Mehr Reisende sollen Bahn zurück in die Spur bringen

Rekorde bei Logistiker Schenker: Mehr Reisende sollen Bahn zurück in die Spur bringen

Wirtschaft, Deutsche Bahn

29.01.2022 09:41:00

Rekorde bei Logistiker Schenker: Mehr Reisende sollen Bahn zurück in die Spur bringen

In der Corona-Krise hat sich die Zahl der Fahrgäste bei der Bahn halbiert. Im laufenden Jahr rechnet der Konzern mit der Rückkehr vieler Passagiere. Das dürfte auch die Bilanz entspannen. Lieblingskind des Unternehmens ist derzeit aber die florierende Logistik-Sparte Schenker.

Angesichts steigender Krankmeldungen setzt die Bahn seit dem 10. Januar in einigen Fällen kürzere Züge ein. Das soll vorsorglich die Instandhaltungswerke entlasten. "Wir haben in den letzten Tagen unser Angebot minimal reduziert und teilweise die Zugbesetzung ein bisschen ausgedünnt", sagte Lutz. Derzeit laufe der Betrieb insgesamt aber ruhig und weitestgehend reibungslos.

"Allerdings: Wenn die Infektionszahlen weiter so rasant steigen, werden wir uns das natürlich noch einmal anschauen", fügte Lutz hinzu. Um größere Ausfälle zu vermeiden, habe die Bahn Vorkehrungen bei besonders sensiblen Berufsgruppen getroffen, erklärte Lutz. "In Stellwerken beispielsweise fahren wir Zwei- statt Drei-Schichtbetrieb, das heißt eine Schicht bleibt frei und kann notfalls einspringen."

Weiterlesen: ntv Nachrichten »

Reisende? Habt ihr nen Knall?

Bei München: Deutsche Bahn sperrt monatelang Bahnübergang - Bürger fassungslosDie Entscheidung der Deutschen Bahn, den Bahnübergang Haager Straße in Erding ab 1. Februar für vier Monate zu sperren, stößt im Stadtrat auf harsche Kritik.

Wiener Platz: KVB-Bahn trifft Mann leichtAm Wiener Platz in Köln ist ein Mann von einer KVB-Bahn erfasst worden. Bereits in den vergangenen Tagen hatte es mehrfach Unfälle mit KVB-Bahnen gegeben.

C/O verwandelt U-Bahn-Plakate in historische BilderDie U 2 war seine „Verbindung in die Stadt“. Der Fotograf Harald Hauswald (heute 67) schlug sich zu DDR-Zeiten als Telegrammbote für 3,60 Mark pro Stunde durchs Leben und wohnte in Prenzlauer Berg.

München: Stammstreckentunnel der S-Bahn an zwei Wochenenden gesperrtWeil neun Kilometer Schienen ausgetauscht werden müssen, wird die S-Bahn-Stammstrecke an den kommenden beiden Wochenenden zwischen Ostbahnhof und Hackerbrücke gesperrt. Passagiere müssen auf Trambahnen und Busse ausweichen.

Erster Batteriezug der Bahn im Testbetrieb unterwegsIn Baden-Württemberg hat die Deutsche Bahn erstmals einen Batteriezug mit Fahrgästen auf die Reise geschickt. Zukünftig sind 20 Fahrten pro Tag geplant.

Mann schlägt Kinder in U-Bahn - Verdächtiger gesuchtMit der Veröffentlichung von Fotos sucht die Polizei Berlin nach einem Kinderschläger. Die Tat ereignete sich in einem Zug der Linie 7. Typisches kliente Endlich mal ein Alman, damit ich meinen Ärger raus lassen kann. Wenn es Deutsche MiMi sind, traue ich mich nichts zu sagen, weil ich sonst einer Meinung mit Nadsis bin. Ich wünschte ich würde ihn kennen, dann würd ich ihn besuchen….

In die Fernzüge der Deutschen Bahn werden nach Erwartung des Konzerns in diesem Jahr wieder deutlich mehr Menschen steigen als in den vergangenen beiden Corona-Jahren. "Für dieses Jahr rechnen wir im Fernverkehr damit, wieder die Marke von 100 Millionen Fahrgästen deutlich zu übertreffen", sagte Vorstandschef Richard Lutz. Das wäre mindestens ein Viertel mehr als im vergangenen Jahr - aber noch nur zwei Drittel aus Vor-Corona-Zeiten. Mit der steigenden Zahl von Reisenden soll es nach deutlichen Verlusten zuletzt im laufenden Geschäft in diesem Jahr wieder finanziell besser laufen. Angesichts steigender Krankmeldungen setzt die Bahn seit dem 10. Januar in einigen Fällen kürzere Züge ein. Das soll vorsorglich die Instandhaltungswerke entlasten. "Wir haben in den letzten Tagen unser Angebot minimal reduziert und teilweise die Zugbesetzung ein bisschen ausgedünnt", sagte Lutz. Derzeit laufe der Betrieb insgesamt aber ruhig und weitestgehend reibungslos. "Allerdings: Wenn die Infektionszahlen weiter so rasant steigen, werden wir uns das natürlich noch einmal anschauen", fügte Lutz hinzu. Um größere Ausfälle zu vermeiden, habe die Bahn Vorkehrungen bei besonders sensiblen Berufsgruppen getroffen, erklärte Lutz. "In Stellwerken beispielsweise fahren wir Zwei- statt Drei-Schichtbetrieb, das heißt eine Schicht bleibt frei und kann notfalls einspringen." Bahn strebt operative Schwarze Null an Die Corona-Krise hatte die Fahrgastzahl in den ICE und Intercitys nahezu halbiert - 2019 waren es noch rund 151 Millionen Passagiere gewesen. In der Folge rutschte die hoch verschuldete Bahn tief in die roten Zahlen und wird seit Ausbruch der Pandemie mit Steuer-Milliarden gestützt. 2021 dürfte das Minus aus dem laufenden Geschäft (Ebit) nach Informationen aus Aufsichtsratskreisen bei knapp 1,9 Milliarden Euro gelegen haben. Für das laufende Jahr allerdings ist Konzernchef Lutz wieder optimistischer. "Wir gehen davon aus, dass wir im Geschäftsjahr 2022 knapp über einer schwarzen Null liegen werden, also nach zwei tiefroten Jahren wieder ein positives operatives Ergebnis (Ebit) erwirtschaften können." Zuletzt war im Aufsichtsrat von einem Ebit-Plus von rund 100 Millionen Euro 2022 die Rede gewesen. Nach der Mittelfristplanung des Konzerns soll das laufende Geschäft dann vom nächsten Jahr an wieder deutlichere Gewinne abwerfen. Schon im Weihnachtsgeschäft hatten die Fahrgastzahlen nur noch rund zehn Prozent unter Vorkrisenniveau gelegen, sagte Lutz. Auch im üblicherweise eher schwachen Januar gebe es bisher stabile Zahlen. So erreiche der Nahverkehr rund 50 bis 60 Prozent der Vor-Corona-Zeit. Arriva kommt wieder ins Schaufenster Derweil will die Bahn einen neuen Anlauf unternehmen, die internationale Tochter Arriva zu verkaufen. Arriva betreibt Busse und Bahnen in 14 europäischen Ländern, vor allem in Großbritannien. Die Bahn nimmt seit einigen Jahren aber ihren Heimatmarkt wieder stärker in den Blick. 2019 hatte der Konzern den Verkauf angesichts des Brexits und wegen zu geringer erwartbarer Erlöse gestoppt. Im Folgejahr belasteten Abschreibungen bei der Tochter das Konzernergebnis. Mehr zum Thema