Neuer CDU-Chef Friedrich Merz: Ironie der Geschichte

Friedrich Merz ist an der Spitze der CDU angekommen. Kann ausgerechnet er die Partei einen? Die Chance besteht – wenn er sich klug anstellt.

Merz, Cdu

23.01.2022 15:03:00

Friedrich Merz ist an der Spitze der CDU angekommen. Kann ausgerechnet er die Partei einen? Die Chance besteht – wenn er sich klug anstellt. SabineamOrde

Friedrich Merz ist an der Spitze der CDU angekommen. Kann ausgerechnet er die Partei einen? Die Chance besteht – wenn er sich klug anstellt.

Für Friedrich Merz ist seine Wahl zum CDU-Chef ein später Triumph. Der Sauerländer ist an der Spitze seiner Partei angekommen, wo er sich schon immer sah. Gewählt nicht knapp, wie seine Vorgänger:innen, sondern mit satter, fast 95 prozentiger Zustimmung. Ob er jemals Kanzler werden kann, sein eigentliches Ziel, oder auch nur Kanzlerkandidat der Union – das ist weiter offen. Möglicherweise bleibt er auch ein Vorsitzender des Übergangs. Aber seine Chancen für mehr sind am Samstag deutlich gestiegen. Zumindest, wenn er mit seinem Triumph klug umzugehen weiß.

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Friedrich Merz ist der neue CDU-Chef | WDR Aktuelle StundeFriedrich Merz ist neuer Chef der CDU. Mit 94,6 Prozent der Stimmen wurde der Sauerländer auf dem Online-Parteitag cdupt22 zum neuen Vorsitzenden gewählt. Romina Plonsker, jüngste CDU-Abgeordnete im Düsseldorfer Landtag, traut Merz einen Neustart zu. CDU Weiß nicht... für mich klingt das eher so wie: 'So, Freunde. Die Olle ist weg. Jetzt machen wir mal da weiter wo wir vor 16 Jahren aufgehört haben'. CDU Ich nicht. CDU MDU

Friedrich Merz ist neuer CDU-VorsitzenderBeim digitalen CDU -Parteitag haben 1001 Delegierte das Votum der Basis für Friedrich Merz als Parteichef bestätigt. Die ganze Spitze wird neu gewählt. Kann man die auch im Fax-Live-Stream bekommen? Im Gesundheitsamt geht das mit diesem neuen Internetding noch nicht so. 🤷🏽‍♂️ Och sieht der Scheiße aus.

Merkel will nicht CDU-Ehrenvorsitzende werden – und gibt Merz einen KorbEx-Kanzlerin Angela Merkel hat kein Interesse daran, Ehrenvorsitzende der CDU zu werden. Auch einem Abendessen des neuen Parteichefs nach dem Parteitag bleibt sie fern. Kann sie verstehen. Irgendwann ist auch mal gut. Dann hat die CDU aber Glück, die hat unser Land und ihre Partei fertig gemacht. Bravo Angie,.. gönn dir deine wohlverdiente Ruhe nach dem Dauerstress … trotzdem wär es schön wenn man dich irgendwann wiedersehen würde…

Kommentar zur CDU: Merz muss jetzt nach dem Fraktionsvorsitz greifenFriedrich Merz muss jetzt nach dem Fraktionsvorsitz der Union greifen. Sollte Ralph Brinkhaus nicht weichen, wird er sein Amt unfreiwillig an den neuen CDU -Chef abgeben müssen - RobertRossmann kommentiert RobertRossmann Hoffentlich schnell, Brinkhaus ist gestetn RobertRossmann 🍿😀 RobertRossmann Warum sollte er müssen? Weil die SZ das will? Nein, er muss nicht!

CDU wählt neuen Vorsitzenden: Merz' TriumphDer CDU -Parteitag wählt einen neuen Bundesvorstand. Das beste Ergebnis erzielt Friedrich Merz , der einstige Polarisierer.

CDU-Parteitag: Warum Merz auch enttäuschen könnteAn Selbstbewusstsein mangelt es ihm nicht, doch die Erwartungen sind groß: Die CDU macht heute Friedrich Merz zum neuen Chef - und dann? Sabine Henkel über einen Mann, der nicht von gestern sein will. ach evtl dies das Weil es Merz ist. Er wird enttäuschen das ist so sicher wie das Amen in der Kirche ❗NiemalsCDU

Doch noch nach oben durchgeboxt: Friedrich Merz führt künftig die CDU Foto: Michael Kappeler/ dpa Für Friedrich Merz ist seine Wahl zum CDU-Chef ein später Triumph. Der Sauerländer ist an der Spitze seiner Partei angekommen, wo er sich schon immer sah. Gewählt nicht knapp, wie seine Vorgänger:innen, sondern mit satter, fast 95 prozentiger Zustimmung. Ob er jemals Kanzler werden kann, sein eigentliches Ziel, oder auch nur Kanzlerkandidat der Union – das ist weiter offen. Möglicherweise bleibt er auch ein Vorsitzender des Übergangs. Aber seine Chancen für mehr sind am Samstag deutlich gestiegen. Zumindest, wenn er mit seinem Triumph klug umzugehen weiß. Natürlich bedeutet das Wahlergebnis nicht, dass plötzlich alle Parteitagsdelegierten zum Wirtschaftsflügel übergelaufen oder echte Fans eines gesellschaftpolitischen Konservatismus à la Merz geworden sind. Viele sahen sich schlicht an das Ergebnis der Mitgliederbefragung gebunden – und eine Alternative gab es auch nicht mehr. Zudem hätte angesichts der verheerenden Lage der CDU ein weiteres Zeichen der Zerstrittenheit die Partei weiter in Richtung Abgrund gestoßen – für jene, die es gut meinen mit der CDU, war Geschlossenheit, also Zustimmung, die einzig mögliche Wahl. Und dennoch: Auch die, die in der Partei eher auf der anderen Seite als Merz stehen, scheinen bereit, ihm eine echte Chance zu geben. Seine An­hän­ge­r:in­nen waren dazu bei seinen Vor­gän­ge­r:in­nen nicht bereit. Ein Teil von ihnen hat in den sozialen Netzwerken bereits Triumphgeheul angestimmt und Merz aufgefordert, jetzt parteiintern durchzuregieren. Wenn er das tut, wird er scheitern. Merz ist klug genug, um das zu wissen. Aber er hat eben auch dieses große Ego, was ihn anfällig macht. Meint Merz es mit der parteiinternen Versöhnung ernst, wird seine größte Herausforderung möglicherweise sein, die eigenen An­hän­ge­r:in­nen im Zaum zu halten. Gelingt ihm das, hätte ausgerechnet Merz, der Polarisierer und Spalter, die Chance, die Partei zu einen. Was die Grundlage für einen Wiederaufstieg ist. Und eine Ironie der Geschichte wäre.