Brandanschläge: Chef-Anklägerin zieht gegen Neonazi vor Gericht

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Der Prozess um die Brandanschläge von Berlin-Neukölln wird wieder neu aufgerollt.

Generalstaatsanwältin Margarete Koppers hat jetzt die 26-seitige Berufungsbegründung persönlich verfasst und beim Amtsgericht Tiergarten eingereicht.

Das erfuhr BILD exklusiv aus Justizkreisen. Die Begründung von Berlins oberster Anklägerin: „Eine Gesamtschau aller Indizien lassen keinen Raum für Zweifel an der Täterschaft …“ Neonazi und Ex-AfD-Mitglied Tilo P. muss nun erneut vor Gericht. Er war 2022 angeklagt, am 1. Februar 2018 einen Brandanschlag auf die Autos von Linken-Politiker Ferat Kocak und Buchhändler Heinz Ostermann verübt zu haben. Ebenso soll der Rechtsextremist für eine Vielzahl von Nazischmierereien in Neukölln verantwortlich sein.

1. Februar 2018 um 2.55 Uhr. Ein Mercedes brennt unterm Caport in Neukölln. Die Flammen drohten, auf das Haus der Eltern von Politiker Ferat Kocak und auf eine im Carport befindliche Gasleitung überzugreifen. Doch das konnte Kocak verhindernIm Dezember 2022 wurde Tilo P. vom Vorwurf der Brandstiftung mangels Beweis freigesprochen. Richterin Ulrike Hauser reichte es für eine zweifelsfreie Verurteilung nicht.

Tilo P. wurde lediglich wegen achtfacher Sachbeschädigung zu einer Geldstrafe verdonnert. Die Generalstaatsanwaltschaft hatte eine Freiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren gefordert.

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