München-Neuperlach: Kontaktladen Pedro mit Schwierigkeiten

05.01.2022 18:51:00

Noch gibt es das Suchthilfeangebot im Stephanszentrum, aber 2023 zieht der Kontaktladen an den Neuperlacher Hanns-Seidel-Platz.

Gesundheit İn München, Drogenpolitik

Der Kontaktladen Pedro hilft Suchtkranken mit sterilen Spitzen, Lebensmitteln und warmem Essen für wenig Geld. Doch gegen die Einrichtung gibt es immer wieder Widerstand.

Noch gibt es das Suchthilfeangebot im Stephanszentrum, aber 2023 zieht der Kontaktladen an den Neuperlach er Hanns-Seidel-Platz.

"Unsere Zielgruppe sind Menschen, die Drogen nehmen oder substituieren", sagt Susanne Taubmann, die beim Verein Condrobs die"Pedro Suchtfachstelle Ost" leitet. Zu ihr gehört nebst einer Suchtberatung an der Therese-Giehse-Allee auch der Kontaktladen hier im kirchlichen Stephanszentrum inmitten des Neuperlacher Wohnrings, der an drei Nachmittagen die Woche seine Türen öffnet."Das ist ein niedrigschwelliges Angebot", betont Taubmann."Bei uns müssen die Drogensüchtigen keinen Abstinenzwunsch mitbringen, um Hilfe zu bekommen. Sondern hier geht es vor allem um Hilfe zum Überleben."

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Hier anmelden. "Unsere Zielgruppe sind Menschen, die Drogen nehmen oder substituieren", sagt Susanne Taubmann, die beim Verein Condrobs die"Pedro Suchtfachstelle Ost" leitet. Erst als der Fahrer an einer roten Ampel an der Kreuzung zum Frankfurter Ring stoppte, konnte er nach Angaben der Polizei angehalten und angesprochen werden. Zu ihr gehört nebst einer Suchtberatung an der Therese-Giehse-Allee auch der Kontaktladen hier im kirchlichen Stephanszentrum inmitten des Neuperlacher Wohnrings, der an drei Nachmittagen die Woche seine Türen öffnet. Diese Entscheidung trafen die deutschen Gesundheitsbehörden als Vorsichtsmaßnahme, wie die Champions Hockey League mitteilte."Das ist ein niedrigschwelliges Angebot", betont Taubmann. Den Fahrer erwarten nun unter anderem ein Strafverfahren wegen eines illegalen Kraftfahrzeugrennens und ein Bußgeldverfahren."Bei uns müssen die Drogensüchtigen keinen Abstinenzwunsch mitbringen, um Hilfe zu bekommen.MEDIA.

Sondern hier geht es vor allem um Hilfe zum Überleben. Den Wagen holte ein dazu Berechtigter an Ort und Stelle ab." Als Kündigungsgrund wurden Klagen von Nachbarn angegeben Schließlich hätten die Klientinnen und Klienten eine"Fülle von Problemen" im Gepäck, sagt die Einrichtungsleiterin. Nebst Drogen und Sucht seien dies Kriminalität, Armut, psychische Probleme und -"das wird immer mehr", so Taubmann - Wohnungslosigkeit. Wobei auch das Team des Kontaktladens selbst 2019 fast auf der Straße gestanden wäre. Damals hatte der Hauseigentümer den Mietvertrag der 1997 gegründeten Einrichtung für deren Räume an der Ollenhauer Straße nach mehr als 20 Jahren nicht mehr verlängert. Laut Intensivregister sind aktuell 39 der 464 Intensivbetten in der Stadt frei.

"Als Kündigungsgrund wurden Klagen anderer Mieter*innen über die Klientel der Einrichtung angegeben", schrieb Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek in ihrer Antwort auf einen Stadtratsanfrage."Jedoch waren weder bei dem örtlichen Bezirksausschuss Ramersdorf-Perlach noch bei der zuständigen Polizeiinspektion Beschwerden von Anwohnenden eingegangen." Und auch Susanne Taubmann betont:"Wir hatten in der Ollenhauerstraße in all der Zeit nie Probleme mit den Nachbarn." Detailansicht öffnen Schwierige Suche nach einem neuen Domizil: Einrichtungsleiterin Susanne Taubmann. (Foto: Catherina Hess) Sehr wohl problematisch habe sich dann aber die Suche nach einer neuen Bleibe gestaltet.

"Das war frustrierend ohne Ende", sagt Taubmann."Versuchen Sie mal, für so eine Einrichtung einen Vermieter zu finden, der Sie nimmt." Erst kurz vor dem erzwungenen Auszug Ende 2018 tat sich doch noch eine Lösung auf: im Stephanszentrum, wo zwei frühere Jugendräume im Keller leer standen. Die Gespräche mit der Kirche seien damals"total unkompliziert" gewesen, lobt Susanne Taubmann."Wir sind herzlich aufgenommen worden.

" Wobei die 2019 bezogenen Räume alles andere als optimal für die Einrichtung sind: Weder gebe es ein Büro für die vier Beschäftigten noch Lagermöglichkeiten für die Lebensmittel, sagt Susanne Taubmann."Und insgesamt sind die Räume einfach viel zu klein. Detailansicht öffnen Bei Pedro werden nicht nur gebrauchte gegen saubere Spritzen ausgetauscht, sondern es gibt auch andere Hilfsangebote. (Foto: Catherina Hess) Wie beengt es zugeht, zeigt sich vor allem im Aufenthaltsraum, den an einem Öffnungstag bis zu 50 Suchtkranke aufsuchen. Auf kaum 25 Quadratmetern werden nicht nur Lebensmittel ausgegeben und gebrauchte gegen saubere Fixerspritzen getauscht.

Vielmehr wird dort auch das warme Mittagessen zum Preis von einem Euro serviert - an einer Handvoll winziger Tische. Daneben stehen zwei Sofas, auf denen gerade eine Condrobs-Mitarbeiterin sowie ein sichtlich mitgenommener Mann sitzen und ein Beratungsgespräch führen. Schließlich gehe es im Kontaktladen nicht nur um die Versorgung der Suchtkranken, sondern auch um Hilfe im Alltag, sagt Susanne Taubmann. Sei es mit einem Brief ans Amt, bei Ärger mit dem Gesetz oder bei der Wohnungssuche."Unser Ziel", so formuliert es die Leiterin,"ist immer die Verbesserung der individuellen Lebenssituation".

Ursprünglich sollten die Kellerräume im Stephanszentrum dem Kontaktladen nur für wenige Monate als Interimslösung dienen. Nun werden daraus aber wohl mehrere Jahre. Immerhin: Nachdem sich vor allem der Bezirksausschuss für den Verbleib des Kontaktladens Pedro in Neuperlach eingesetzt hatte, ist mittlerweile eine dauerhafte Heimat gefunden - in einem Gewofag-Neubau am Hanns-Seidel-Platz, der Anfang 2023 fertig werden soll. Kaum sei diese Nachricht durchgesickert, hätten umliegende Eigentümer bereits eine Petition gegen ihren künftigen Nachbarn ins Leben gerufen, berichtet Susanne Taubmann mit bitterem Blick. Nach vielen Gesprächen und einem runden Tisch hätten sich die Wogen inzwischen aber geglättet.

"Ich kann es ja ein Stück weit verstehen, dass viele Menschen Vorbehalte gegen unsere Klientel haben", sagt die Leiterin. Was ihr in der Debatte um den Kontaktladen aber stets zu kurz komme, sei dessen Dienst an der Allgemeinheit, sagt Susanne Taubmann:"Denn ich bin überzeugt, dass die Gesamtgesellschaft davon profitiert." © .