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Webb-Teleskop: Bald können wir bis zum Rand des Universums schauen - WELT

Bald können wir bis zum Rand des Universums schauen

30.03.2020 01:23:00

Bald können wir bis zum Rand des Universums schauen

Wenn in einem Jahr das James-Webb-Teleskop startet, wird man erstmals einen Blick auf die Entstehungszeit des Weltalls werfen können. Besonders jetzt ist dieser Perspektivwechsel nötig.

Er wird aus 18 dünnen, wabenförmigen Segmenten komponiert, die beim Start wie eine Blumenknospe zusammengeklappt sind und erst am Zielort zum Spiegel entfaltet werden – mit einer notwendigen Passgenauigkeit jeder Teilwabe von einem Zehntausendstel einer Haarbreite.

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Es darf nichts schiefgehen dabei, denn Webb wird nicht wie Hubble in eine Erdumlaufbahn gebracht, zu der man notfalls eine Reparaturmannschaft schicken könnte, wie es bei Hubble der Fall war, als dessen Spiegel anfangs nicht korrekt funktionierte. Stattdessen wird Webb in 1,5 Millionen Kilometern Entfernung zusammen mit der Erde um die Sonne kreisen, und zwar so, dass es von der Erde aus an einem festen Punkt zu stehen scheint. Für eine solche Flugentfernung gibt es derzeit kein einsatzbereites bemanntes Raumschiff.

Lesen Sie auch Versuche im All Ist die Raumfahrt wirklich das viele Geld wert? Anzeige Hubbles Daten haben ikonische Bilder des Weltalls erbracht und führten außerdem zu der Entdeckung, dass das Weltall sich nicht nur ausdehnt, sondern dass diese Ausdehnung stetig an Tempo zunimmt. Hubble hat mit seinen Messungen auch die derzeitige Ausdehnung des Weltalls präzisieren können – 13,5 Milliarden Lichtjahre.

Aber für die Tiefenbeobachtung stößt es an physische Grenzen. Für die Infrarotsuche nach uralten Galaxien aus der Anfangszeit des Weltalls sind seine Instrumente nicht leistungsfähig genug. Webb hat eine um den Faktor 100 größere Lichtstärke als Hubble.

Das neue Teleskop, ein transatlantisches Vorhaben mit wichtiger deutscher Beteiligung, kann deshalb so tief ins All blicken wie kein anderes je zuvor. Für Fachleute kann es zum Beispiel wahrscheinlich die Frage klären, ob der hellste Stern der nördlichen Hemisphäre, Arktur, ein Doppelstern ist, so wie der hellste Stern am Nachthimmel, Sirius. Daran scheiterte auch Hubble.

Bis zum mutmaßlichen Ende des Alls blicken Anzeige Die Webb-Daten werden keine Fotos im ultravioletten oder im vollen für Menschen sichtbaren Lichtspektrum liefern. Im visuellen Spektrum reichen Webbs Sensoren bis Rot und Orange. Aber dank seiner unvergleichlich leistungsfähigen Infrarotmessung und seiner enormen Auflösung wird Webb erstmals bis zum mutmaßlichen Ende des Alls blicken können.

Es wird das Fenster zu einem Ausblick öffnen, in dem sich Universum und Erdgeschichte an einem gemeinsamen Punkt treffen. Zum ersten Mal wird man einen Blick auf die Entstehungszeit des Weltalls und der Erde werfen können. Zum ersten Mal wird man sehen können, was der Satz bedeutet: Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.

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Natürlich liegt nun in Corona-Zeiten die Frage nahe, ob das alles nötig ist. Ob es in einer Pandemie sinnvoll ist, Hans Guck-in-die-Luft zu spielen, während am Boden Atemmasken fehlen. Angesichts vergangener Pandemien könnte gelten: Ja. Besonders jetzt ist ein Blick zum Himmel nötig. Nach dem Schwarzen Tod des Mittelalters kam die Renaissance, und mit ihr Kepler, Kopernikus, Galilei.

Lesen Sie auch Projekt Starlink Schauen Sie noch mal zum Sternenhimmel, bevor Elon Musk ihn zerstört Anzeige Nach der Spanischen Grippe 1918/19 kamen die wilden 20er-Jahre und mit ihnen der Ruhm Albert Einsteins als Entdecker der Relativitätstheorie. Deren zweiter Beitrag, die allgemeine Relativitätstheorie von 1915, geriet erst nach dem Ersten Weltkrieg ins öffentliche Bewusstsein.

Die Frage nach dem Sinn des Webb-Projekts gänzlich zu verneinen hieße, sich dem Schicksal zu ergeben, die Hoffnung fahren zu lassen, sich abzuwenden von der Kraft, die Krisen zu überstehen und zu überwinden hilft – der Blick in eine Zukunft, die Neues verspricht, wie überhaupt der uralte, hoffende Blick in den Himmel.

Eines der berühmtesten Gedichte der griechischen Antike beginnt mit den Zeilen: „Geschwunden sind der Mond/ und die Pleiaden“; es handelt von einer stillen Sommernacht auf Lesbos. Die Geschichte, speziell auch die Religionsgeschichte, ist auch die Geschichte der Wendung des Kopfes zum Himmel, der Erhebung der Seele zu einem Gott, der über allem thront und nicht mehr nebenan Leib und Leben bedroht.

Das All prägt den Menschen Die Naturgötter, die in jedem Strauch, in jedem Baum und Fels, in jeder Höhle lauerten und ständig durch Opfer besänftigt werden mussten, wurden durch einen schwebenden, wissenden Herrscher im All abgelöst – das ist die große Metamorphose der Menschheit durch Religionen. Ein Stern stand über Bethlehem. Der zunehmende Mond verkörpert den Islam; zum Himmel fuhren beide auf, Christus und Mohammed.

Das All prägt den Menschen, der die Angst vor der Gottheit nebenan verloren hat. Die früheste Blickfelderweiterung eines Kindes ist der Mond. Guter Mond, du gehst so stille. Der Mond ist aufgegangen.Im berühmtesten chinesischen Gedicht spielt Mondlicht die zentrale Rolle, in Goethes berührendstem Gedicht genauso, eine Beethoven-Sonate andächtiger Melancholie und Dramatik bekam den Namen des Trabanten; die „Zauberflöte“ kreist um die Gestirnsymbolik, das schönste deutsche Bühnenbild zeigt eine liegende Mondsichel mitsamt dem Sternenzelt.

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Anzeige Der Drang ins All ist mehr als reine Wissenschaft. Ist der Blick ins All der einzige wirkliche Friedensmoment? Liegt dort der Schlüssel allen Seins? Albert Einstein gilt als Abbild menschlicher Klugheit schlechthin. Die Entdecker von Viren und Impfstoffen rangieren in der öffentlichen Wertschätzung hinter ihm, obwohl sie unzählige Leben retteten.

Man kennt ihre Namen, selbstverständlich – Louis Pasteur, Robert Koch, Alexander Fleming, in jüngster Zeit Luc Montagnier, Françoise Barré-Sinoussi, Harald zur Hausen. Aber die Pop-Art-Qualität, den Kultstatus Einsteins erreichen sie nicht. In Corona-Zeiten ist das sehr erstaunlich, ja fast bedrückend.

Fehlt der Menschheit ein kluger Alien? Es ist bedrückend, aber nicht wirklich verwunderlich. Der Mensch hat offenbar den Drang, den Blick vorwärts und aufwärts zu richten. Webb wird neben dem Blick auf den Urknall auch die genaue Untersuchung von Planeten möglich machen, die um andere Sterne in der Milchstraße kreisen und vielleicht Leben beherbergen könnten. Seit 1977 trägt die Sonde Voyager 2 Dokumente unserer Zivilisation durchs All. Die Sonde soll gefunden werden. 18 Milliarden Kilometer ist sie schon geflogen. In 296.000 Jahren wird sie im Gebiet des Sirius ankommen.

Warum sehnen Menschen sich danach, im All von anderen Lebensformen gefunden zu werden? Fehlt der Menschheit ein kluger Alien als Flucht- und Rettungshelfer? Sucht sie dort den Schlüssel für die irdische Existenz? Sucht sie dort gar ein neues Amerika, einen Ort, an dem man noch einmal ganz neu anfangen könnte, falls man auf der Erde scheitert – gewissermaßen als physische Vollendung spiritueller Erwartungen an den Himmel?

Zumindest Elon Musk hat angedeutet, dass sein Projekt einer bemannten Mars-Expedition auch der Angst entspringt, Künstliche Intelligenz könne zum Untergang der Menschheit führen, und man brauche einen Fluchtort.Lesen Sie auch „Solar Orbiter“ Wie wird das Magnetfeld der Sonne erzeugt? Webb wird alles in allem rund zehn Milliarden Euro kosten. Das ist viel Geld. Aber es ist ein Zehntel dessen, was Deutschland 2018 allein an jährlicher Kinder- und Jugendhilfe, Kindergeld und Elterngeld auszahlte. Der Finanzierungsumfang entspricht, gemessen an der Reichweite des Teleskops, einem Euro pro Lichtjahr. Angesichts der Erkenntnis, die das Projekt bringen könnte, ist das billig.

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Findet erstmal Medikament gegen Covid_19 Wissenschaft ist mein Glaube. Man kann nicht Drang nach Erkenntnis mit der Befriedigung primärer Bedürfnisse gegenüber stellen. Beides ist wichtig und in der Natur der Menschen verankert. Sehr bald können wir dorthin reisen. Ich vermute mal, der Rand ist noch viel, viel weiter draußen.

Es reicht schon, wenn die Politik noch nicht einmal die Grenzen ihrer Fähigkeien erkennt. Geile Sache, aber was bringt es der Menschheit ein. OK wir wissen dann, das es dort auch Sterne gibt. Und nun, was fangen wir mit der Erkenntnis an ? Sah auf den ersten Blick aus wie ein rosa Damenslip und ich dachte an Sartire. Naja. Ist ja auch schon spät.... 🤷🏻‍♀️

Vorerst würden uns aber Impstoff und paar wirksame Medikamente gegen Covid_19 helfen. Können dennoch keine Maßnahmen zur Pandemie ergreifen. Hurra - bisher schaffen es die meisten nicht mal über den eigenen Tellerrand... 🙈

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