Mordermittlungen: Polizei spricht von Notwehr

Mordermittlungen: Polizei spricht von Notwehr

19.03.2021 07:01:00

Mordermittlungen: Polizei spricht von Notwehr

67-Jährige starb in Wien nach Schuss durch Dienstpistole. Beamter befindet sich weiter im Dienst.

pocketNachdem bekannt wurde, dass gegen einen WEGA-Beamten wegen Mordes ermittelt wird, relativiert man bei der Staatsanwaltschaft Wien: „Wir haben hier natürlich eine verstorbene Person und eine Schussabgabe durch einen Beamten. Ob es aber tatsächlich zu einer Mordanklage kommt, wird am Ende des Beweisverfahrens entschieden“, sagt Nina Bussek, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Wien.

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Wie berichtet, wurde am 5. Jänner die Polizei nach Hietzing gerufen. Eine 67-jährige Pensionistin soll eine Heimhilfe mit dem Messer bedroht haben.Das Stadtpolizeikommando Meidling forderte die Spezialeinheit WEGA zu dem Einsatz an. Als die Beamten vor der Tür der psychisch kranken Pensionistin standen, soll sie mit einem Messer auf die Polizisten losgestürmt sein. Ein Polizist gab den tödlich Schuss ab. Ein Weiterer setzte zeitgleich den Taser ein.

Ermittlungen vor OrtDie Landespolizeidirektion Steiermark übernahm daraufhin die Ermittlungen. Gemeinsam mit der zuständigen Staatsanwältin wurden auch die Angaben der Polizisten vor Ort überprüft. „Um sich einen persönlichen Eindruck zu verschaffen“, wie Bussek betont. Eine klassische Tatort-Rekonstruktion mit den Polizisten sei nicht geplant. Die Aufzeichnungen seien ausführlich genug. Noch offen ist aber das schriftliche Obduktionsergebnis. headtopics.com

Fest steht: Der betroffene Beamte wurde bereits einvernommen, er verzichtete sogar auf einen Rechtsanwalt. Er befindet sich auf freiem Fuß. Bei der Polizei ist man von einer Notwehr-Situation überzeugt, der betroffene Polizist ist nicht einmal vom Dienst suspendiert. Bisher habe man keine Erkenntnisse über ein mögliches Fehlverhalten des Schützen gefunden.

Zeugen bestätigtenDie Schilderungen der Beamten wurden jedenfalls durch eine Nachbarin und die Heimhilfe bestätigt. Die Amtshandlung dauerte von 12.31 bis 12.55 Uhr – vom Eintreffen der Beamten bis zur Versorgung der Frau. Insgesamt sechs Polizisten waren vor Ort.

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Hätte ich vor einem Jahr noch bedingungslos geglaubt. Doch seit Beginn dieser Plandemie sinkt mein Vertrauen in die Polizei täglich tiefer. Machträusche, Egotrips, Kadavergehorsam und Dienstvergessenheit speziell gegen Ältere, scheinen mittlerweile Polizeialltag geworden zu sein.