossen Agglomerationen Zürich und Genf konzentrieren.

27.11.2020 22:00:00

10-Millionen-Schweiz: Die Menschen werden sich zunehmend auf das Einzugsgebiet der grossen Agglomerationen Zürich und Genf konzentrieren.

Bald ist die 10-Millionen-Schweiz Tatsache. Aber die Menschen werden sich sehr unterschiedlich auf das Land verteilen, wie eine neue Auswertung zeigt.

Referenzszenario. Das BFS hat auch noch ein tiefes und ein hohes Szenario berechnet. Gemäss Letzterem würden im Jahr 2050 sogar 11,4Millionen hier leben.Das hohe Szenario rechnet mit einem überdurchschnittlichen Wanderungssaldo und einem Geburtenüberschuss. Beim tiefen Szenario wird von einer negativen Entwicklung bei diesen Faktoren ausgegangen. Am wahrscheinlichsten tritt das

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Referenzszenarioein, weil es auf der Fortsetzung der Entwicklungen der letzten Jahre beruht.Diesem zufolge wird die ständige Wohnbevölkerung bis 2030 auf 9,4 Millionen wachsen (9 Prozent mehr als heute), bis 2040 auf 10 Millionen (6 Prozent mehr als 2030) und bis 2050 auf 10,4 Millionen (4 Prozent mehr als 2040). Das Wachstum schwächt sich also ab, da einerseits der Geburtenüberschuss immer geringer ausfällt und andererseits der Wanderungssaldo nach anfänglicher Zunahme ebenfalls deutlich zurückgeht.

Was ist die ständige Wohnbevölkerung?Infos einblendenWenn in diesem Artikel von der Bevölkerung die Rede ist, dann ist damit die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz gemeint. Zu dieser zählen:Schweizer Staatsangehörige mit Hauptwohnsitz in der Schweiz headtopics.com

Ausländische Staatsangehörige mit einer Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung für mindestens 12 MonateAusländische Staatsangehörige mit einer Kurzaufenthaltsbewilligung für eine kumulierte Aufenthaltsdauer von mindestens 12 Monaten

Personen im Asylprozess mit einer Gesamtaufenthaltsdauer von mindestens 12 MonatenSicher ist laut dem BFS, dass die Bevölkerung der Schweiz in den nächsten30Jahren hauptsächlich infolge der Zuwanderung wachsen wird. Nicht überall ist diese allerdings gleich stark

–zwischen den Kantonen gibt es grosse Unterschiede. So wird die internationale Zuwanderung in Genf, Zug und der Waadt viel höher ausfallen als beispielsweise in den beiden Appenzell. Und auch interkantonale Wanderungen beeinflussen die Entwicklung.

Aus diesem Grundfällt das Wachstum in den Kantonen bis 2050 höchst unterschiedlich aus. Die Bevölkerung von Zürich, Aargau, Zug, Schaffhausen und St. Gallen sowie Genf und Waadt nimmt um mehr als 25 Prozent zu. Das Jura, Glarus und vor allem Neuenburg wachsen hingegen nur wenig. In den Kantonen Graubünden und Tessin wird die Bevölkerung sogar schrumpfen. headtopics.com

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Die Menschen werden sich zunehmend auf das Einzugsgebiet der grossen Agglomerationen Zürich und Genf konzentrieren. Dort und in anderen städtischen Kantonen altert die Bevölkerung weniger rasch, da viele Junge zu- und Ältere abwandern. Dies führt zu einer gewissen Erneuerung der Generationen

,von der auch angrenzende Kantone wie der Aargau, Schaffhausen und St. Gallen profitieren.In ländlichen Gebieten, wo die Zuwanderung schwächer und die Geburtenhäufigkeit tiefersind, passiert genau das Gegenteil. Im Tessin und in Graubünden altert die Bevölkerung zwischen 2020 und 2050 deshalb am stärksten.

Allgemein schreitet die Alterung der Schweiz voran und beschleunigt sich. Das Medianalter wird vonaktuell42,7 auf 45,9 steigen. Während der Anteil der unter 15-Jährigen an der Gesamtbevölkerungleichtabnimmt, steigt derjenige der über 65-Jährigen

und Älteren30Jahren wird es doppelt so viele Seniorinnen und Senioren über 80 Jahre geben wie heute.Mit einer positiven Entwicklung rechnet das BFS bei der Bildung, unabhängig vom Wachstum. Der Anteil der Personen mit Tertiärabschluss (höhere Berufsbildung und Hochschulen) wird von aktuell 44 Prozent auf über 55 Prozent steigen. Das Qualifikationsniveau der Bevölkerung wird sich also stark verbessern. headtopics.com

Zudem werden Frauen in zehn Jahren höher qualifiziert sein als Männer. Schon heute schneiden sie in der Schule besser ab und erwerben häufiger Bildungsabschlüsse. Gemäss den Berechnungen wird der Anteil Frauen mit Tertiärabschluss in rund zehn Jahren mit jenem der Männer gleichziehen und ihn anschliessend übertreffen.

Das BFS hat die Szenarien zur Bevölkerungsentwicklung bis 2050 vor der Corona-Pandemie erstellt und berechnet. Die Auswirkungen von Covid-19 auf die zukünftige Entwicklung der Bevölkerung der Schweiz sind laut der Behörde derzeit noch schwer abzuschätzen.

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Publiziert heute um 16:29 Uhr17 KommentareLudwig Sermosvor 43 MinutenBasel und Schaffhausen wachsen sicherlich viel schneller wegen den billigen Grenzgängern. Kostenreduktion und Innovationen, welche der Turbo-Kapitalismus dringend braucht, aber nicht mehr hat, lässt die Firmen einfach dorthin gehen wo es billiger ist, denn auch ZG und SZ können die Steuern nicht unter 0 setzen.

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