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Politik İn München, Dieter Reiter

München: Reiter gewinnt die Stichwahl gegen Frank

Dieter Reiter bleibt Münchner Oberbürgermeister - er liegt mit mehr als 70 Prozent der Stimmen vorne. Herausforderin Kristina Frank von der CSU gratuliert ihm noch vor dem Ende der Auszählung.

29.03.2020 23:36:00

Dieter Reiter bleibt Münchner Oberbürgermeister - er liegt mit mehr als 70 Prozent der Stimmen vorne. Herausforderin Kristina Frank von der CSU gratuliert ihm noch vor dem Ende der Auszählung.

Der neue Münchner Oberbürgermeister wird der alte sein: Dieter Reiter liegt mit mehr als 70 Prozent der Stimmen vorne. Herausforderin Kristina Frank von der CSU gratuliert ihm noch vor dem Ende der Auszählung.

Um 21.07 Uhr kürte Frank angesichts des klaren Zwischenstands den Amtsinhaber zum Sieger:"Ich möchte Dieter Reiter zum Wahlerfolg ausdrücklich gratulieren. Möge er unsere Stadt sicher und mit ruhiger Hand durch die stürmische Zeit, die noch vor uns liegt, lenken", schrieb sie in einer Mitteilung. Kurz darauf folgte auch der voraussichtliche Wahlsieger:"Ich bin überwältigt von dem großen Vertrauen, das mir die Münchnerinnen und Münchner entgegengebracht haben", erklärte Reiter."Das gibt viel Rückenwind für die nächste Amtsperiode. Jetzt geht es aber erst einmal darum, alle Kräfte in unserer Stadt zu bündeln, um in den nächsten Wochen die gewaltigen Herausforderungen der Corona-Krise zu bewältigen. Gemeinsam werden wir das meistern!"

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Reiter wird also für sechs Jahre weitermachen können. Allerdings verfügt im Stadtrat keine Partei über eine Mehrheit. Voraussichtlich werden in dieser Woche Gespräche über ein Bündnis beginnen. Grün-Rot - erstmals in dieser Reihenfolge - wird im Rathaus als die wahrscheinlichste Variante gehandelt.

In der ersten Runde der OB-Wahl am 15. März, als noch 14 Kandidaten im Rennen waren, hatte der Sozialdemokrat Reiter 47,9 Prozent erzielt. Die 38-jährige Christsoziale Frank kam auf 21,3 Prozent und schaffte es in einem Kopf-an-Kopf-Rennen, die in der Auszählung lange Zeit vor ihr liegende Katrin Habenschaden von den Grünen auszustechen - sie erreichte 20,7 Prozent.

Die Stichwahl fand wegen der Corona-Pandemie unter besonderen Bedingungen statt. Erstmals gab es keine Wahllokale, sondern ausschließlich Briefwahlunterlagen, die per Post an alle Wahlberechtigten geschickt wurden. Dieses für viele sehr bequeme Verfahren hatte zur Folge, dass die Wahlbeteiligung höher lag als im ersten Wahlgang. Wegen coronabedingter Vorsichtsmaßnahmen läuft die Auszählung nicht im gewohnten Tempo ab, das Wahlamt rechnet erst für diesen Montag mit einem vorläufigen Endergebnis.

Detailansicht öffnenIn der Stichwahl setzte sich Reiter deutlich gegen Kristina Frank durch.(Foto: Florian Peljak)Für Reiter ist es das mit Abstand beste Ergebnis: 2014, als er schon einmal gegen den CSU-Konkurrenten Josef Schmid in die Stichwahl musste, schaffte er"nur" 56,7 Prozent. Die Situation war allerdings eine andere: Reiter, bis dato Wirtschaftsreferent und mit mäßigen Bekanntheitswerten zum Wunschnachfolger des Langzeit-OB Christian Ude (SPD) gekürt, musste gegen den etablierten Oppositionsführer Schmid antreten. Ude hatte die Wahl gegen Schmid 2008 noch mit 66,8 Prozent gleich im ersten Durchgang für sich entschieden.

Dass Reiter nun die Stichwahl für sich entscheiden würde, hatte sich bereits abgezeichnet: Denn am 15. März erhielt er mehr Stimmen, als seine beiden Haupt-Kontrahentinnen zusammengerechnet. Reiter hatte vor dem maßgeblichen Wahlgang gar keinen Wahlkampf mehr machen können - der Amtsinhaber war vor allem als Krisenmanager in Sachen Corona tätig gewesen. In seiner zweiten Amtszeit will er sich weiterhin unter anderem den Themen Mieterschutz, Wohnungsbau, Verkehrswende, Klimaschutz und Soziales widmen. Aber auch das Thema Corona dürfte das Rathaus noch länger beschäftigen. Für Reiter ist es die letzte Amtszeit, bei der nächsten turnusgemäßen OB-Wahl im Jahr 2026 liegt er oberhalb der gesetzlichen Altersgrenze.

Die in letzter Zeit arg gebeutelte SPD kann damit ihre lange Riege an Münchner Stadtoberhäuptern fortsetzen. Nur ein einziges Mal seit dem Zweiten Weltkrieg, von 1978 bis 1984, stellte mit Erich Kiesl die CSU den Oberbürgermeister. Sonst regierten stets Sozialdemokraten im Rathaus am Marienplatz. Unerreichter Stimmenkönig bis heute ist übrigens Hans-Jochen Vogel, der von 1960 bis 1972 im Chefbüro im zweiten Stock residierte: 1966 schaffte er - ohne Stichwahl - 78 Prozent.

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Der Münchner CSU-Chef Ludwig Spaenle gratulierte Reiter ebenfalls noch am Sonntagabend."Alles Gute", wünsche er ihm in dieser schwierigen Zeit. Das Ergebnis der eigenen Kandidatin nannte Spaenle"ausdrücklich respektabel". Frank wird auch in der neuen Amtsperiode Mitglied der Stadtregierung bleiben. Eine der drei Optionen dafür - und natürlich die attraktivste - hat sie selbst bereits aufgegeben: das Amt der Oberbürgermeisterin. Die wahrscheinlichste Variante dürfte sein, dass sie Kommunalreferentin bleibt.

Allerdings könnte Frank auch noch Bürgermeisterin werden, doch dafür müssten die Gespräche zwischen Grünen und SPD für ein Regierungsbündnis scheitern. Sowohl bei einer grün-schwarzen Allianz als auch bei einem Dreier- oder Viererbündnis mit der SPD und weiteren Partnern wäre ein Bürgermeisterjob für die CSU im Rathaus drin.

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Herzlichen Glückwunsch 🍾🎈🎉🎊 an DieterReiter1!! Die gute und solide Arbeit der letzten 6 Jahre hat sich ausgezahlt. Weiterhin viel Erfolg. Hat sich die Hetzkampagne gegen die Radlfahrer in München doch nicht gelohnt für die CSU! Gute Wahl. Danke Münchner*innen! Wer? Muss man den kennen?

Reiter in München vor Wiederwahl, CSU-Erfolg in NürnbergOB-Stichwahlen in Bayern: In der Landeshauptstadt München zeichnet sich ein klarer Sieg von SPD-Amtsinhaber Dieter Reiter ab. Die SPD jubelt auch in Ingolstadt und Bamberg, verliert aber ihre einstige Hochburg Nürnberg an die CSU. Wer noch in Zeiten von Ermächtigungsgestzen an freie Wahlen glaubt, der glaubt wohl auch noch das die unabhängig ist und die Wahrheit berichtet😂 Also bei uns hat es der grüne Spinner nicht geschafft und auch bayernweit haben die grünen Spinner nix erreicht. Super!

Interview mit Thomas Reiter: „Gib dir eine Routine und verfolge sie jeden Tag“Fast ein Jahr verbrachte der ehemalige Raumfahrer Thomas Reiter in der Enge von Raumstationen. Im Gespräch berichtet er von seinen Erfahrungen – und erklärt, was wir heute zuhause daraus lernen können. Die Tatsache, dass Populisten in den Umfragen immer schlechter abschneiden, kann diese Aussage nur bestätigen. Geblubber eines höchstbezahlten Wissenschaftlers. 1. marschiert China schon wieder, 2. werden die Menschen dann andere Probleme haben als Transentoiletten oder Moslemgebetsräume in Schulen. Romantisch und total naiv. Träumen tue ich seit 40 Jahren auch. Nur nützt dieses Gefasel von einer bessern Welt nichts. Kannste die Welt von oben sehen oder von tief unten ...same shit, different day.

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München: Wahlkampf für die Stichwahl nur im InternetWahlkampf in Zeiten von Corona: Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) und seine Herausforderin Kristina Frank (CSU) sind wegen der Krise pausenlos beschäftigt. Um Wähler wird allein in den sozialen Medien geworben. München kommt sowieso erst einmal unter Militärverwaltung, und danach gibt es diese ganzen Parteien nicht mehr. SHAEF 👍...obs hilft...wage ich zu bezweifeln.... München Dabei haben es genau diese Parteien SPD und CSU zu verantworten, das so viele Arbeitsplätze in der Pflege fehlen

Briefwahl in München - Zählen in Corona-ZeitenEs ist eine historische Stichwahl: Wegen der Corona-Krise dürfen die Münchnerinnen und Münchner zum ersten Mal nur per Brief über ihren künftigen Oberbürgermeister entscheiden.

Talkshows in der Corona-Krise: Sprechstunden der NationDas Publikum ist weg, die Streitlust auch: Warum die Corona-Krise Sendungen wie denen von Anne Will, Frank Plasberg und Maybrit Illner zu neuem Format verhilft. Ekelhafte GEZ sabbel Runden. Zum Verblöden gemacht. ;-( Ob man das “neues Format” nennen kann, glaube ich nicht. Doch diese genannten Damen und Herren haben vielleicht keinen Anspruch auf Kurzarbeitergeld, dafür muss man mehr geleistet haben, als Talkshows darzubieten. In der Sendung Hart aber Fair vom 23.03. habe ich doch bei der Frage nach 500€ sofort gehört, wie es nach der Krise weitergeht, der eine von der Kirche und die Ministerin kann nicht und der Landrat aus Bayern, die freuen sich jetzt über die Anerkennung. Danke, es reicht !