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Hamstern, Corona

Meinung: Hamstert, Leute - aber richtig! | DW | 25.10.2020

Kommentar: #Hamstern in #Corona-Zeiten “ist keineswegs unsolidarisch, sondern im Gegenteil, verantwortungsvoll - wenn die Lebensmittel dann auch irgendwann verbraucht werden”, schreibt DW-Redakteur Fabian Schmidt.

26.10.2020 18:55:00

Kommentar: Hamstern in Corona -Zeiten “ist keineswegs unsolidarisch, sondern im Gegenteil, verantwortungsvoll - wenn die Lebensmittel dann auch irgendwann verbraucht werden”, schreibt DW-Redakteur Fabian Schmidt.

Die Infektionszahlen steigen und das Klopapier wird wieder knapp - das scheint eine Logik der Pandemie zu sein. Ermahnungen von Politikern helfen da nicht weiter, denn so funktioniert der Markt, meint Fabian Schmidt.

Ja was denn nun?Leider hat das Argument einen logischen Fehler: Falls es stimmt, dass Hamsterkäufe nicht notwendig sind, können sie nicht gleichzeitig unsolidarisch sein. Denn wenn der Markt tatsächlich genug Ware hat, sollte es doch eigentlich auch keine Rolle spielen, wenn jemand diese Ware kauft oder irrational hortet. 

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Keine falsche Zurückhaltung beim Einkauf, empfiehlt DW-Wissenschaftsredakteur Fabian SchmidtUnd andersrum: Wenn wir solidarisch sein sollen, uns also selbst beschränken und teilen müssen, wäre das ein klares Indiz, dass in der Tat Knappheit herrscht - wenn auch nur eine vorübergehende. In einer solchen Situation Solidarität zu üben, ist ja auch nicht falsch. Aber das heißt nicht, dass wir keine Vorräte anlegen sollten. 

Auch das immer wieder vorgebrachte Gejammer über unsereunverantwortliche Lebensmittelverschwendung nervt. Jahr für Jahr sollen es nach Berechnungen des WWF in Deutschland 18 Millionen Tonnen sein. Das wären auf die Bevölkerung heruntergerechnet 225 Kilogramm pro Person. 60 Prozent davon entfallen auf die Haushalte, so eine Studie der Universität Stuttgart. Das wären immer noch 370 Gramm pro Tag pro Person. 

Da fragt man sich: Kann das wirklich sein? Sollten wir unseren Mitmenschen nicht zumindest soviel Verstand zutrauen können, dass niemand freiwillig sein mühsam verdientes Geld für Waren ausgibt, um sie hinterher einfach ungenutzt wegzuwerfen?

Vielleicht sollten wir Privatleute uns ein Beispiel an den Supermärkten nehmen, insbesondere den Discountern. Im Verhältnis zu den gigantischen Warenströmen wird dort nämlich kaum noch etwas weggeworfen. Ihr Anteil an der gesamten Lebensmittelverschwendung beträgt

, oder knapp 30 Gramm pro Person und Tag.Silos, Segen für die MenschheitDie Produktions-, Liefer- und Verkaufsabläufe sind mittlerweile so weit optimiert, dass kaum noch etwas übrig bleibt. Zudem bemühen sich praktisch alle großen Handelsketten, durch eine Vielzahl konkreter Maßnahmen

ihr Image aufzupolieren, was durchaus Wirkung zeigt. Zumindest in meinem eigenen Privathaushalt landen Lebensmittel nicht  Die Ausnahme bildet vielleicht ein winziger Restkanten Brot, der trotz aller optimierten Küchenlogistik dann doch mal verschimmelt. Das passiert höchstens einmal im halben Jahr.

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Die andere Sichtweise: Containern verboten - Die perverse Logik der WegwerfgesellschaftWer im März massenweise Klopapier gehortet hat, müsste eigentlich noch gut versorgt seinIn Landwirtschaft und Industrie wird zwar etwas mehr weggeworfen als im Handel (17 Prozent aller hiesigen Lebensmittelabfälle), aber erstens sind die absoluten Zahlen mit etwa 100 Gramm pro Person und Tag nicht wirklich sehr hoch, und zweitens liegt es

 dass dies nie ganz zu vermeiden sein wird - im Kontrast übrigens zu der Verschwendung in den ärmsten Ländern dieser Welt.Dort verrotten nach Schätzung der Welternährungsorganisation oder werden von Mäusen gefressen, bevor sie überhaupt in die Nähe eines Marktes kommen.

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