Verfolgung jüdischer Fußballer in der Nazi-Zeit | DW | 26.01.2022

27.01.2022 17:22:00
Verfolgung jüdischer Fußballer in der Nazi-Zeit | DW | 26.01.2022

Auch jüdische Fußballer wurden von den Nazis nicht verschont und skrupellos umgebracht. Wie etwa Ernst Alexander vom FC Schalke 04. Das Deutsche Fußballmuseum würdigt diese Persönlichkeiten in einem Online-Lexikon.

Gedenktag, Nationalsozialismus

Auch jüdische Fußballer wurden von den Nazis nicht verschont und skrupellos umgebracht. Wie etwa Ernst Alexander vom FC Schalke 04. Das Deutsche Fußballmuseum würdigt diese Persönlichkeiten in einem Online-Lexikon.

Auch jüdische Fußballer wurden von den Nazis nicht verschont und skrupellos umgebracht. Wie etwa Ernst Alexander vom FC Schalke 04. Das Deutsche Fußballmuseum würdigt diese Persönlichkeiten in einem Online-Lexikon.

Als sich die Vereinslegende Ernst Kuzorra 1927 mit dem Gedanken anfreundet, den FC Schalke zu verlassen, um sich entweder dem Dortmunder SC 95 anzuschließen oder gar bei der Polizeischule in Münster anzuheuern, ziehen die Vereinsoberen alle Register, um den hochtalentierten Spieler zu halten.

Kurzerhand bietet der große Schalke-Fan und -Förderer Leo Sauer ganz praktische Hilfe an: Sauer ist Inhaber einer großen Metzgerei in Gelsenkirchen, er bewirtet regelmäßig den Schalker Vorstand und unterstützt viele Spieler. Also spendiert er Kuzorra den Führerschein, stellt ihn als Fahrer ein und sorgt damit für ein regelmäßiges Einkommen beim Schalker Kicker. Kuzorra bleibt und führt die Königsblauen als Teil des berühmten "Schalker Kreisels" sechsmal zur Meisterschaft. 

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Schalke-Nachwuchsspieler Ernst Alexander wird von den Nazis ermordet Als sich die Vereinslegende Ernst Kuzorra 1927 mit dem Gedanken anfreundet, den FC Schalke zu verlassen, um sich entweder dem Dortmunder SC 95 anzuschließen oder gar bei der Polizeischule in Münster anzuheuern, ziehen die Vereinsoberen alle Register, um den hochtalentierten Spieler zu halten.Als ein Kandidat über seine Liebe zu Madonna redete, konnte Toby nicht an sich halten und packte seine Storys über die Zusammenarbeit aus.Pocket Das Parlamentsgebäude in Rom (imago) Kein Kandidat erreichte die nötige absolute Mehrheit, viele Delegierte enthielten sich.Verstärkte Präsenz des Veganuary über Ikea- Account Über den Ikea Instagram-Account teilte das dafür den gesamten Januar über Informationen und Rezepttipps rund um das Thema"vegan und nachhaltig leben" und rief zur veganen Kochchallenge"Probier’s doch mal pflanzlich" auf.

Kurzerhand bietet der große Schalke-Fan und -Förderer Leo Sauer ganz praktische Hilfe an: Sauer ist Inhaber einer großen Metzgerei in Gelsenkirchen, er bewirtet regelmäßig den Schalker Vorstand und unterstützt viele Spieler. Also spendiert er Kuzorra den Führerschein, stellt ihn als Fahrer ein und sorgt damit für ein regelmäßiges Einkommen beim Schalker Kicker."Heutiges Kernthema ist also nicht die Zusammenarbeit mit Beyoncé sondern mit Madonna . Kuzorra bleibt und führt die Königsblauen als Teil des berühmten "Schalker Kreisels" sechsmal zur Meisterschaft. Der 80-Jährige hat eine weitere Amtszeit ausgeschlossen.  Vergessene Geschichten, vergessene Persönlichkeiten Viele solcher Geschichten, die das Herz von Fußballfans höher schlagen lassen, waren jahrzehntelang vergessen. Auch für diesen Zuschauer kam die musikalische Komponente wohl definitiv zu kurz: "Schön, wie sie erst Mal stundenlang über Madonna reden und die Kandidatin ignorieren. Dabei sind sie auch über den Sport und die Stadtgrenzen hinaus von besonderer Bedeutung.840 Tonnen CO 2.

 Leo Sauer war Jude. "Wie oft wollt Ihr Toby Gad noch vorstellen? RTL: JA!" , wurde darüber im Netz gewitzelt.01. Und er wird - wie sechs Millionen seiner Gemeinde - skrupellos ermordet. Sauer wird nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten deportiert und stirbt kurz vor Ende des Weltkriegs nach einem gescheiterten Fluchtversuch auf dem"Todesmarsch" aus dem KZ. Thomas Spiegel vom"Team Tradition" des FC Schalke 04 hat Sauers Geschichte aufgeschrieben. Zusammen mit Gerd Voß und Vereinsarchivarin Christine Walther treibt er Themen gegen das Vergessen im Verein an.

"1994 hat Schalke als Erster den Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung in seine Satzung aufgenommen", sagt Spiegel der DW. Leo Sauer bezahlt den Führerschein von Ernst Kuzorra Anfang der 2000er-Jahre wurde dann auch eine Studie in Auftrag gegeben, die die Schicksale aller deutscher Juden, die rund um den Verein gelebt haben, aufgearbeitet hat. Zum Beispiel das des Zweiten Vorsitzenden Paul Eichengrün, der 1933 sein Amt aufgibt und in die USA fliehen kann. Oder das des begabten Nachwuchsspielers Ernst Alexander.  Dessen hoffnungsvolle Karriere endet jäh: Die Nazis erlassen das Verbot für Juden, Mitglied in einem Sportverein zu sein.

Nach jahrelanger Flucht wird Alexander 1942 von den Nazis gefasst und dann in Auschwitz ermordet. Heute ehrt Schalke 04 mit der Ernst-Alexander-Auszeichnung Menschen, die sich für Integration, Vielfalt und Toleranz einsetzen. Was bei der Studie auch deutlich wurde:"Schalke hat sich nicht schützend vor seine jüdischen Mitbürger gestellt", sagt Spiegel der DW.  Recherche von Fußballfans, Vereinen und Sporthistorikern vereint  So wie viele andere Fußballvereine. Und so sind es vor allem die Fußballfans, die die Erinnerungskultur vorantreiben .

Sie tragen seit einigen Jahren - verstärkt seit der Fußball-WM 2006 in Deutschland - sorgsam zusammen, womit sich der organisierte deutsche Fußball lange nicht beschäftigen wollte: den Umgang mit den Juden während der Nazizeit und darüber hinaus mit ihnen als Vereinsmitglieder, als Spieler, als Funktionäre oder als Sponsoren.  Der FC Schalke 04 setzt sich gegen Rassismus ein - u.a. mit dieser Gedenktafel am Stadion All diese Schicksale sollen nun gebündelt dargestellt werden: in einem Online-Lexikon des Deutschen Sportmuseums ."Mit dem Online-Projekt machen wir auf das Schicksal verfemter und ermordeter jüdischer Sportpioniere aufmerksam, die dem Fußball in Deutschland einst wichtige Impulse gaben", sagt Museumsdirektor Manuel Neukirchner.

"Zudem ist es unser Anliegen, ein permanentes Zeichen gegen jede antisemitische und rassistische Tendenz im heutigen Fußball zu setzen." "Der deutsche Fußball ist stark durch jüdische Spieler geprägt worden" Das Lexikon soll zeigen, dass der Aufstieg des deutschen Fußballs ohne Juden völlig unmöglich gewesen wäre, erklärt Sporthistoriker Henry Wahlig der DW:"Wir reden über die wichtigsten Persönlichkeiten überhaupt. Der ganze deutsche Fußball ist sehr stark durch jüdische Spieler geprägt worden. Das soll der zentrale virtuelle Gedenkort des deutschen Fußballs werden." Berühmte Fußballer wie etwa der Nationalspieler Julius Hirsch, Kicker-Gründer Walther Bensemann oder Karl Levi sind dort zu finden.

  Über 200 jüdische Spieler, Trainer, Vereinsangehörige, Mäzene werden bereits online präsentiert, die Texte haben 25 Vereine und Gruppen beigesteuert. Das Lexikon soll weiter wachsen, Schulklassen zur Recherche animiert werden. Damit Geschichten und Schicksale wie von Leo Sauer, Ernst Alexander und den vielen, vielen anderen endlich wieder oder erstmals erzählt werden können. Datum .