Wo das ÖFB-Nationalteam das beste Europas ist

Wo das ÖFB-Nationalteam das beste Europas ist

22.03.2021 15:30:00

Wo das ÖFB-Nationalteam das beste Europas ist

Keine Mannschaft ist in puncto Balleroberung so aktiv wie Österreich. Mit der Kugel am Fuß gibt es hingegen Luft nach oben.

DefensiveIm Spiel gegen den Ball gibt es in Europa keine aktivere Nationalmannschaft als jene von Franco Foda. Das lässt sich belegen: In der erfolgreichen EM-Qualifikation ließ das ÖFB-Team im Schnitt nur 8,0 Pässe des Gegners außerhalb des eigenen Verteidigungsdrittels zu, bevor man störend eingreifen konnte. Laut der Analyse-Plattform OPTA ist dies der niedrigste Wert unter allen 55 Nationalteams in Europa. Diese Kennzahl, genannt PPDA („Passes Per Defensive Action“), hat sich im internationalen Fußball als moderner Leistungsindikator etabliert. In den Spielen der Nations League lag der rot-weiß-rote Wert mit 7,84 sogar noch unter jenem der EM-Qualifikation.

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Dieser Stil vom aktiven Verteidigen ist Österreichs Spielern längst in Fleisch und Blut übergegangen. Und das, obwohl es gewiss nicht immer leicht ist, Fußballer davon zu überzeugen, auch ohne Ball im höchsten Tempo zu laufen. Eine Errungenschaft vergangener Jahre, die man nicht mehr aus der Hand geben sollte.

Umschalten, BallbesitzWährend Österreich in den defensiven Phasen des Spiels überzeugt hat, braucht es nach den vielen Ballgewinnen eine klare Steigerung. Gegen die Schotten und Dänen wird es Situationen geben, in denen man durch schnelle Gegenstöße zum Erfolg kommen kann. headtopics.com

In dieser Lieblingsdisziplin des Teamchefs mangelte es zuletzt an schnellen Bewegungsabläufen. Zu viele Spieler blieben nach Ballgewinnen zu lange hinter dem Ball, was mitunter auch daran gelegen haben könnte, dass Foda von Beginn an sieben bis acht Defensivspieler aufgestellt hat. Mehr Spieler mit offensiver Denkweise wären wünschenswert.

Nicht nur gegen die Färöer, auch in Glasgow wird man sich aber auch in stabilem Ballbesitz wiederfinden. Beim Bespielen tief stehender Gegner braucht es ein besseres Positionsspiel als zuletzt. Dabei helfen wird mit Sicherheit Christoph Baumgartner. Kaum ein Österreicher bewegt sich zwischen Abwehr- und Mittelfeldkette des Gegners so gut wie der Hoffenheim-Legionär, der im November gefehlt hat.

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