Impfstoff-Produktion in Tirol: 'Probeläufe starten sehr bald'

Impfstoff-Produktion in Tirol: 'Probeläufe starten sehr bald'

13.03.2021 16:16:00

Impfstoff-Produktion in Tirol: 'Probeläufe starten sehr bald'

Novartis wird in Kundl Wirkstoffe für CureVac herstellen. Österreich-Chef Michael Kocher über Sinn und Unsinn lokaler Pharma-Produktion.

Wir brauchen 100 zusätzliche Mitarbeiter und können hier auf einen Pool zugreifen.Wird exklusiv für CureVac gefertigt oder können auch andere Hersteller wie Pfizer/Biontech noch hinzukommen?Wir produzieren in der Schweiz für Pfizer/Biontech. Als Novartis können wir uns grundsätzlich vorstellen, auch für andere Hersteller tätig zu sein.

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Novartis startet Plasmide-Produktion im Tiroler Ort KundlWerden solche Pharma-Kooperationen von der Politik eingefädelt oder sind das Konzernentscheidungen?Das sind ausschließlich Konzernentscheidungen. Wir tauschen uns natürlich mit der Politik, etwa mit der EU-Kommission regelmäßig aus, agieren aber zu 100 Prozent unabhängig.

Wird es noch mehr solcher Pharma-Allianzen geben?Davon gehe ich aus. In der Pandemie-Bekämpfung sind solche Allianzen sehr hilfreich. Auch wenn jetzt über die schleppende Impfstoff-Verfügbarkeit geschimpft wird. Vor einem Jahr hätte es niemand für möglich gehalten, dass wir jetzt schon Impfstoff haben. headtopics.com

© Bild: NovartisNovartis hat sein Impfstoffgeschäft ja verkauft. War das im Nachhinein gesehen ein Fehler?Nein, überhaupt nicht. Wir haben uns auf innovative Medikamente und Therapien fokussiert.© Bild: NovartisWann wird es ein Medikament gegen Covid-19 geben?

Es gibt derzeit einige Pharmafirmen, die hier ihre Anstrengungen hinlegen. Da wird es in nicht allzu ferner Zukunft große Fortschritte geben, da bin ich mir sicher.Die Politik wünscht sich mehr Pharma-Produktion in Österreich und Europa. Was muss dafür getan werden?

Um Österreich als LifeScience-Standort zu etablieren, muss man mehr Anreize auch für die Forschung und Entwicklung schaffen. So könnte man die Forschungsprämie von derzeit 14 Prozent in Richtung 20 Prozent erhöhen...Man könnte die Forschungsprämie von derzeit 14 Prozent in Richtung 20 Prozent erhöhen...

Michael Kocher|... aber wie kann die Produktion zurückgeholt werden?Großes Thema sind die Zulassungen und die Preisanpassung bei neuen Therapien. Hier stehen wir in intensivem Wettbewerb mit Firmen aus China oder Indien, die großen Preisdruck ausüben. Da ist es sehr schwer, überhaupt noch wettbewerbsfähig zu sein. Dazu kommt noch der ausgeprägte Föderalismus, der uns den Zugang zu mehr Patienten verwehrt. So gibt es etwa eine neue Therapie gegen Netzhautablösungen derzeit nur in der Uni-Klinik in Innsbruck, aber nicht bei den niedergelassenen Ärzten. Das ist ein Hinderungsgrund für künftige Produktionen. headtopics.com

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Novartis-Standort in Kundl/TirolNovartis in ÖsterreichNovartis ÖsterreichDie  Tiroler Novartis-Standorte  Kundl/Schaftenau mit der Generika-Sparte Sandoz beschäftigen 4.000 Mitarbeiter, davon 900 in der Forschung. Der gebürtige Deutsche Michael Kocher ist seit 2018 „Country President“ von Novartis Österreich

Curevac-DealBis Ende 2022  soll in Kundl die mRNA und der vorformulierte Wirkstoff für 250 Mio. Impfstoffdosen hergestellt und an Curevac geliefert werden. Die Zulassung des Impfstoffes wird für April erwartet, die Produktion soll  im zweiten Quartal starten 

Die Politik geht davon aus, dass die Impfstoffe und Antibiotika, die in Österreich produziert werden, auch für Österreich produziert werden. Ist das so?Auf die Verteilung der Impfstoffe von CureVac haben wir keinerlei Einfluss. Die Kundl-Antibiotika werden natürlich auch für Österreich produziert. Wir erreichen allein mit dem Generika-Portfolio vier Millionen Menschen, da sind auch Antibiotika darunter. Müssten wir nur für Österreich produzieren, würde eine Garage und eine kleine Mini-Anlage ausreichen.

Lokale Produktionen machen also wenig Sinn?Nein, das ist für mich die total verkehrte Diskussion. Die Pharmahersteller müssen Impfstoffe für den globalen Markt produzieren. Man sollte den Fokus lieber auf die Verteilung und Distribution des Impfstoffes legen. Ob dieser jetzt in Spanien, Schweden oder Österreich produziert wird, ist unerheblich. headtopics.com

So läuft die Impfstoff-Produktion: Die 10 wichtigsten FragenFür den Erhalt der Penicillin-Produktion in Kundl versprach die Regierung eine Förderung von 50 Millionen Euro. Wie geht es  weiter? Weiterlesen: KURIER »

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👍❤️ des guade viroler saftl Ich kann nur hoffen, das da wenigstens die Österreichische Regierung ordentlich einkauft ... Curevac wird vermutlich der beste Impfstoff überhaupt... die haben sich ordentlich vorbereitet und Zeit gelassen bei der Entwicklung.. der Chef von Curevac weiß wovon er redet Kanm mir schon denken warum das hinter Paywall ist weil nix relevantes drinsteht