Leseempfehlungen, Walter Benjamin, Biografie, Ökonomie, Asien, Literatur

Leseempfehlungen, Walter Benjamin

Leseempfehlungen: Die Sachbuch-Bestenliste für März

Langsam beginnt der Bücherfrühling – zum Beispiel mit acht Neueinstiegen in unsere monatliche Sachbuch-Top-Ten, die diesmal sogar elf Titel umfasst.

26.02.2020 20:34:00

Langsam beginnt der Bücherfrühling – zum Beispiel mit acht Neueinstiegen in unsere monatliche Sachbuch-Top-Ten, die diesmal sogar elf Titel umfasst.

Aus Frankreich kommen Überlegungen zum Antisemitismus, aus den USA zur Untreue. Außerdem bei den besten Sachbüchern: Sprache und Sein, die CSU und der Mythos Bildung.

© Brandi Redd/​unsplash.com1 (-) Delphine Horvilleur: Überlegungen zur Frage des AntisemitismusA. d. Franz. v. N. Denis; Hanser Berlin; 160 S., 18,– €Was heißt es, jüdisch zu sein? Und wer bestimmt darüber? Die französische Rabbinerin Delphine Horvilleur ist eine prominente Stimme des liberalen Judentums. In ihrem Essay diskutiert sie moderne jüdische Identitätspolitik, beleuchtet die Verquickungen zwischen Judenhass und Frauenfeindlichkeit und spannt dabei den Bogen vom Talmud bis zur politischen Gegenwart. Ein weitsichtiges Buch.

USA: Trump will Antifa zu Terroristen erklären Erneut Proteste in Berlin gegen rassistische Polizeigewalt in USA 'Wer zum Teufel möchte so lang leben' - Eastwood wird 90

50 Punkte2 (-) Wednesday Martin: UntrueA. d. Engl. v. N. Frey; Berlin Verlag; 432 S., 22,– €Es ist die intime Fantasie vieler Frauen, den Partner zu betrügen. Doch der Wunsch ist schambeladen. Ob antike Tragödien, moderne Dramen oder Netflix-Serien – untreue Frauen gelten als krank oder gefährlich. Warum ist das so? Die Anthropologin Wednesday Martin erzählt die Geschichte der Untreue und räumt mit allen Klischees auf. Das Buch ist frech, aufregend und klug.

42 PunkteKuebra Guemuesay Sprache und Sein© Hanser Berlin3 (5) Kübra Gümüşay: Sprache und SeinHanser Berlin; 3 208 S., 18,– €Wie kann man sprechen, ohne in Klischees zu verfallen? Welche Kategorien gibt es, die Menschen nicht in Schubladen steckt? Darüber schreibt die Journalistin Kübra Gümüşay. Sie sucht eine Sprache, die gemeinschaftliches Denken zulässt, ohne Differenzen zu kaschieren. Ein Pamphlet für eine Gesellschaft, deren Mitglieder trotz wachsender Unterschiede miteinander reden können.

41 Punkte4 (-) Robert E. Lerner: Ernst Kantorowicz. Eine BiographieA. d. Engl. v. T. Gruber; Klett-Cotta; 554 S., 48,– €Ernst Kantorowicz war als Historiker eine originelle Figur. In der Weimarer Republik positionierte er sich als junger Konservativer und Jünger Stefan Georges. Nach der Machtergreifung Hitlers musste er als Jude in die USA fliehen. Weshalb stand Kantorowicz erst rechts von Hindenburg, um schließlich Kennedy links zu überholen? Robert E. Lerner zeigt die Widersprüche eines einzigartigen Geistes.

37 Punkte5 (-) Roman Deininger: Die CSU. Bildnis einer speziellen ParteiC. H. Beck; 352 S., 24,– €Die CSU sah sich in Bayern jahrzehntelang als konkurrenzlose Staatspartei. Doch diese Zeiten sind vorbei. Die CSU-Herrlichkeit wankt, und es ist ungewiss, ob sie ihre Machtposition im Freistaat behaupten kann. Roman Deininger beobachtet die CSU seit vielen Jahren für die"Süddeutsche Zeitung". Sein Parteienporträt ist kritisch, fair und nicht zuletzt ungemein unterhaltsam.

36 PunkteBanerjee Duflo Gute oekonomie fur harte Zeiten© Penguin6 (2) A. Banerjee/E. Duflo: Gute Ökonomie für harte ZeitenA. d. Engl. v. T. Schmidt et al.; Penguin; 560 S., 26,– €Die Ökonomen Esther Duflo und Abhijit Banerjee haben 2019 für ihre Studien zur Linderung der Armut den Wirtschaftsnobelpreis erhalten. Nun erscheint ihr neues Buch, das die größten Herausforderungen der Weltwirtschaft thematisiert: wachsende Ungleichheit, Globalisierung, Umweltkatastrophen, Populismus. Die beiden plädieren für eine Politik, die Reiche besteuert und Armen eine Stimme verleiht.

34 Punkte6 (1) Eva Weissweiler: Das Echo deiner Frage. Dora und Walter BenjaminHoffmann und Campe; 383 S., 24,– €Dora Benjamin war die Frau vonWalter Benjamin, aber vor allem eine Intellektuelle: Sie schrieb über Musik und Philosophie und verfasste Romane. Eva Weissweiler hat die Beziehungsgeschichte zwischen Dora und Walter Benjamin untersucht. Ihre Biografie wirkt wie Serienstoff: Zuneigung, Affären, das erste Kind, schließlich die Scheidung – und überall stets der rigorose Eigenbrötler Walter Benjamin.

Verhüllungskünstler Christo stirbt im Alter von 84 Jahren Bundesliga: Gladbach siegt, Thuram kniet Coronavirus und indigene Völker: 'Uns lassen sie im Stich'

34 Punkte8 (-) Aladin El-Mafaalani: Mythos BildungKiepenheuer & Witsch; 320 S., 20,– €Der Soziologe Aladin El-Mafaalani analysiert die Probleme des deutschen Bildungssystems. Dabei geht es ihm nicht um eine Revolution. Stattdessen zeigt er, dass der Ruf nach Bildung nur dann fruchtet, wenn die Gesellschaft ihre zentralen Probleme löst: soziale Ungleichheit, Populismus und fehlende Digitalisierung. Grundthese: Bildungspolitik ist nur so gut wie das System, in dem sie stattfindet.

25 Punkte8 (-) Josef Haslinger: Mein FallS. Fischer; 144 S., 20,– €Als Zehnjähriger wurde Josef Haslinger Schüler des Sängerknaben-Konvikts Stift Zwettl in Österreich. Er war religiös, wollte Priester werden, er liebte die Kirche. Doch diese Liebe endete fatal. In seinem neuen Buch"Mein Fall" erzählt der österreichische Schriftsteller die verstörende Geschichte seines Missbrauchs im katholischen Internat.

25 Punkte8 (-) Parag Khanna: Unsere asiatische ZukunftA. d. Engl. v. N. Juraschitz; Rowohlt Berlin; 496 S., 24,– €Asien funktioniert anders als der alte Westen, schreibt Parag Khanna: flexibler, pragmatischer, besser. Dass Asien das Modell von morgen sei, steht für den Politikwissenschaftler außer Frage. Sogar das Kino und die Mode seien besser. Grund zur Sorge gebe es trotzdem nicht, lautet Khannas Botschaft an unsere westliche Welt. Denn am Ende profitierten alle von den Entwicklungen auf dem Kontinent.

25 Punkte8 (-) Mitchell Zuckoff: 9/11. Der Tag, an dem die Welt stehen bliebA. d. Engl. v. T. Schnettler; S. Fischer; 704 S., 28,– €Das Attentat auf das World Trade Center in New York war das entscheidende Ereignis unseres Jahrhunderts. Erst jetzt kann man angemessen von 9/11 erzählen: Mitchell Zuckoff rekonstruiert jede Minute aus der Perspektive der Opfer. Er folgt den Passagieren in den Flugzeugen, den Menschen in den Türmen und im Pentagon sowie den Passanten auf der Straße. Eine Chronik voller Mut und Selbstlosigkeit.

Weiterlesen: ZEIT ONLINE »

definitiv nicht intersektionell genug da merkt man die qualitätsunterschiede zur nyt

Überwachung: Wie die KI die Gesichtserkennung revolutioniertKünstliche Intelligenz hebt die Gesichtserkennung auf ein ganz neues Niveau. Das ist großartig oder beängstigend – je nach Sichtweise, schreiben Finsterbusch und thiemoheeg.

Gisela Jonas - Die Scham und die SitteVor sechzig Jahren wurden in einer Razzia in München die Chansons der 'Schwabinger Gisela' als 'schamverletzend' beschlagnahmt und verboten. Und wir sind auf dem besten Wege dahin zurück.

Sterbehilfe: 10 Uhr ist die beste Zeit zu sterben - WELTIn Deutschland kaum möglich, in der Schweiz weit verbreitet: Sterbehilfe. Jürg Billwiller lernt in Zürich, Menschen in den Tod zu begleiten. Zuvor war er Gefängnisleiter – und versuchte, Suizide zu verhindern. Scheisse, schon wieder verpasst heute. Diese ständige Nötigung zum sterben ist rechtsradikal. Widerlich. Die wissen nicht was sie tun. Die haben kein Gewissen. Weil dann die kaffeepause ist und man realisiert dass man noch den ganze arbeitstag vor sich hat?

CDU: Die Fehler Merkels und der ParteiDie CDU setzt ihre politische Dominanz in Deutschland aufs Spiel. Verantwortlich dafür sind nicht nur die CDU-Spitze und der Thüringer Landesverband. Schuld daran ist auch Merkel, kommentiert robertrossmann RobertRossmann Das Problem ist nicht nur die CDU☝️ RobertRossmann Wieder ein Kommentar der Presse 🙄 Meinung bilde ich mir selber❗️ RobertRossmann Unglaublich, wie Merkel abtaucht !

'Richtungsentscheidung für die CDU' - Merz erklärt offiziell Kandidatur für ParteivorsitzFriedrich Merz erklärt Kandidatur für CDU-Vorsitz +++ Armin Laschet erklärt Kandidatur für CDU-Vorsitz +++ Laut Umfrage knappe Mehrheit für ... Von Merkel vom Hof geprügelt, wagt sich Merz zurück, als Angela sich zum Werbeplakat erklärt hat ohne Aktivitäten. Nur Feiglinge lassen sich von Frauen schlagen, erst Merkel, dann AKK. Trifft er sich deswegen mit Phillip Amthor ? Der alte Mann von gestern. Mit Merz als Kandidat und Freund der WerteUnion beginnt man in China schon mit der Produktion brauner Stoffe.

Monheim: Das sind die autonom fahrenden BusseIn Monheim am Rhein wird die deutschlandweit erste Buslinie mit autonom fahrenden Bussen betrieben. Ganz ohne Mensch kommen die aber doch nicht vom Fleck. JanaStegemann ist mitgefahren: JanaStegemann Arbeitslose bekommen Geld weil die Arbeitskraft ein Maschiene macht verkehrte Welt